Die Helmholtz-Allianzen
Helmholtz-Allianzen bieten den beteiligten Wissenschaftler-innen und Wissenschaftlern eine attraktive Möglichkeit, neue Themen mit der erforderlichen kritischen Masse zu erforschen oder aktuelle Forschungsthemen in innovativer Weise weiterzuentwickeln. Ziel ist die strategische Weiterentwicklung der Profile der beteiligten Helmholtz-Zentren und im Erfolgsfall die Überführung in ein Forschungsprogramm der Helmholtz-Gemeinschaft oder die Themen der Allianzen anderweitig nach Auslaufen der Förderung weiterzubearbeiten.
Die Forschung in den Helmholtz-Allianzen erfolgt in Verbünden aus Hochschulen, Helmholtz-Zentren und anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Ebenfalls können ausländische Forschungspartner und Unternehmen einbezogen werden. Helmholtz-Allianzen verfügen über eine eigene Managementstruktur und entwickeln gezielte Konzepte zur Nachwuchsförderung und Umsetzung der Chancengleichheit. Das Gesamtvolumen einer Allianz beträgt etwa fünf Millionen Euro pro Jahr. Dieses Budget wird über einen Zeitraum von fünf Jahren gemeinsam durch den Impuls- und Vernetzungsfonds des Präsidenten und die beteiligten Helmholtz-Zentren mit ihren Partnern finanziert.
Das Verfahren
Die dritte Ausschreibungsrunde der Helmholtz-Allianzen wurde am 12. April 2011 veröffentlicht. Anträge auf Einrichtung einer Helmholtz-Allianz können nur im Zuge einer Ausschreibung der Geschäftsstelle der Helmholtz-Gemeinschaft von den Helmholtz-Zentren (Stand: 01.01.2012) eingereicht werden. Die Ausschreibung erfolgt themenoffen. Die Bewerbungsfrist für die Einreichung von Antragsskizzen endet am 31. August 2011. Die Vergabe erfolgt im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens aus Antragsskizze und Vollantrag mit externer Begutachtung und unter Beteiligung des Senats der Helmholtz-Gemeinschaft.
Aktuelle Presseinformationen
30.Mai 2012, Helmholtz-Geschäftsstelle
Energiewende braucht Forschung
Der rasche Umbau der Energieversorgung erfordert neue Lösungen für Netze und Zwischenspeicher sowie Effizienzsteigerungen in allen Technologien. Die Energieforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft adressiert diese Aufgaben und investiert zusätzlich 135 Mio. Euro, um Forschungslücken zu schließen, Kompetenzen auszubauen und zu bündeln und die Energiewende voranzutreiben.
14.Februar 2012, Helmholtz-Geschäftsstelle
Drei neue Helmholtz-Energie-Allianzen
Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert drei Helmholtz-Energie-Allianzen, um den drängenden Forschungsbedarf zum raschen Umbau der Energieversorgung gezielt zu decken. Themen sind die Entwicklung neuartiger Batteriesysteme, Energieeinsparpotenziale bei chemischen Verfahren und Solarzellen aus organisch-anorganischen Komponenten. Die drei Vorhaben werden durch den Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft mit insgesamt fünf Mio. Euro jährlich drei Jahre gefördert. Die Partner bringen zusätzlich eigene Mittel ein. Ab 2015 sollen die Themen in die Programmorientierte Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft übergeführt werden, so dass eine nachhaltige Fortsetzung der Forschung gesichert ist.
Die bewilligten Helmholtz-Allianzen:
Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS
Die Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS trägt einem veränderten Energiesystem Rechnung, das vorwiegend auf regenerative Energiequellen und Energieeffizienz setzt. Die Forschung dieser Allianz soll handlungsorientiertes Wissen für eine effiziente und sozialverträgliche Ausgestaltung des künftigen Energiesystems bereitstellen.
Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik
Die Themen der Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik umfassen das "nicht-thermische Universum", das "Dunkle Universum" sowie die "Astroteilchentheorie". Die Allianz knüpft an das erfolgreiche Netzwerkkonzept der Helmholtz Allianz "Physik an der Teraskala" an und bindet alle bedeutenden, an deutschen Hochschulen verstreuten Astroteilchenphysik-Aktivitäten mit ein.
Mehr Informationen zur Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik
Helmholtz-Allianz DLR@Uni
Mit dem Kooperationsansatz der Helmholtz-Allianz DLR@Uni sollen die Forschungsaktivitäten zwischen den drei DLR-Instituten München, Braunschweig und Stuttgart und den regional ansässigen Hochschulen in zentralen Kompetenzfeldern strategisch ausgebaut und die Doktorandenausbildung in strukturierten Programmen intensiviert werden.
Helmholtz-Allianz "Geistige Gesundheit im Alter"
Die Helmholtz-Allianz für Geistige Gesundheit im Alter – kurz HelMA genannt – befasst sich mit der Erforschung der altersbedingten neurodegenerativen Erkrankungen Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson und konzentriert sich dabei auf die Verknüpfung von klinischer Forschung mit der Grundlagenforschung.
Federführendes Zentrum: Helmholtz Zentrum München (HMGU)
Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz "Geistige Gesundheit im Alter"
Helmholtz-Allianz "Planetenentwicklung und Leben"
Auf die Fragen, ob Leben auf anderen Planeten möglich ist und welche Bedingungen dafür auf anderen Himmelskörpern und in entfernten Sonnensystemen gegeben sind, suchen die Wissenschaftler der Helmholtz-Allianz „Planetenentwicklung und Leben“ nach Antworten.
Federführendes Zentrum: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz "Planetenentwicklung und Leben"
Helmholtz-Allianz "Kosmische Materie im Labor"
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Helmholtz-Allianz "Kosmische Materie im Labor" erforschen am ExtreMe Matter Institut, kurz: EMMI, das Verhalten von Materie bei extrem hohen und niedrigen Temperaturen und bei sehr hoher Dichte.
Federführendes Zentrum: GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz "Kosmische Materie im Labor"
Helmholtz-Allianz zur Immuntherapie von Krebserkrankungen
Neue Behandlungsstrategien gegen Krebs auch in fortgeschrittene Krankheitsstadien wollen Wissenschaftler der Helmholtz-Allianz Immuntherapie von Krebserkrankungen entwickeln, wobei sie auf die Mechanismen einer gezielten Immunreaktion setzen.
Federführendes Zentrum: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz zur Immuntherapie von Krebserkankungen
Helmholtz-Allianz "Physik an der Teraskala"
Als ein Netzwerk von Teilchenphysikern deutscher Universitäten und Forschungszentren erforscht die Helmholtz-Allianz "Physik an der Teraskala" am Large Hadron Collider (LHC), dem weltweit leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger am Forschungszentrum CERN in Genf, die Grundlagen der Materie und deren Struktur.
Federführendes Zentrum: Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY)
Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz "Physik an der Teraskala"
Helmholtz-Allianz Systembiologie
Ziel der Helmholtz-Allianz Systembiologie ist es, zu einem besseren Verständnis bei komplexen Krankheiten wie Krebs oder Erkrankungen des Nerven- und Herz-Kreislaufsystems beizutragen und neue Interventionsstrategien zu identifizieren.
Federführendes Zentrum: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Helmholtz-Allianz Mem-Brain
Die Helmholtz-Allianz Mem-Brain entwickelt neuartige Membran-Werkstoffe, mit deren Hilfe Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid bei fossilen Kraftwerken reduziert werden sollen.
Federführendes Zentrum: Forschungszentrum Jülich (FZJ)
Kontakt

Andreas Schulze
Helmholtz-Allianzen,
Helmholtz Virtuelle Institute
Helmholtz-Gemeinschaft
Geschäftsstelle Berlin
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
10178 Berlin
+49 30 206329-75
+49 30 206329-70
andreas.schulze (at) helmholtz.de












