Helmholtz-Gemeinschaft

Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung

Die versteckten Botschaften von Meer und Eis entschlüsseln

Vom arktischen Eis bis zum Grund der Ozeane: Die Helmholtz-Wissenschaftler am Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) erkunden Pole, Meer und Klima. Dabei müssen sie sich oft auf abenteuerliche Wege begeben. Ihr Ziel ist es, die Veränderungen der globalen Umwelt und des Erdsystems zu entschlüsseln, die teils natürlich, teils durch den Menschen hervorgerufen sind.

Das AWI bearbeitet die folgenden drei wissenschaftlichen Themenfelder

  • Der Fachbereich Geowissenschaften blickt in die Vergangenheit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bremerhaven, Potsdam und Sylt untersuchen, wie die Prozesse unserer Erde die Entwicklung des Klimas geprägt haben. Dazu schauen sie tief in den Sedimentaufbau der Ozeane, in terrestrische Ablagerungen und in die Eiskappen der Pole. Erforscht werden zum Beispiel Zusammensetzung und Verteilung der marinen Sedimente, die Stoff- und Energieflüsse in Dauerfrostgebieten und die Struktur und Veränderung der Erdkruste und der polaren Eisschilde.
  • Der Fachbereich Biowissenschaften bearbeitet ökologische, physiologische und ökotoxikologische Fragestellungen. Wir konzentrieren uns dabei auf die Polarregionen sowie die Schelf- und Küstenregionen der Nordsee. Die zentralen Themen umfassen die Reaktionen von Zellen, Organismen, Populationen und Gemeinschaften auf externe Einflüsse und die Organisation und Dynamik von Populationen, Gemeinschaften und Ökosystemen.
  • Im Fachbereich Klimawissenschaften untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die physikalischen und chemischen Vorgänge im System Ozean-Eis-Atmosphäre und ihre Bedeutung für die weltweite Klimaentwicklung. Arbeitsgruppen am Alfred-Wegener-Institut sowie an der Forschungsstelle Potsdam befassen sich mit den regionalen und großräumigen Zirkulationen im System und der Aufklärung physikalischer und chemischer Prozesse in der Atmosphäre. Der Einfluss von Wolken und Meereis auf den Energieaustausch zwischen Ozean und Atmosphäre, die Zirkulation von Wassermassen in den Polargebieten, die Untersuchung natürlicher Klimaveränderungen und die Modellierung der atmosphärischen Zirkulation in der Arktis sind Beispiele für die vielfältigen Forschungsthemen dieses Fachbereiches.

Wissenschaftliche Arbeit mit dem Eisbrecher

Ihre Forschungsarbeit führt die Bremerhavener Helmholtz-Wissenschaftler oft hinaus auf das Meer oder direkt auf das Eis der Arktis und Antarktis. Die wichtigste mobile Forschungsplattform ist das Forschungs- und Versorgungsschiff "Polarstern". Stationen in der Arktis und Antarktis ermöglichen das ganze Jahr hindurch meteorologische und geophysikalische Messungen. Außerdem unterhält das Helmholtz-Zentrum fünf  Forschungsschiffe für Arbeiten in den gemäßigten Breiten und zwei Polarflugzeuge.

Das AWI beschäftigt insgesamt rund 780 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Bremerhaven.  Zudem gehören zu diesem Helmholtz-Zentrum auch die Forschungsstelle Potsdam, die Biologische Anstalt Helgoland (BAH) und die Wattenmeerstation Sylt.

Das AWI übernimmt - zusätzlich zur grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung - auch Aufgaben der Koordination, Beratung und Dienstleistung. Hierbei stehen  biologisches Monitoring, die wissenschaftlich-technische Unterstützung der deutschen Polarforschung und die Beratung der Bundesregierung im Zentrum.

Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

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24.10.2014