Hermann

Aus der Forschung

DLR-Forscher haben Mess- und Sensorik-Technologien aus der Luftfahrt für die Anwendung in Windkraftanlagen entwickelt und vermarkt. Foto: Siemens-Pressbild

DLR-Forscher haben Mess- und Sensorik-Technologien aus der Luftfahrt für die Anwendung in Windkraftanlagen entwickelt und vermarkt. Foto: Siemens-Pressbild

Weitere Informationen:

www.helmholtz.de/enterprise-foerderprogramm

Zentraler Ansprechpartner:

Dr. Jan Elmiger, Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie

Tel.: 030 8062 13646

elmiger@helmholtz-berlin.de

Ansprechpartner in der Geschäftsstelle der Helmholtz-Gemeinschaft:

Dr. Jörn Krupa, Referent für Technologietransfer

Tel.: 030 206329 72

joern.krupa(at)helmholtz.de

 

Dr. Rainer Nicolay, Leiter des Impuls- und Vernetzungsfonds

Tel.: 0228 30818 18

rainer.nicolay(at)helmholtz.de

 

 

Auch die Technologietransferstellen der Helmholtz-Zentren beraten Sie gern.

 

 
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Technologietransfer 09/2010

Mit der ViaLight Communications GmbH startet am 1.Oktober ein weiteres Vorhaben der im Rahmen von Helmholtz-Enterprise ausgewählten Ausgründungsprojekte. Vier andere Gründerteams haben bereits zum 1. August oder 1. September die einjährige Förderung in Anspruch genommen, ein weiteres folgt noch 2010. Neben der ViaLight Communications GmbH hat auch die geplante „ELiSE GmbH“ eine Zuwendung erhalten, so dass in der aktuellen Auswahlrunde nunmehr sechs Ausgründungsvorhaben gefördert werden. Damit sind seit 2005 damit insgesamt 55 Gründungsvorhaben durch das Förderprogramm Helmholtz-Enterprise gefördert worden. Etwa die Hälfte der geförderten Vorhaben ist inzwischen am Markt erfolgreich. Mit der Fördersumme von jeweils 100.000 Euro aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds und mindestens der gleichen Summe aus dem jeweiligen Helmholtz-Zentrum kann in den Zentren insbesondere zusätzliches Personal während der Ausgründungsphase finanziert werden. Dies ermöglicht den Gründern, ihre Ausgründung zielstrebig weiter zu entwickeln. In diesem Jahr wird es eine weitere Auswahlrunde von Helmholtz-Enterprise geben. Die Frist für Anträge endet am 15.Oktober 2010.

ELiSE GmbH – Leichtbau nach dem Vorbild der Natur

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI)

Gefördert wird das Team um Dr. Christian Hamm, das eine 3D-Datenbank für Leichtbaukonstruktionen entwickelt hat, die bei anspruchsvollen Ingenieursaufgaben Kosten, Gewicht und Zeit sparen kann. Das Verfahren ELiSE (Evolutionary Light Structure Engineering) nimmt dabei Leichtbaustrukturen mariner Planktonorganismen zum Vorbild, die eine hohe Stabilität bei geringem Gewicht aufweisen. Dieser innovative Ansatz ist u.a. bei der Konstruktion von Gründungsstrukturen von Offshore-Windkraftanlagen zum Einsatz gekommen, wodurch sich das Gewicht und damit auch die Transportkosten stark reduzieren lassen. Da das umfangreiche Geschäftsmodell des geplanten Unternehmens noch ausdifferenziert werden muss, erhält das Gründerteam zunächst eine Teilförderung, damit ein Mitarbeiter im Rahmen eines Masterstudiums den Business Plan weiterentwickeln kann.

ViaLight Communications GmbH – unbegrenzte Datenübertragung dank Laserkommunikation

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Die ViaLight Communications GmbH wurde bereits 2009 von Mitarbeitern des DLR am Standort Oberpfaffenhofen gegründet. Die Ausgründer Markus Knapek, Dr. Dirk Giggenbach und Joachim Horwath vertreiben mit ihrem jungen Unternehmen Komponenten und Terminals für höchstratige optische Freiraumkommunikation. Gegenüber konventionellen Funkverbindungen haben die am DLR entwickelten Freistrahl-Laserkommunikationssysteme den Vorteil unbegrenzter Übertragungskapazitäten. Weiterhin entfallen Frequenzfreigaben und -gebühren, und die Abhörsicherheit der Systeme ist bedeutend höher. Die ViaLight Communications GmbH wird mit einer ersten Fördertranche dabei unterstützt, einen strategischen Partner aus der Industrie zu finden. Mit einem entsprechenden Kooperationsvertrag wird die restliche Förderung für die weitere Entwicklung der Firma eingesetzt.

Windfit UG – Probleme rechtzeitig erkennen und warten

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Die DLR-Forscher Prof. Dr. Stefan Levedag und Max Abildgaard wollen mit der Windfit UG ein Unternehmen gründen, das Mess- und Sensorik-Technologien aus der Luftfahrt für die Anwendung in Windkraftanlagen entwickelt und vermarktet. Windfit bietet den Betreibern von Windkraftanlagen einen deutlichen Mehrwert, da mit Hilfe dieser Technologiekomponenten Probleme an Rotoren und Turbinen bereits im Vorfeld erkannt werden können. Reparaturen und Wartungsmaßnahmen können so rechtzeitig geplant und ergriffen werden. Ernste Schäden und langes Warten auf die notwendigen Wartungskräne werden vermieden und die Ausfallzeit der Anlage verkürzt sich. Auch zur optimalen Justierung der Windkraftanlage lassen sich die Mess- und Sensoriktechnologien nutzen.

InfoDabble – Durchblick durch die Datenflut

Helmholtz-Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (HMGU)

Das Unternehmen InfoDabble, das von den HMGU-Wissenschaftlern Dr. Volker Stümpflen und Prof. Dr. Hans-Werner Mewes ausgegründet wird, bietet Lösungen und Dienstleistungen für das Wissensmanagement und die Generierung und Interpretation von Wissen an. Die Software basiert auf Semantic Web Technologien, die die Bedeutung von Informationen erkennen. Sie ermöglicht den Kunden, themenspezifisches Wissen wesentlich schneller als bisher zu erfassen (Speed Reading), zu strukturieren und viele Informationsquellen gleichzeitig semantisch zu integrieren und zu bearbeiten. Die Dienstleistungen und die Software von InfoDabble können insbesondere langfristige und risikoreiche Entscheidungen der Pharmabranche und das effiziente Management der immensen Datenmengen der modernen biomedizinischen Forschung unterstützen.

Metallschaum - Leichtbaumaterial aus Aluminiumschaum-Sandwich-Strukturen

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB)

Gefördert wird die Ausgründung einer Firma, die ein neuartiges Leichtbaumaterial auf der Basis von Aluminiumschaum herstellen kann. Die Ausgründer sind Dr. Manas Mukherjee, Dr. Ing. Hans-Wolfgang Seeliger und Heiner Pohl. Das am HZB entwickelte Aluminiumschaum-Sandwich ist weltweit der einzige Verbundwerkstoff, der ohne Klebstoffe aus einem Material gefertigt werden kann. Daher ist das Leichtbaumaterial extrem robust und kann – anders als andere Verbundwerkstoffe - problemlos mit konventionellen Schweiß- und Verbundtechniken weiter verarbeitet werden. Das neuartige Leichtbaumaterial kann großtechnisch produziert werden.

MRI.Tools – schärfere Bilder von bewegten Organen

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), Berlin-Buch

Prof. Dr. Thoralf Niendorf, Dr. Ing. Tobias Frauenrath und Jan Rieger werden mit ihrem Vorhaben MRI.Tools innovative Komponenten für die bildgebende Methode der Magnetresonanztomografie entwickeln, darunter auch, innovative Hochfrequenzantennen und ein neuartiges Warnsystem für den sicheren Umgang mit hohen Magnetfeldern. Die Zusatzgeräte können an bestehende MRI-Anlagen angeschlossen werden und erweitern die diagnostischen Möglichkeiten beträchtlich.

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