Virtuelles Institut HICE
Complex Molecular Systems in Environmental Health
Das Helmholtz Virtuelle Institut HICE hat das Ziel, die Ursachen der negativen Gesundheitseffekte anthropogener Aerosole („Feinstäube“) besser zu verstehen. Das Virtuelle Institut besteht aus einer engen Kooperation des Helmholtz Zentrums München und der Universität Rostock gemeinsam mit weiteren nationalen und internationalen Partnern aus Forschung und Industrie.
Motivation
Anthropogene Aerosole wirken sich negativ auf die menschliche Gesundheit aus – das ist bekannt. Als Folge der dadurch bedingten Lungen- oder Herz-Kreislauferkrankungen sinkt beispielsweise in Deutschland die Lebenserwartung um durchschnittlich neun bis zwölf Monate. Auch wenn der Einfluss des Aerosols auf die Gesundheit unstrittig ist, bleibt immer noch die Frage offen, welcher Bestandteil oder welches Merkmal des Aerosols an den beobachteten gesundheitlichen Auswirkungen beteiligt ist. Diese Forschungslücke wird von HICE aufgenommen und bearbeitet.
Forschungsziele
- Verständnis der Ursachen und molekularen Mechanismen der negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Verbrennungsaerosole durch eine umfassende chemische, physikalische, biologisch und toxikologische Analyse
- Identifikation potentiell gefährlicher Stoffe in Verbrennungsaerosolen, deren Bewertung und Empfehlung zur Reduktion
- Biomarker für schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit identifizieren
Struktur
Um dieser hochkomplexen und interdisziplinären Aufgabe gerecht zu werden, haben sich Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, wie analytische Chemie, Physik, Biochemie, Biologie, Medizin, Ingenieurswesen und Informatik im HICE Konsortium zusammengeschlossen. HICE vereint europäische Spitzenwissenschaft aus dem universitären Bereich mit nicht-universitären Forschungseinrichtungen und dem industriellen Sektor. Das Helmholtz Virtuelle Institut verfügt über komplementäre Expertise und modernste Technologie und stellt damit das perfekte Instrument für Aufbau und Stärkung dieser strategischen Partnerschaft dar.
Die interdisziplinäre Forschung in HICE ist in vier Work Packages gegliedert, die miteinander in Verbindung stehen. Work Package I generiert und charakterisiert die Aerosole und stellt sie für die biologischen Experimente zur Verfügung. In Work Package II stehen die Herstellung der Zellen, die exponiert werden, sowie deren toxikologische Untersuchungen im Mittelpunkt. Die biologische Antwort des Zellsystems wird in Work Package III untersucht. Work Package IV bereitet die gewonnenen Daten und Ergebnisse statistisch auf.
Mehr Informationen: www.hice-vi.eu

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Kontakt
Prof. Dr. Ralf Zimmermann
Sprecher
Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
Universität Rostock
ralf.zimmermann (at) helmholtz-muenchen.de
Sorana Scholtes
Projektmanagement
Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
sorana.scholtes (at) helmholtz-muenchen.de

