Helmholtz-Gemeinschaft

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie

Materialien für Morgen

Wie hängen die technischen Eigenschaften eines Materials und seine mikroskopische Struktur zusammen? Danach fragen die Forscher am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB). Sie erkunden neue Materialien und komplexe Materialsysteme. Innovative Herstellungsverfahren sind dabei immer im Blick. Zweiter Arbeitsschwerpunkt des HZB ist die Solarenergieforschung.

Großgeräte für die Forschung

Für Forschungsarbeiten zur Struktur und Funktion der Materie betreibt das Helmholtz-Zentrum zwei wissenschaftliche Großgeräte: den Forschungsreaktor BER II für Experimente mit Neutronenstrahlung und den Elektronenspeicherring BESSY II, die hochbrillante Synchrotronstrahlung vom THz- bis in den Röntgenbereich erzeugt. Beide Anlagen dienen der Erforschung der Materie und verfügen über hoch spezialisierte Probenumgebungen, wo sich Experimente unter anspruchsvollsten Bedingungen durchführen lassen. Mit seinem Nutzerservice ermöglicht das HZB rund 2000 externen internationalen Wissenschaftlern den Zugang zu den zum Teil einzigartigen Messmethoden. Erklärtes  Ziel ist es, die komplementäre Nutzung von Neutronen und Photonen zu fördern, denn mit beiden erhält man ein vollständigeres Bild der Materie.

Forschung in atomaren Dimensionen

Die Forscher des HZB entwickeln neue, „cutting-edge“ Instrumentierung und Großgeräte, um den Nutzern noch bessere Messmöglichkeiten zu bieten. Diese Entwicklungen werden von eigenen Forschungsprogrammen, die sich mit atomaren und magnetischen Strukturen fester Körper und deren Funktionsweisen auf atomare Skala beschäftigen, Struktur-Eigenschaftsbeziehungen von Werkstoffen, innerer Dynamik und Phasenumwandlung in kondensierter Materie und Supraleitern. Das HZB betreibt zwei weitere Großgeräte für externe Institutionen: Das Ionen-Strahl-Labor zur Behandlung von Augentumoren für die Charité und die Metrology Light Source, einen optimierten Speicherring für die Physikalisch-Technische-Bundesanstalt.

Forschung für Solarzellen von morgen

Im Bereich Solarenergie erforschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Solarzellen der nächsten und übernächsten Generation - mit neuen Materialklassen und innovativem Zellenaufbau. Langfristziele der Forschungsarbeit sind effiziente und wettbewerbsfähige Dünnschicht-Solarzellen und Multispektralzellen. Das Forschungsgebiet der HZB-Solarenergieforschung reicht von den grundlegenden atomar-strukturellen und elektronischen Eigenschaften photovoltaischer Materialien bis zur Suche und Erprobung neuer technologischer Produktionsprozesse in enger Zusammenarbeit mit der Industrie.

Kooperation und Vernetzung

Kooperation und Vernetzung werden beim HZB und seinen 1.100 Beschäftigten groß geschrieben: Rund 100 Doktoranden aus den Hochschulen im Umfeld forschen und qualifizieren sich am HZB. Über die Region Berlin-Brandenburg hinaus kooperiert das HZB mit rund 400 Partnern in deutschen und internationalen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen.

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie

Glienicker Straße 100
14109 Berlin

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21.10.2014