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Aus der Forschung

Die Innovation Days 2012 in München.  Bild: E. Fesseler/Helmholtz-Gemeinschaft

Die Innovation Days 2012 in München. Bild: E. Fesseler/Helmholtz-Gemeinschaft

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Dr. Jörn Krupa

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Technologietransfer 02/2013

Die ersten Innovation Days haben sich als erfolgreiches Format bewiesen, ebenso wie der Helmholtz-Roche-Forschungstag. Außerdem unterstützt die Helmholtz-Gemeinschaft drei weitere Firmenausgründungen und drei Forschungsvorhaben, die das Potenzial für eine aussichtsreiche wirtschaftliche Verwertung mitbringen.

Erfolgreiches Format: Innovation Days

Das Zusammenbringen von Wissenschaft und Wirtschaft war das Ziel der ersten Innovation Days, die federführend von der Helmholtz-Gemeinschaft zusammen mit der Max-Planck-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft organisiert wurden. Die Veranstaltung diente als gemeinsame Verwertungsplattform für die besten anwendungsnahen Technologien und aussichtsreichsten Spin-off-Projekte der außeruniversitären Forschung. Insgesamt 100 Experten aus der Wirtschaft sowie 150 Wissenschaftler und Experten für Technologietransfer tauschten sich Ende November 2012 in München über werthaltige Technologien und Spin-offs aus den führenden deutschen Forschungsorganisationen aus. Über eine Online-Partnering-Plattform hatten sich die Teilnehmer im Vorfeld zu 170 halbstündigen Treffen verabredet, um über gemeinsame Projekte und mögliche Kooperationen zu diskutieren.

Zahlreiche Unternehmen wie zum Beispiel Siemens, BASF, Bayer, Volkswagen, Zeiss, Boehringer-Ingelheim, Roche, Evonik, Merck, Sanofi, RWE und viele Venture Capital-Firmen nahmen an den Innovation Days teil. Zum Rahmenprogramm gehörten Workshops, Unternehmenspräsentationen der elf Industriesponsoren und 40 Kurzvorstellungen ausgewählter Technologien und Gründungsprojekte. Ein gemeinsamer Abendempfang mit den Gästen der Karl Heinz Beckurts-Preisverleihung bot zudem einen feierlichen Auftakt der Veranstaltung. Der von der Karl Heinz Beckurts-Stiftung verliehene Preis honoriert seit 1989 jährlich wissenschaftliche Impulse industrieller Innovationen und ging 2012 an drei Forscher der Daimler AG für ein neues Verfahren zur Vermeidung von Verkehrsunfällen.

Da die Innovation Days sowohl von den Teilnehmern als auch den Sponsoren sehr gut aufgenommen worden sind, wird die Veranstaltung im Dezember 2013 erneut ausgerichtet – diesmal in Berlin.

Weitere Informationen:

www.helmholtz.de/innovationdays

Aktuelles Interview im Newsletter von Fraunhofer Venture

Forschungstag mit Roche bringt neue Kooperationen

Am Rande der Innovation Days fand der Helmholtz-Roche-Forschungstag in Penzberg bei München statt. Gemeinsam mit der Firma Roche wurden zuvor aus etwa 60 vorgeschlagenen Projekten 28 ausgewählt und dann bei der Veranstaltung vorgestellt. Die Projektvorschläge verteilen sich auf sechs Helmholtz-Zentren. Drei Vorhaben überzeugten direkt und werden nun im Rahmen bilateraler Kooperationen mit Roche umgesetzt. Bei zehn weiteren Projektvorschlägen folgen noch vertiefende Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit.

Helmholtz unterstützt Unternehmensgründungen

Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert drei neue Ausgründungsvorhaben von Wissenschaftlern der Helmholtz-Zentren, um die kritische Startphase zu sichern. Damit hat das Expertengremium im Jahr 2012 neun Projekte für förderungswürdig erachtet. Insgesamt hat die Maßnahme Helmholtz Enterprise seit 2005 nun 76 Gründungsvorhaben aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds des Präsidenten finanziert. Die neu geförderten Vorhaben sind:

1. „i3membrane“: Ein Forscher-Team vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf hat unter der Leitung von Prof. Andreas Kolitsch eine einfache und umweltschonende Methode entwickelt, um kleinstporige Metallmembranen herzustellen. Gegenüber den bisher häufig eingesetzten Polymermembranen haben die Metallmembranen den Vorteil, beim Kontakt mit Chemikalien unempfindlich und besonders stabil zu sein.

2. WxFusion: Dr. Caroline Forster und Dr. Arnold Tafferner vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt haben ein neues Verfahren zur Vorhersage von Gewittern entwickelt. Ihre Technologie nutzt satelliten- und bodengestützte Radardaten, um Gewitter auszumachen, zu verfolgen und bis zu einer Stunde vorherzusagen. Das System kann Warnungen ausgeben, wenn sich ein Gewitter im Umkreis von 100 Kilometern um einen ausgewählten Ort, beispielsweise einen Flughafen, befindet. So dient die neue Technologie vor allem einer höheren Sicherheit und besseren Planbarkeit im Luftverkehr.

3. Drift & Noise Polar Services: Das Team um Dr. Thomas Krumpen und Dr. Stefan Hendricks vom Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung sammelt und verarbeitet neueste Daten über das polare Meereis. Somit macht es eine umweltgerechte Nutzung der Polarregionen möglich und liefert wichtige Informationen für den Schiffbau und für Reedereien.

In diesem Jahr wird das Förderinstrument Helmholtz Enterprise um eine Komponente zur externen Managementunterstützung erweitert. Dank der bisher über ein Modellvorhaben des  Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderten Unterstützung ist es möglich, die Expertise von Gründerteams um Managementkompetenzen zu erweitern und zum Beispiel erfahrene Trainer, Geschäftsführer oder Spezialisten für die jungen Spin-offs zu gewinnen. Insgesamt beträgt die Höhe der Zuwendung nun maximal 130.000 Euro: bis zu 100.000 Euro als klassische Helmholtz Enterprise-Förderung und bis zu 30.000 Euro als externe Managementunterstützung. Beide Komponenten lassen sich auch kombinieren. Mindestens die Hälfte der Mittel steuert das jeweilige Helmholtz-Zentrum bei.

Die Attraktivität von Technologien steigern

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat drei Vorhaben ausgewählt, in denen sie großes Potenzial für eine erfolgreiche wirtschaftliche Verwertung sieht. Diese Vorhaben fördert sie nun für eine Dauer von zwei Jahren mit insgesamt 3,3 Mio. Euro aus dem Helmholtz-Validierungsfonds, um eine rasche Wertsteigerung der jeweiligen Produkte zu ermöglichen.

Bei den ausgewählten Projekten handelt es sich um die Weiterentwicklung einer Substanz zu einem möglichen Wirkstoff gegen die Alzheimer-Erkrankung (Prof. Dieter Willbold, Forschungszentrum Jülich), die Validierung einer neuartigen Brennstoffzelle zur sicheren Stromversorgung für Mobilfunk-Sendestationen (Prof. Detlef Stolten, Forschungszentrum Jülich) und ein innovatives Assistenzsystem für die Luftfahrt, das der menschlichen Kommunikation aktiv folgen kann (Prof. Hartmut Helmke, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt). Seit 2011 sind somit zwölf vielversprechende Validierungsvorhaben zur Förderung ausgewählt worden; 2013 wird eine weitere Auswahlrunde stattfinden.

Jörn Krupa

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