Das Programm Astroteilchenphysik

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Die Astroteilchenphysik verbindet die Untersuchung der kleinsten Bausteine mit der Erforschung der größten Strukturen des Universums. Astroteilchenphysiker untersuchen die Quellen kosmischer Strahlung und die Mechanismen kosmischer Beschleuniger. Gleichzeitig erforschen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses Programms die so genannte Dunkle Materie, die bislang nur durch ihre Gravitationswirkung zutage tritt. Die Astroteilchenphysik hat in Deutschland ein eigenes Profil entwickelt und nimmt inzwischen in mehreren Bereichen eine international hervorragende Position ein.
In diesem Programm werden schwerpunktmäßig die Beteiligung am Pierre Auger Observatorium und an der IceCube Kollaboration fortgeführt. Die Pierre Auger Kollaboration plant, die Messungen auf den gesamten Himmel auszudehnen. In Karlsruhe finden dazu begleitende Forschungen bezüglich der Radiodetektion von Luftschauern statt. Das Neutrinoteleskop IceCube wird vervollständigt und garantiert eine Fülle von Ergebnissen in der nächsten Programmperiode.
In diesem Zusammenhang plant DESY die Mitarbeit an vorbereitenden Arbeiten zum Cerenkov Telescope Array. Die Suche nach Dunkler Materie gewinnt durch neue astronomische Untersuchungen weiter an Bedeutung und soll durch eine führende Rolle des KIT im europäischen Vorhaben EURECA ausgebaut werden. Übergreifend dazu wird die so genannte Multimessenger Analyse vorangetrieben, bei der die Informationen aus mehreren Himmelsquellen kombiniert werden sollen. Das KATRIN-Experiment wird seine Messungen in dieser Programmperiode durchführen und weltweit die empfindlichste Messung der Neutrinomasse ermöglichen.

