Helmholtz-Gemeinschaft

Einblicke in den Forschungsbereich Struktur der Materie

Unter dem Motto "Wir forschen für den Menschen" stellen wir Ihnen aktuelle Projekte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Helmholtz-Zentren vor.

Struktur der Materie

Kosmische Ursuppe in Genf

Foto TPC ALICESeit Frühjahr 2010 läuft er im Messbetrieb – der Large Hadron Collider (LHC) am Europäischen Teilchenforschungszentrum CERN in Genf. Meist beschleunigt er Wasserstoffkerne bis fast auf Lichtgeschwindigkeit, um sie frontal aufeinander zu schießen. Riesige Detektoren analysieren die Kollisionen und fahnden nach neuen, bislang unentdeckten Elementarteilchen, etwa dem Higgs-Partikel. GSI-Physikerinnen und -Physiker sind maßgeblich am ALICE-Experiment beteiligt.

Kosmische Ursuppe in Genf

Struktur der Materie

Goldener Schnitt auch in der Nanowelt

Grafik MagnetfeldHZB-Forscher um Professor Dr. Alan Tennant haben in 2010 mit britischen Kollegen erstmals in einem magnetischen Kristall verborgene Symmetrieeigenschaften entdeckt, die dem „Goldenen Schnitt“ entsprechen. Dieses Verhältnis zweier Längen von 1 zu 1,618 gilt seit der Antike als ästhetisches Ideal und kommt auch in der belebten Natur häufig vor.

Goldener Schnitt auch in der Nanowelt

Struktur der Materie

DESY-Beschleuniger PETRA III erzeugt Röntgenlicht, um Biomoleküle und Keime zu durchleuchten

Foto Arbeitsplatz PETRA IIIPhysikalische Methoden zählen heute zu den Standardwerkzeugen von Biologen und Medizinern – insbesondere, wenn die Experten grundlegende Prozesse in Zellen oder Proteinen analysieren wollen. Eines der wichtigsten Verfahren ist die Strukturanalyse mit Röntgenstrahlung. Hierbei werden Proteine mit starkem Röntgenlicht bestrahlt, um deren Aufbau und Funktionsweise zu entschlüsseln. Unter anderem lassen sich dadurch jene molekularen Mechanismen enträtseln, die hinter der Entstehung von Krankheiten stecken – etwa der Tuberkulose, nach wie vor einer der weltweit gefährlichsten Infektionserkrankungen.

Röntgenlupe für den Tuberkulose-Erreger

Struktur der Materie

Neutrino-Detektor im antarktischen Eis

Foto IceCubeTief unter der US-amerikanischen Amundsen-Scott-Station am geographischen Südpol hat ein internationales Team fast einen Kubikkilometer Eis mit hochempfindlichen Lichtsensoren bestückt. Die 5160 Digitalen Optischen Module oder DOMs sollen das schwache bläuliche Leuchten messen, das bei Reaktionen mit hochenergetischen Neutrinos entsteht. Jeweils 60 DOMs sitzen an einem Strang, der bis zu 2500 Meter tief ins Eis eingelassen ist. IceCube ist damit der größte Teilchendetektor der Erde.

Icecube am Südpol

Struktur der Materie

3D-„Filme“ aus dem Innenleben einer komplexen Strömung

3D-Bilder StrömungIn der Medizin oder für zerstörungsfreie Prüfverfahren wird die Röntgen-Computertomographie schon seit Jahrzehnten genutzt. Dabei werden die Schnittbilder aus verschiedenen Blickwinkeln aufgenommen und durch ein Computerprogramm zu einem dreidimensionalen Bild verrechnet. Weil die Röntgenquelle jedoch mechanisch um das Objekt herumgeführt werden muss, ist das Verfahren zu langsam, um schnelle, dynamische Prozesse abzubilden. Dr. Martina Bieberle und ihre Kollegen vom Institut für Experimentelle Thermofluiddynamik des HZDR haben nun ein ultraschnelles 3D-Röntgen-CT entwickelt, das bis zu 500 Aufnahmen pro Sekunde schafft. Dies erlaubt neue Einblicke in das Innere komplexer Strömungen.

Dreidimensionale Strömungsbilder

Struktur der Materie

Ionenstrahlen gegen Krebs

Foto IonenstrahltherapieGrundlagenforschung hat schon häufig zu überraschenden Anwendungen geführt. Die Ionenstrahltherapie gegen bestimmte Tumorarten ist ein herausragendes Beispiel dafür. Ursprünglich an der GSI entwickelt, kann diese Therapieform inzwischen am Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum mehreren hundert Tumor-Patienten jährlich helfen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am HZDR arbeiten bereits daran, die Ionen für eine solche Therapie auch mit Hochleistungslasern zu beschleunigen.

Ionenstrahlen gegen Krebs

Einblicke in die Forschung: Struktur der Materie

Hier finden Sie ein Archiv der Einblicke der zurückliegenden Jahre.

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11.02.2012

Kontakt

Dr. Ricarda Opitz

Forschungsbereichsbeauftragte Struktur der Materie

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Telefon: +49 30 206329-68
ricarda.opitz(at)helmholtz.de


Dr. Antonia Rötger

Pressereferentin Wissenschaftskommunikation

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Telefon: +49 30 206329-38
antonia.roetger(at)helmholtz.de