Aus der Forschung

Bild: Helmholtz/DLR - Oliver Bierstedt
Gemeinsam mehr erreichen
Keine andere Forschungsorganisation hat sich in den vergangenen Jahren einer so umfassenden Reform unterzogen wie die Helmholtz-Gemeinschaft. Mit der Programmorientierten Förderung haben wir unser Profil geschärft und deutlich an strategischer Stärke gewonnen. Gleichzeitig hat die zentren- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit dazu beigetragen, unsere Leistungsfähigkeit und unser Ansehen noch einmal zu steigern. Dies ist ein Erfolg, zu dem alle 26.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen beigetragen haben.
Als einzige Wissenschaftsorganisation vergeben wir mit der Programmorientierten Förderung den Großteil unserer Mittel im Wettbewerb: Wir stellen uns der Konkurrenz, intern wie extern, wir erreichen dadurch eine höhere Schlagkraft, vermeiden doppelte Ausgaben und ermutigen zu Kooperation. Mit Beginn der Reform finanzieren Bund und Länder nicht mehr die einzelnen Forschungszentren, sondern vertrauen der Helmholtz-Gemeinschaft die Verteilung der Mittel an – ein Gewinn an Autonomie und Eigenständigkeit. Bund und Länder geben den forschungspolitischen Rahmen vor, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Zentren füllen ihn mit wissenschaftlichen Vorhaben und Visionen aus.
Sicher, das Schreiben von Konzepten und die sich daran anschließende Begutachtung sind aufwändig. Aber es gibt kein besseres Verfahren als die Selbststeuerung der Wissenschaft. Sie ist der Garant dafür, dass wir unser Budget effektiv und effizient einsetzen und entlang gemeinsam erarbeiteter strategischer Linien tatsächlich die großen und drängenden Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft im Sinne unserer Mission beantworten.
Nun steht die zweite Runde der Programmorientierten Förderung vor der Tür. Das neue Jahr wird mit der Begutachtung der Forschungsbereiche Gesundheit, Erde und Umwelt sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr beginnen. Auf der einen Seite bedeutet das viel Arbeit, auf der anderen Seite aber auch Planungssicherheit für die kommenden fünf Jahre, eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige Forschung. International renommierte Gutachterinnen und Gutachter werden zentrenübergreifende Programme hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Exzellenz und ihrer strategischen Relevanz evaluieren.


