Leistungsbilanz





Den 171 Helmholtz-Zentren standen im Jahr 2011 durch Bund und Länder Zuwendungen in Höhe von 2,203 Mrd. Euro zur Verfügung. Für das Jahr 2012 sind dies 2,380 Mrd. Euro, was einem Aufwuchs von 8 Prozent gegenüber dem Haushaltsjahr 2011 entspricht. Zusätzlich zu den institutionell gefördertenKosten warben die Forschungszentren 2011 Drittmittel in Höhe von 1,227 Mrd. Euro ein. Bei den Drittmitteln aus Kooperationen mit der Wirtschaft ist die Drittmitteleinwerbung in den anwendungsorientierten Forschungsgebieten besonders erfolgreich. Dies ist als klares Zeichen hinsichtlich der Attraktivität der Helmholtz-Forschung für Partner aus der Wirtschaft anzusehen. In der grundlagenorientierten Forschung werden erfolgreich steigende Fördermittel aus Förderprogrammen, beispielsweise der Europäischen Union, der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder der Bundes- und Landesministerien, wettbewerblich eingeworben. Mit Spitzenforschung einen Beitrag zur Lösung der großen Herausforderungen und drängenden Fragen unserer Zeit zu leisten, ist der Auftrag der Helmholtz-Gemeinschaft. Damit er optimal erfüllt werden kann, stellt sich die Gemeinschaft dem wissenschaftlichen Wettbewerb. Organisationsintern findet dieser im Rahmen der Programmorientierten Förderung, der Finanzierung von strategischen Ausbauinvestitionen sowie der durch den Impuls- und Vernetzungsfonds geförderten Instrumente statt. Die im Rahmen der Programmorientierten Förderung erfassten wissenschaftsadäquaten Erfolgsindikatoren bilden ausgewählte Aspekte der Forschung stellvertretend für die Leistungen der Helmholtz-Gemeinschaft ab.
Wissenschaftliche Leistung
Publikationen
- Im Jahr 2011 erschienen 10.491 Publikationen in ISI-zitierten Fachjournalen und weitere 2.564 andere, referierte Publikationen.
- Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der ISI-zitierten Publikationen um 13 Prozent gestiegen, in den vergangenen fünf Jahren stieg sie in Summe um 36 Prozent.
Kooperationen
- Im Jahr 2011 forschten die Helmholtz-Zentren in 5.490 wissenschaftlichen Kooperationen und 3.081 Kooperationen mit der Wirtschaft. Auf die Darstellung des Verlaufs aus den vergangenen Jahren wird an dieser Stelle aufgrund des neu hinzugekommenen Helmholtz-Zentrums HZDR sowie einer geänderten Zählsystematik verzichtet, da die einzelnen Jahreswerte nicht direkt vergleichbar sind.
- Es gab 240 Beteiligungen an koordinierten Förderprogrammen der DFG im Jahr 2011. Im Jahr 2010 handelte es sich um Beteiligungen an 248 DFG-Programmen.
- Zum 31.12.2011 waren insgesamt 374 Helmholtz-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler auf eine W2- beziehungsweise W3-Professur an Hochschulen gemeinsam berufen. Im Vergleich zum Vorjahr ist eine Steigerung von 17 Prozent zu verzeichnen.
Drittmittel
- Zuflüsse der EU betrugen im Jahr 2011 knapp 134 Mio. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist damit führend unter den Wissenschaftsorganisationen.
- Im Jahr 2011 wurden Drittmittel in Höhe von 1.227 Mio.2 Euro eingeworben, was einer Steigerung von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2010 entspricht. 2010 waren es 1.031 Mio. Euro.
- In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Drittmitteleinwerbung mehr als verdoppelt, dies sind durchschnittlich 12 Prozent pro Jahr.
Technologietransfer
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- Im Berichtsjahr wurden 347 Patente erteilt. In den Jahren davor waren es durchschnittlich 385 neue Patente pro Jahr. Von 2008 auf 2009 gab es einen leichten Rückgang der Patentanmeldungen, der sich infolge der Bearbeitungszeiten in den Patentämtern in den Werten für 2011 niederschlägt. 2010 stieg die Zahl der Patentanmeldungen bereits wieder stark an.
- Innerhalb der letzten fünf Jahre wurden 55 Unternehmen aus der Helmholtz-Gemeinschaft ausgegründet, davon 14 in 2011. Damit kann sich die Helmholtz-Gemeinschaft im Wettbewerb gut behaupten.
Personal
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Wissenschaftliches Personal
Das Gesamtpersonal der Helmholtz-Gemeinschaft umfasste im Jahr 2011 32.855 Mitarbeiter (Vorjahr: 30.995), davon waren 11.121 Wissenschaftler (Vorjahr: 10.458), 6.062 betreute Doktoranden (Vorjahr: 5.320) und 1.617 Auszubildende (Vorjahr: 1.627). Im wissenschaftlich-technischen und administrativen Bereich arbeiteten 14.055 (Vorjahr: 13.590) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Gleichstellung
Mit 24 Prozent bleibt der Anteil der Frauen an den Wissenschaftlern im Vergleich zum Vorjahr (24 Prozent) konstant. Bei den Nachwuchswissenschaftlern sinkt der Anteil von 38 Prozent im Vorjahr auf 37 Prozent in 2011. Im Wissenschaftsmanagement auf Ebene der Instituts- und Abteilungsleitungen steigt der Frauenanteil kontinuierlich. Insgesamt beträgt der Anteil von Frauen in bestehenden wissenschaftlichen, technischen und administrativen Führungspositionen 20 Prozent, im Vorjahr waren es 19 Prozent.
Wissenschaftlicher Nachwuchs
- Im Jahr 2011 wurden Dissertationen von 6.062 Doktoranden an den Helmholtz-Zentren in wissenschaftlicher Betreuung durch Helmholtz-Forscher verfasst. Im Vergleich zu 5.320 Doktoranden im Jahr 2010 waren das somit 14 Prozent mehr. In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl um 47 Prozent gestiegen. Das stellt ein durchschnittliches Wachstum von 10 Prozent pro Jahr dar.
Normiert auf die grundfinanzierten Wissenschaftler kommt auf einen Wissenschaftler ein Doktorand. Hier ist der Anteil in den letzten fünf Jahren um 19 Prozent gestiegen.
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- 1.829 Post-Doktoranden arbeiteten im Jahr 2011 in der Helmholtz-Gemeinschaft. Im Fünfjahreszeitraum stieg diese Zahl um 25 Prozent (durchschnittlich 6 Prozent pro Jahr).
- Im Jahr 2011 erhielten 18 Helmholtz-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler eine Juniorprofessur.
- Helmholtz-Zentren sind an 75 Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft beteiligt. Dies bedeutet eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 53 Prozent.
- An 56 Marie-Curie-Fördermaßnahmen im Nachwuchsförderprogramm der Europäischen Union sind Helmholtz-Zentren beteiligt. In den vergangenen fünf Jahren sind diese Fördermaßnahmen im Durchschnitt pro Jahr um 10 Prozent gestiegen.
- Die Zahl der Helmholtz-Nachwuchsgruppen inklusive der von den Zentren selbst eingerichteten Nachwuchsgruppen stieg innerhalb von fünf Jahren von 133 auf 166.
- Im Jahr 2011 erlernten 1.617 Auszubildende ihren Beruf in der Helmholtz-Gemeinschaft. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 6,0 Prozent bezogen auf das Gesamtpersonal ohne Doktoranden.
- Die Helmholtz-Gemeinschaft sorgt mit inzwischen 25 Schülerlaboren und der Initiative „Haus der kleinen Forscher“ mit einem Netzwerk von fast 22.000 in der Fläche erreichten Kitas für die langfristige Nachwuchsförderung.
Internationaler Austausch in der Helmholtz-Gemeinschaft
Anhaltend ist die internationale wissenschaftliche Attraktivität der Forschungszentren für ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Dies zeigt sich in der hohen Zahl der Gäste, die im Jahr 2010 zum wissenschaftlichen Austausch und zur Arbeit an den Forschungsinfrastrukturen in die Zentren kamen. Etwa 6.300 Wissenschaftler aus aller Welt nutzten die Forschungsmöglichkeiten in den Helmholtz-Zentren. Das ist nochmals eine Steigerung um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
1) 2011 hatte die Helmholtz-Gemeinschaft 17, seit 2012 18 Mitgliedszentren: 2011 neu hinzugekommen ist das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR); zum 01.01.2012 wurde das GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel Mitglied in der Helmholtz- Gemeinschaft. Die Kosten des GEOMAR werden daher in der Leistungsbilanz der Gemeinschaft im Geschäftsbericht 2013 aufgeführt.
2) Ab 2011 werden die Projektträgerschaften vollständig mitberücksichtigt (ca. 121 Mio. Euro). Die Helmholtz-Institute und der Helmholtz-Anteil an den Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung tragen knapp 0,9 Mio. Euro zu den Drittmitteln bei.
