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Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Solarthermie weiter verbessern

Seit rund 30 Jahren treibt das DLR die Entwicklung von solarthermischen Kraftwerken voran und testet sie in Demonstrationskraftwerken in Spanien auf Praxistauglichkeit. 2011 hat das DLR nun in Deutschland das Institut für Solarforschung gegründet und das Solarturmkraftwerk in Jülich übernommen, das von einem Konsortium aus Industrie, Forschung und den Stadtwerken Jülich entwickelt und gebaut wurde.

Solarturm Jülich
Mit dem Solarturm in Jülich können die DLR-Experten Innovationen bei der Stromerzeugung aus Sonnenhitze schneller und in einem anwendungsnahen Maßstab entwickeln und testen. Foto: DLR

Das DLR hat es als „Solarthermisches Versuchs- und Demonstrationskraftwerk Jülich“ von Anfang an wissenschaftlich begleitet und wird es weiter als Forschungsanlage nutzen. Dabei lenken 2153 bewegliche Spiegel (Heliostate) die Sonnenstrahlen auf die Spitze des 60 Meter hohen Solarturms. Dort werden sie vom Solar-Receiver aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Der Receiver besteht aus porösen keramischen Elementen, die von Luft durchströmt werden. Die Luft erhitzt sich dabei auf bis zu 700 Grad Celsius und erzeugt Wasserdampf, der die stromerzeugende Turbine antreibt. In dem Solarversuchskraftwerk können nun neue Komponenten und Verfahren getestet werden, die Solarkraftwerke effizienter und kostengünstiger machen. Das Turmkraftwerk in Jülich dient als Pilotanlage für künftige kommerzielle Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika.

DLR/Red.