aus der Forschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht Zentrum für Material- und Küstenforschung
Klimawissen für Entscheidungsträger

„Die Gesellschaft muss lernen, mit den Klimaveränderungen umzugehen“, betont Professor Dr. Guy Brasseur, Direktor des CSC. „Ein Weg, um Klimaveränderungen entgegenzuwirken, ist zum Beispiel die Verringerung des CO2- Ausstoßes. Das funktioniert in Deutschland schon ganz gut. Der andere Weg, nämlich die möglichen Konsequenzen aus den Klimaveränderungen schon jetzt bei langfristigen Planungen zu berücksichtigen, fällt vielen Entscheidern noch schwer. Hier ist es unsere Aufgabe, das Bewusstsein zu schärfen und auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu informieren und zu beraten.“
Das CSC ist Ansprechpartner für Bundesministerien, -verbände, -länder, Kommunen, Akteure aus Wirtschaft und Industrie, die Europäische Kommission sowie internationale Organisationen.
Wissensbedarf ermitteln und Antworten finden
Um den Beratungsbedarf zu ermitteln, führen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des CSC leitfadengestützte Interviews mit Pilotkunden, aber auch breit angelegte Befragungen sowie Workshops durch. Auf Basis dieser Ergebnisse entwickeln sie bedarfsgerechte Produkte und Dienstleistungen.
Das CSC setzt sich dabei mit einem breiten Spektrum von Fragen auseinander, die vom Umgang mit modellgestützten Aussagen und den damit verbundenen Unsicherheiten bis hin zum Einfluss des Klimawandels auf die weltpolitische Sicherheit reichen. Dafür wird der aktuelle Wissensstand recherchiert und zusammengefasst.
Klimanavigator
Zusammen mit Partnerorganisationen aus der deutschen Forschungslandschaft hat das CSC ein Webportal mit dem Titel „Klimanavigator“ entwickelt. Ziel ist es, das Klimawissen zu bündeln, die jeweilige Expertise der Einrichtungen darzustellen und den Weg zu Ansprechpartnern zu weisen.
Studie „Starkregenrisiko 2050“
Ein wichtiges Projekt des CSC beschäftigt sich mit der Abschätzung von möglichen volkswirtschaftlichen Schäden in Deutschland durch extreme Wetterereignisse. So könnte Starkregen in Zukunft als Folge des Klimawandels vermehrt auftreten und lokale Überschwemmungen und Rückstau aus Entwässerungskanälen verursachen. Schon im Sommer 2008 verursachte Starkregen hohe Schäden bei den Versicherern. Ziel der laufenden CSC-Studie „Starkregenrisiko 2050“ ist es, zunächst den Zusammenhang zwischen Starkregen und Versicherungsschäden zu bestimmen und die Entwicklung dieser Risiken vor dem Hintergrund des Klimawandels abzuschätzen. Ein öffentlich zugängliches Produkt dieser Studie werden Starkregenänderungskarten für alle Landkreise in Deutschland sein.
Das Climate Service Center wurde am 01.01.2009 als Element der “Hightech-Strategie zum Klimaschutz” von der Bundesregierung ins Leben gerufen und ist Teil des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Das CSC hat seinen Sitz in Hamburg.
Susanne Stöckemann
