Wissenschaftspreis des Stifterverbandes - Erwin-Schrödinger-Preis 2011


Operationen und endoskopische Eingriffe werden bis heute größtenteils vom menschlichen Auge geleitet. Die Sicht in den Körper ist dabei sehr begrenzt, denn selbst mit modernen Techniken kann der Chirurg nur in obere Gewebeschichten schauen. Sehr kleine, verborgene Tumore bleiben praktisch unsichtbar. Dies begrenzte bislang die Eingriffsmöglichkeiten und führte auch zu einer gewissen Fehlerquote, wie Studien zeigen.
Winzige Tumore werden sichtbar
Die von den Forschern entwickelte Technik basiert auf einer Echtzeitkamera, die Fluoreszenz im Gewebe erfassen kann. Dadurch lassen sich winzige Tumore im Innern der Körpers aufspüren, ohne dabei umliegendes Gewebe zu verletzen. Die grundsätzlichen neuen Erkenntnisse der gemeinsamen Forschungsarbeit liegen dabei in der klinischen Anwendung. Die Diagnostik kleiner Tumorherde während eines chirurgischen Eingriffs war bislang ohne diese Technik sehr schwer bis gar nicht möglich. Nun können die Chirurgen schon während der Operation die Ergebnisse auswerten.
Wissenschaftspreis des Stifterverbandes – Erwin Schrödinger-Preis
Seit über zehn Jahren zeichnen die Helmholtz-Gemeinschaft und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit diesem nach dem Physiker Erwin Schrödinger benannten Preis herausragende wissenschaftliche oder technisch innovative Leistungen aus, die in Grenzgebieten zwischen verschiedenen Fächern der Medizin, Natur- und Ingenieurwissenschaften erzielt worden sind. Im Jahreswechsel wird der Preis von der Helmholtz-Gemeinschaft und dem Stifterverband finanziert.
Videos
Film zum Erwin Schrödinger-Preis 2011
