Teilchen-Expertise für die Medizin
Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY
Versuchsaufbau für die Entwicklung des PET-Scanners. Foto: DESYmehr lesen
Eigentlich entwickelt die Physikerin Dr. Erika Garutti hochempfindliche Spezialsensoren für künftige Teilchendetektoren. Dabei fiel ihr auf, dass die Technik ebenso gut für die PET-Diagnostik taugen müsste. Aus der Idee wurde ein europäisches Forschungsprojekt, an dem neben DESY und CERN auch drei Kliniken beteiligt sind.
Eigentlich entwickelt die Physikerin Dr. Erika Garutti hochempfindliche Spezialsensoren für künftige Teilchendetektoren. Dabei fiel ihr auf, dass die Technik ebenso gut für die PET-Diagnostik taugen müsste. Aus der Idee wurde ein europäisches Forschungsprojekt, an dem neben DESY und CERN auch drei Kliniken beteiligt sind. PET-Scanner dienen unter anderem zur Früherkennung von Tumoren. Der Arzt verabreicht dem Patienten eine Zuckerverbindung, markiert mit einem schwach radioaktiven Stoff. Der Zucker wird bevorzugt von Krebszellen aufgenommen. Wenn der radioaktive Stoff zerfällt, werden Lichtblitze abgestrahlt, die von Sensoren aufgefangen und im Computer zu einem Bild verrechnet werden. „Mit unseren neuen Sensoren könnte man künftig deutlich schärfere PET-Bilder aufnehmen“, erläutert Garutti. „Oder man könnte die Strahlenbelastung für die Patienten spürbar verringern.“ Dass die Sensoren grundsätzlich funktionieren, haben die Wissenschaftler bereits mit einem Prototypen bewiesen. Jetzt arbeiten sie an einem Miniatur-Detektor, der in die Spitze einer Magensonde eingesetzt werden soll, um Tumore der Bauchspeicheldrüse möglichst früh zu erkennen. Erste klinische Tests sind für 2014 geplant.
DESY/Red.
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