Hermann

Aus der Forschung

Biosensor ARSOlux®. Bild: André Künzelmann/UFZ

Biosensor ARSOlux®. Bild: André Künzelmann/UFZ

Kontakt:

Dr. Jörn Krupa

Referent für Technologietransfer
Helmholtz-Geschäftsstelle Berlin

Tel.: +49 30 206329-72

joern.krupa(at)helmholtz.de

 
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Technologietransfer 07-08/2011

Helmholtz-Validierungsfonds startet mit den ersten Vorhaben

Die ersten vier Projekte des Helmholtz-Validierungsfonds, des neuen Instruments der Helmholtz-Gemeinschaft zur Förderung des Technologietransfers, wurden im Mai 2011 ausgewählt. Die Vorhaben werden in den nächsten zwei Jahren anwendungsnahe Forschungsergebnisse im Bereich Medizinrobotik, Krebsforschung und Wasseranalyse weiterentwickeln, damit diese erfolgreich verwertet werden können.

  • Das Validierungsvorhaben am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird die Zuwendung dazu nutzen, ein medizinrobotisches System hinsichtlich technischer Parameter und patentrechtlicher Aspekte zu optimieren und zusammen mit den künftigen Anwendern in den Kliniken für geeignete Applikationen im Bereich der minimal-invasiven Viszeralchirurgie zu validieren.
  • Ein weiteres Validierungsprojekt wird die Markteinführung des am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ entwickelten ARSOlux®-Verfahrens unterstützen, das die Arsenbelastung im Grundwasser ermittelt. Der Herstellungsprozess des preisgünstigen und leicht anwendbaren Arsen-Detektors soll optimiert und der Marktzugang ermöglicht werden. Der Fokus liegt auf einer Markterschließung im von Arsenvergiftungen besonders betroffenen Bangladesch, die aber durch finanzielle und institutionelle Barrieren erschwert wird.
  • Am Deutschen Krebsforschungszentrum unterstützt der Validierungsfonds die präklinische Entwicklung von neuen niedermolekularen Substanzen, die als Wirkstoffe für den Eingriff in Tumorstammzellen optimiert werden.
  • Schließlich soll mit Hilfe der Validierungsförderung am Helmholtz-Zentrum München Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt eine neue Wirkstoffklasse von Therapeutika, die insbesondere gegen aggressive Lymphome und auch zur Unterdrückung des Immunsystems eingesetzt werden kann, entwickelt und verwertet werden.

Auf Basis einer meilensteinbasierten Projektfinanzierung werden die vier Vorhaben zusammen mit einer Summe von maximal 3,15 Mio. Euro gefördert. Für das neue Instrument des Helmholtz-Validierungsfonds stehen bis 2015 insgesamt 26 Mio. Euro aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds zur Verfügung. Zusammen mit den Eigenanteilen der Zentren ergeben sich somit über 50 Mio. Euro für die Validierungsförderung. Die Unterstützung aus dem Helmholtz-Validierungsfonds soll dabei helfen, anwendungsrelevante Forschungsergebnisse aus Helmholtz-Zentren für Partner aus der Wirtschaft und der Finanzierungsbranche interessant zu machen und soll Kooperationen, Lizenzierungen und Ausgründungen ermöglichen. Der neue Validierungsfonds schließt damit eine Finanzierungslücke auf dem Weg zwischen Forschung und Markt.

In das zweistufige Auswahlverfahren sind versierte Gutachter und die externe Experten des Entscheidungsboards eingebunden. Die nächste Sitzung des Boards findet am 13. Dezember 2011 in München statt. Voranträge können laufend gestellt werden, sollten aber bis Anfang August 2011 eingereicht werden, um in der kommenden Runde Berücksichtigung finden zu können.

Weitere Informationen:

www.helmholtz.de/validierungsfonds

www.helmholtz.de/ausschreibung-validierungsfonds

Weitere fünf Ausgründungsprojekte werden durch Helmholtz Enterprise unterstützt

Erneut sind für vielversprechende Gründungsvorhaben aus Helmholtz-Zentren Zuwendungen von je 100.000 € aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft bewilligt worden. Auf der Gutachtersitzung am 30. Juni 2011 haben sich fünf Gründerteams vorgestellt, deren Ideen die externen Gutachter überzeugt haben.

  • Mit der AeroDesignWorks GmbH planen die Ausgründer aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Know-how aus den Hochtechnologiesektoren Flugtriebwerk und Kraftwerksgasturbine auf den Massenmarkt der Lüfter und Ventilatoren zu übertragen. Die modernen Designs verringern vor allem die Energiekosten, ohne dass die Produktionskosten steigen.
  • Gefördert wird auch ein Ausgründungsprojekt namens REneWaSol aus der Organisationseinheit Solarforschung des DLR. Die Firma plant, Wasserreinigungsanlagen nach der SOWARLA-Technologie herzustellen und zu vertreiben. Das Verfahren nutzt photonische Energie des Sonnenlichts, um Schadstoffe in Mineralstoffe umzuwandeln. Energiekosten werden mit dieser Technologie minimiert und der Einsatz von Chemikalien drastisch verringert.
  • Als eines der weltweit führenden Ionenstrahlzentren erhält das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) zunehmend Anfragen aus der Industrie zur Übernahme von Produktionsaufträgen. Da andere externe Anbieter im gewünschten Umfang auf dem Markt nicht zur Verfügung stehen, ist die Erbringung von Ionenimplantationsleistungen Gegenstand des Gründungsvorhabens ALION. Ionenimplantationen dienen der gezielten Beeinflussung von Materialeigenschaften an Oberflächen, um die Leistungsfähigkeit von Leistungshalbleitern zu steigern.
  • Ziel von onemicronlaser,  einem  weiteren Ausgründungsvorhaben aus dem HZDR, ist die Entwicklung und der Verkauf von Hochleistungslasersystemen, insbesondere von Ultrakurzpulslasern (UKP-Laser). Für Kunden in Wissenschaft und Industrie wird ein neuartiger diodengepumpter Festkörperlaser auf den Markt gebracht, der ultrakurze Pulse effizient erzeugen und bis zu sehr hohen Pulsenergien verstärken kann. Derzeit erreichen klassische Laser nur mittlere Pulsenergien.
  • Die Ausgründung SiMoNa aus dem Karlsruher Institut für Technologie wird angepasste Simulationslösungen in Form von Dienstleistungen und Lizenzen für Kunden in den Bereichen Chemie und organische Elektronik anbieten. Kernelemente sind die Modellierung komplexer Werkstoffsysteme auf molekularer Ebene. Durch die molekulare Abbildung des Materials, kann SiMoNa entscheidend dazu beitragen, den Innovationszyklus vom Material bis zum marktreifen Produkt zu verkürzen und zu optimieren.

Durch die neuen Vorhaben erhöht sich die Zahl der durch Helmholtz Enterprise seit 2005 geförderten Projekte auf 63; über die Hälfte davon sind mittlerweile gegründet. Mit der Förderung werden die Gründungsvorhaben in der kritischen Übergangsphase unterstützt, um dem Gründer den nötigen Freiraum für die Ausarbeitung des Businessplans zu geben, weitere Kompetenzen ins Gründerteam zu holen, und den rechtzeitigen Know-how-Transfer durch neues Personal in den Abteilungen zu gewährleisten.

Die nächste Gutachtersitzung für Helmholtz Enterprise findet im November 2011 statt; bis zum 15. Oktober 2011 können Anträge aus den Helmholtz-Zentren eingereicht werden.

Weitere Informationen:

www.helmholtz.de/enterprise-foerderprogramm

www.helmholtz.de/enterprise

Neue Helmholtz-Internetseiten informieren über den Wissens- und Technologietransfer

Der Wissens- und Technologietransfer gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ein Erfolgsfaktor für zunehmende Interaktionen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, für die schnelle Umsetzung von Inventionen in Innovationen und die Weitergabe von Wissen aus der Forschung in Gesellschaft ist Transparenz und Kommunikation. Die Helmholtz-Gemeinschaft informiert auf den neuen Seiten zum Technologietransfer über die Ansprechpartner in den Zentren, Förderinstrumente, aktuelle Zahlen und Erfolgsbeispiele.

Schauen Sie vorbei:

www.helmholtz.de/technologietransfer

Jörn Krupa

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