Helmholtz-Gemeinschaft

Die Helmholtz-Allianzen

Helmholtz-Allianzen bieten den beteiligten Wissenschaftler-innen und Wissenschaftlern eine attraktive Möglichkeit, neue Themen mit der erforderlichen kritischen Masse zu erforschen oder aktuelle Forschungsthemen in innovativer Weise weiterzuentwickeln. Ziel ist die strategische Weiterentwicklung der Profile der beteiligten Helmholtz-Zentren und im Erfolgsfall die Überführung in ein Programm der Helmholtz-Gemeinschaft oder die Themen der Allianzen anderweitig nach Auslaufen der Förderung weiterzubearbeiten.

Die Forschung in den Helmholtz-Allianzen erfolgt in Verbünden aus Hochschulen, Helmholtz-Zentren und anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Ebenfalls können ausländische Forschungspartner und Unternehmen einbezogen werden. Helmholtz-Allianzen verfügen über eine eigene Managementstruktur und entwickeln gezielte Konzepte zur Nachwuchsförderung und Umsetzung der Chancengleichheit. Das Gesamtvolumen einer Allianz beträgt etwa fünf Millionen Euro pro Jahr. Dieses Budget wird über einen Zeitraum von fünf Jahren gemeinsam durch den Impuls- und Vernetzungsfonds des Präsidenten und die beteiligten Helmholtz-Zentren mit ihren Partnern finanziert.

Das Verfahren

Die dritte Ausschreibungsrunde der Helmholtz-Allianzen wurde im April 2011 veröffentlicht. Die Bewerbungsfrist für die Einreichung von Antragsskizzen endete am 31. August 2011. Anträge auf Einrichtung einer Helmholtz-Allianz können nur im Zuge einer Ausschreibung der Geschäftsstelle der Helmholtz-Gemeinschaft von den Helmholtz-Zentren (Stand: 01.01.2012) eingereicht werden. Die Ausschreibung erfolgt themenoffen. Die Auswahl und Vergabe neuer Helmholtz-Allianzen erfolgt im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens aus Antragsskizze und Vollantrag mit externer Begutachtung und unter Beteiligung des Senats der Helmholtz-Gemeinschaft.

Die bewilligten Helmholtz-Allianzen:

Helmholtz-Allianz ICEMED
In der Helmholtz-Allianz „Visualisierung und Therapie Umweltbedingter Stoffwechselerkrankungen (ICEMED)“ werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus vier Helmholtz Zentren gemeinsam mit universitären Partnern, Biomedizinern und Experten der bildgebenden Techniken forschen und dabei auf hochauflösende MRI-Verfahren sowie ein weltweit einzigartiges MR-PET-Gerät mit 9,4 Tesla am Forschungszentrum Jülich zugreifen, die das Beobachten von Stoffwechselvorgängen im Gehirn ermöglichen.

Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz ICEMED

Helmholtz-Allianz ROBEX
Die Helmholtz-Allianz "Robotic Exploration of Extreme Environments (ROBEX)" bringt Erfahrungen aus Monderkundung und Tiefseeforschung zusammen. Ziel ist es, Technologien zu identifizieren, zu entwickeln und zu testen, die die Erforschung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen wie die Tiefsee, die Polargebiete aber auch auf anderen Planeten erlauben.

Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz ROBEX

Helmholtz-Allianz Remote Sensing and Earth System Dynamics
Ziel dieser Helmholtz-Allianz ist die Entwicklung innovativer Satellitenprodukte, wie sie von einer neuen Generation von Fernerkundungs-Satelliten geliefert werden können. Dabei gilt es, dynamische Prozesse in der Hydro-, Geo-, Kryo- und Biosphäre zu quantifizieren, um globale Umweltveränderungen zu beobachten und zu verstehen.

Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz "Remote Sensing and Earth System Dynamics"

Helmholtz-Allianz LIMTECH
Erst seit wenigen Jahren existieren zuverlässige Messverfahren zur detaillierten Vermessung der Strömungseigenschaften in Flüssigmetallen, die entscheidende Erkenntnisgewinne ermöglichen und den sicheren Betrieb von Flüssigmetallanlagen gewährleisten. Diese Entwicklungen sollen in der Helmholtz-Allianz "Liquid Metal Technologies (LIMTECH)" gezielt ausgebaut werden.

Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz LIMTECH


Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS
Die Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS trägt einem veränderten Energiesystem Rechnung, das vorwiegend auf regenerative Energiequellen und Energieeffizienz setzt. Die Forschung dieser Allianz soll handlungsorientiertes Wissen für eine effiziente und sozialverträgliche Ausgestaltung des künftigen Energiesystems bereitstellen.

Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS


Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik
Die Themen der Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik umfassen das "nicht-thermische Universum", das "Dunkle Universum" sowie die "Astroteilchentheorie". Die Allianz knüpft an das erfolgreiche Netzwerkkonzept der Helmholtz Allianz "Physik an der Teraskala" an und bindet alle bedeutenden, an deutschen Hochschulen verstreuten Astroteilchenphysik-Aktivitäten mit ein.

Mehr Informationen zur Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik


Helmholtz-Allianz DLR@Uni
Mit dem Kooperationsansatz der Helmholtz-Allianz DLR@Uni sollen die Forschungsaktivitäten zwischen den drei DLR-Instituten München, Braunschweig und Stuttgart und den regional ansässigen Hochschulen in zentralen Kompetenzfeldern strategisch ausgebaut und die Doktorandenausbildung in strukturierten Programmen intensiviert werden.

Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz DLR@Uni


Helmholtz-Allianz "Geistige Gesundheit im Alter"
Die Helmholtz-Allianz für Geistige Gesundheit im Alter – kurz HelMA genannt – befasst sich mit der Erforschung der altersbedingten neurodegenerativen Erkrankungen Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson und konzentriert sich dabei auf die Verknüpfung von klinischer Forschung mit der Grundlagenforschung.

Federführendes Zentrum: Helmholtz Zentrum München

Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz "Geistige Gesundheit im Alter"


Helmholtz-Allianz "Planetenentwicklung und Leben"
Auf die Fragen, ob Leben auf anderen Planeten möglich ist und welche Bedingungen dafür auf anderen Himmelskörpern und in entfernten Sonnensystemen gegeben sind, suchen die Wissenschaftler der Helmholtz-Allianz „Planetenentwicklung und Leben“ nach Antworten.

Federführendes Zentrum: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz "Planetenentwicklung und Leben"


Helmholtz-Allianz "Kosmische Materie im Labor"
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Helmholtz-Allianz "Kosmische Materie im Labor" erforschen am ExtreMe Matter Institut, kurz: EMMI, das Verhalten von Materie bei extrem hohen und niedrigen Temperaturen und bei sehr hoher Dichte.

Federführendes Zentrum: GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz "Kosmische Materie im Labor"


Helmholtz-Allianz zur Immuntherapie von Krebserkrankungen
Neue Behandlungsstrategien gegen Krebs auch in fortgeschrittene Krankheitsstadien wollen Wissenschaftler der Helmholtz-Allianz Immuntherapie von Krebserkrankungen entwickeln, wobei sie auf die Mechanismen einer gezielten Immunreaktion setzen.

Federführendes Zentrum: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz zur Immuntherapie von Krebserkankungen


Helmholtz-Allianz "Physik an der Teraskala"
Als ein Netzwerk von Teilchenphysikern deutscher Universitäten und Forschungszentren erforscht die Helmholtz-Allianz "Physik an der Teraskala" am Large Hadron Collider (LHC), dem weltweit leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger am Forschungszentrum CERN in Genf, die Grundlagen der Materie und deren Struktur.

Federführendes Zentrum: Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY)

Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz "Physik an der Teraskala"


Helmholtz-Allianz Systembiologie
Ziel der Helmholtz-Allianz Systembiologie ist es, zu einem besseren Verständnis  bei komplexen Krankheiten wie Krebs oder Erkrankungen des Nerven- und Herz-Kreislaufsystems beizutragen und neue Interventionsstrategien zu identifizieren.

Federführendes Zentrum: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz Systembiologie


Helmholtz-Allianz Mem-Brain
Die Helmholtz-Allianz Mem-Brain entwickelt neuartige Membran-Werkstoffe, mit deren Hilfe Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid bei fossilen Kraftwerken reduziert werden sollen.

Federführendes Zentrum: Forschungszentrum Jülich (FZJ)

Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz Mem-Brain

Kontakt

Schulze_6538

Andreas Schulze

Helmholtz-Allianzen,
Helmholtz Virtuelle Institute

Helmholtz-Gemeinschaft

Geschäftsstelle Berlin
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
10178 Berlin

Telefon: +49 30 206329-75
Fax: +49 30 206329-70
andreas.schulze (at) helmholtz.de


17.04.2014

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Andreas Schulze

Helmholtz-Allianzen,
Helmholtz Virtuelle Institute

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Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
10178 Berlin

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Fax: +49 30 206329-70
andreas.schulze (at) helmholtz.de