Max-Planck-Institut für Plasmaphysik
Der Deckel ist geschlossen
Wendelstein 7-X wird die weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator sein und soll die Kraftwerkseignung dieses Bautyps untersuchen. Um aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie zu gewinnen, muss in einem späteren Kraftwerk ein Wasserstoffplasma in Magnetfeldern eingeschlossen und auf Temperaturen über hundert Millionen Grad aufgeheizt werden. Wendelstein 7-X besteht aus fünf nahezu baugleichen Modulen: jeweils ein Teil des Plasmagefäßes, die thermische Isolation, 14 supraleitende Magnetspulen sowie ein Teil des stützenden Tragrings – pro Modul ein Gewicht von rund 120 Tonnen. Eingehüllt in eine stählerne Außenhülle stehen jetzt alle Module auf dem Maschinenfundament. Zuletzt wurde ein rund 14 Tonnen schwerer Deckel aufgesetzt. „Schade nur“, meint der Assoziierte Projekt-Direktor Dr. Hans-Stephan Bosch, „dass jetzt vom Innenleben der Maschine, insbesondere von dem Markenzeichen des Wendelstein 7-X, den Spulen, nichts mehr zu sehen ist.“ In zwei Jahren soll Wendelstein 7-X den Betrieb aufnehmen.
IPP/Red.
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Der Aufbau des Rings zwischen 2009 und 2011 im Zeitraffer:
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Podcast-Beiträge zur Kernfusion und Wendelstein 7-X

