aus der Forschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt
Solar-Atlas für den Mittelmeerraum

Für die Investition in Solarkraftwerke soll der Solar-Atlas ab 2012 eine wichtige Entscheidungsgrundlage liefern. "Der Solar-Atlas kann Investoren helfen, den optimalen Ort für den Bau von Solarenergieanlagen zu finden und damit das Investitionsrisiko deutlich vermindern", erklärt Projektleiter Carsten Hoyer-Klick vom DLR-Institut für Technische Thermodynamik.
Solares Turmkraftwerk in Almería, Spanien
Bisher existiert für die Region keine Datensammlung der solaren Ressourcen, die sowohl eine hohe räumliche Auflösung bietet als auch eine lange Zeitspanne umfasst. Um Initiativen wie DESERTEC oder den Solarplan für das Mittelmeer voranzutreiben, ist eine solide Datenbasis jedoch unverzichtbar.
Meteosat liefert Solarstrahlungsdaten
Der Solar-Atlas wird nun auf Basis von hoch aufgelösten, bis auf einen Kilometer Entfernung genauen, Satelliten- und Erdbeobachtungsdaten der Solarstrahlungsressourcen im Mittelmeerraum erarbeitet und mit bestehenden Bodenmessungen der Region kombiniert. Zum Einsatz kommen unter anderem die Rohdaten der europäischen geostationären Wettersatelliten Meteosat, die das DLR mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums in einem Langzeitarchiv dokumentiert hat. Sie werden über einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren ausgewertet.
Einfacher Zugriff über interaktives Webportal
Die Fertigstellung der Datenbank ist für das Jahr 2012 geplant. Dann soll ein einfacher Zugriff auf die Daten über ein interaktives Webportal möglich sein und den Investoren in der Zielregion eine wichtige Hilfestellung leisten.
Sieben internationale Projektpartner
Im Rahmen des Projektes kümmern sich das DLR und die französische Forschungseinrichtung Armines vor allem um die Bereitstellung der Daten, das EU Joint Research Center (JRC) und die slowakische Firma GeoModel um die Benutzer-Schnittstelle und Transvalor, Frankreich, um die dahinter liegende Infrastruktur. Das Observatoire Méditerranéen de l’Energie (OME), das United Nations Environment Programme (UNEP) und das Regional Centre for Renewable Energy and Energy Efficiency (RCREEE) vernetzen das Projekt in der Mittelmeerregion. Das Projekt ist Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI). Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit fördert die Initiative aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages.
DLR/red.
