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Forschungsbereich Struktur der Materie

ALICE-Diffraktometer
Florin Radu inspiziert eine BaTiO3-Probe im ALICE-Diffraktometer. Foto: HZBmehr lesen
Experimentaufbau
Im Experiment überwachen und optimieren die DESY-Wissenschaftler den Produktionsprozess organischer Solarzellen. Foto: Heiner Müller-Elsner/DESYmehr lesen
Katalysator-Nanopartikel
Darstellung der Katalysator-Nanopartikel: Die Partikel (farbig) haften an einem Trägermaterial (grau). Sie werden mit der Elektronentomographie erfasst. Für die Darstellung werden die Daten mit neuen Verarbeitungsalgorithmen bearbeitet. Bild: HZBmehr lesen
PET-Scanner
Versuchsaufbau für die Entwicklung des PET-Scanners. Foto: DESYmehr lesen
Green Cube, Volker Lindenstruth
Volker Lindenstruth hat das Konzept für den platz- und energiesparenden Großrechner mit entwickelt. Foto: G. Otto/GSImehr lesen
6-Megavolt-Ionenbeschleuniger
Zur Herstellung der Quantenpunkte aus Indiumarsenid verwenden die Wissenschaftler die Ionenbeschleuniger des HZDR. Das Bild zeigt den 6-Megavolt-Ionenbeschleuniger, der von der EU im EFRE-Programm gefördert wurde. Foto: Oliver Killig/HZDRmehr lesen

Die Aufgabe

Forschungsgegenstand sind die Bestandteile der Materie und die zwischen ihnen wirkenden Kräfte, von Elementarteilchen über komplexe Funktionsmaterialien bis zu den gigantischen Objekten und Strukturen im Universum. Eine wichtige Aufgabe ist dabei die Entwicklung, der Aufbau und der Betrieb von Großgeräten und Forschungsinfrastrukturen. Ob Teilchenbeschleuniger für Synchrotron-, Neutronen- oder Ionen-Quellen, Detektor- oder Datennahmesysteme – die Helmholtz-Gemeinschaft stellt in diesem Forschungsbereich große, teilweise einzigartige Infrastrukturen zur Verfügung, die von Forschern aus dem In- und Ausland genutzt werden. Mit dem Röntgenlaser European XFEL, der am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY in europäischer Zusammenarbeit gebaut wird, und der „Facility for Antiproton and Ion Research FAIR“, die an der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt mit internationaler Beteiligung errichtet wird, entstehen in Deutschland zwei weltweit einmalige Forschungsinfrastrukturen. In den Helmholtz-Allianzen „Physik an der Teraskala“, „Extreme Dichten und Temperaturen – Kosmische Materie im Labor“ und „Astroteilchenphysik“ kommen die Kompetenzen aus Helmholtz-Zentren, Universitäten und Max-Planck-Instituten zusammen. Die Vernetzung mit Universitäten und Forschungszentren aus dem In- und Ausland wird über Forschungsplattformen wie CFEL, HIC for FAIR, KNMF, NanoLab, EMSC und CSSB weiter verstärkt.

Die Programmstruktur in der Förderperiode 2010 - 2014

Im Forschungsbereich Struktur der Materie wirken sieben Helmholtz-Zentren zusammen: das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY, das Forschungszentrum Jülich, die GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB), das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), das Helmholtz-Zentrum Geesthacht für Material- und Küstenforschung (HZG) sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten in vier Programmen:

  • Elementarteilchenphysik
  • Astroteilchenphysik
  • Physik der Hadronen und Kerne
  • Großgeräte zur Forschung mit Photonen,
  • Neutronen und Ionen

Ausblick

Der Forschungsbereich bereitet gegenwärtig eine Neustrukturierung vor, die ab 2015 implementiert werden soll. Künftig wird es nur drei Programme geben: Im Programm „Materie und Universum“ werden alle grundlagen-orientierten Disziplinen – Teilchen- und Astroteilchenphysik, Physik der Hadronen und Kerne sowie Atom- und Plasmaphysik – zusammengeführt. Im zweiten Programm „Von Materie zu Materialien und Leben“ arbeiten die Betreiber von modernen Strahlungsquellen mit einer Nutzerschaft aus Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie der Medizin zusammen, um neue Materialien und Wirkstoffe zu entwickeln sowie Phänomene in kondensierter Materie, elektromagnetischen Plasmen und in biologischen Systemen zu untersuchen. Das dritte Programm „Materie und Technologien“ wird sich mit neuen technologischen Konzepten u. a. auf den Gebieten Teilchenbeschleunigung, Detektorsysteme und der Weiterentwicklung von High Performance Computing- und Datenspeicherung beschäftigen. Mit der Neuordnung sollen Synergieeffekte verstärkt und Befähigungstechnologien für die Welt von morgen entwickelt werden.

 

Foto Prof. Dr. Horst Stöcker

Vizepräsident der Helmholtz-Gemeinschaft

Prof. Dr. Horst Stöcker
Koordinator für den Forschungsbereich Struktur der Materie, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Foto Prof. Dr. Vera Lüth

Senatorin der Helmholtz-Gemeinschaft

Prof. Dr. Vera Lüth
SLAC National Accelerator Laboratory, Stanford, USA
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