Helmholtz-Gemeinschaft
Der neue WhatsApp-Newsletter!

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) untersucht die Ursachen von Erkrankungen des Nervensystems und entwickelt Maßnahmen zur Prävention, Therapie und Pflege. Damit wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst rasch in die medizinische Praxis gelangen – dieser Brückenschlag wird „Translation“ genannt – arbeiten wir strategisch und fachübergreifend: Das DZNE deckt die gesamte Bandbreite von der Aufklärung molekularer Prozesse in einfachen Organismen und Hirnzellen bis hin zu klinischen Studien, Populationsstudien und zur Versorgungsforschung ab.

Erforschung der Neurodegeneration

Im Fokus des DZNE steht die „Neurodegeneration“: Ein krankhafter Prozess, der durch die Fehlfunktion und den Verlust von Nervenzellen gekennzeichnet ist. Neben dem Gehirn können auch das Rückenmark und die Sinnesorgane betroffen sein. Neurodegeneration entwickelt sich meist langsam, über Jahre hinweg. Sie kann zu Demenz führen, Bewegungsstörungen auslösen und die Gesundheit auch in anderer Weise massiv beeinträchtigen. Beispiele dafür sind Alzheimer, Parkinson, Chorea Huntington, die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), die Frontotemporale Demenz (FTD), sogenannte Ataxien und auch die altersbedingte Makuladegeneration, die zur Erblindung führen kann. Alle diese Erkrankungen sind bisher nicht heilbar und ihre Symptome lassen sich nur begrenzt lindern. Denn keine der heutigen Therapien setzt bei den Ursachen an. Darüber hinaus wissen wir nicht, welche Faktoren die Entwicklung dieser Erkrankungen beeinflussen. Unklar ist insbesondere die Rolle von Ernährung und Lebensstil. Deshalb erforscht das DZNE von der Molekularbiologie bis zur Betreuung am Krankenbett sämtliche Aspekte neurodegenerativer Erkrankungen.

Neun Standorte – ein Forschungszentrum

Für dieses Ziel bündelt das DZNE exzellente, bundesweit verteilte Expertise innerhalb einer einzigen Forschungseinrichtung. Derzeit sind mehr als 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das DZNE tätig. Sie kooperieren an unseren neun Standorten - Berlin, Bonn, Dresden, Göttingen, Magdeburg, München, Rostock/Greifswald, Tübingen und Witten - eng mit Universitäten, Universitätskliniken und außeruniversitären Einrichtungen. Alle diese Aktivitäten werden strategisch koordiniert. Auf diese Weise kommt eine kritische Masse an Fachleuten zusammen, die es ermöglicht, an neuen Behandlungsoptionen zielgerichtet zu forschen. Partnerschaften bestehen auch mit der Industrie, mit Patientenorganisationen und mit Forschungseinrichtungen in aller Welt.

Internationalität

Mit Neubauten an fast allen Standorten und hochmoderner Forschungsinfrastruktur ist das DZNE ein internationaler Anziehungspunkt für die besten Köpfe. Derzeit sind rund 50 verschiedene Nationalitäten im DZNE vertreten. Mehr als 30 Prozent unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kommen aus dem Ausland.

Nachwuchsförderung

Gemeinsam mit seinen universitären Partnern fördert das DZNE den Berufsweg junger Forscherinnen und Forscher. Tenure-Track-Programme unterstützen sie darin, eine wissenschaftliche Laufbahn mit langfristiger Perspektive aufzubauen.

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)

Sigmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn

Postanschrift:
Ludwig-Erhard-Allee 2
53175 Bonn

Telefon: +49 228-43302-0
information (at) dzne.de
http://www.dzne.de


01.09.2015