Forschungsbereich Struktur der Materie
Im Helmholtz-Forschungsbereich „Struktur der Materie“ werden die Bestandteile der Materie und die zwischen ihnen wirkenden Kräfte in ganz unterschiedlichen Größenordnungen erforscht, von Elementarteilchen bis zu Strukturen im Universum.
Aufgabe
Forschungsgegenstand sind die Bestandteile der Materie und die zwischen ihnen wirkenden Kräfte, von Elementarteilchen über komplexe Funktionsmaterialien bis zu den gigantischen Objekten und Strukturen im Universum.
- Zoom

- .
- Das KATRIN-Experiment soll die Masse des Elektron-Antineutrinos durch hochgenaue Energiebestimmung von Tritium-Zerfallselektronen (b-Strahlung). Bild: Katrin/KIT
Eine wichtige Aufgabe ist dabei die Entwicklung, der Aufbau und der Betrieb von Großgeräten und Forschungsinfrastrukturen. Ob Teilchenbeschleuniger für Synchrotron-, Neutronen- oder Ionen-Quellen, Detektor- oder Datennahmesysteme – die Helmholtz-Gemeinschaft stellt in diesem Forschungsbereich große, teilweise einzigartige Infrastrukturen zur Verfügung, die von Forschern aus dem In- und Ausland genutzt werden. Mit dem Röntgenlaser European XFEL, der am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY in europäischer Zusammenarbeit gebaut wird, und der „Facility for Antiproton and Ion Research FAIR“, die an der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt mit internationaler Beteiligung errichtet wird, entstehen in Deutschland zwei weltweit einmalige Forschungsinfrastrukturen. In den Helmholtz-Allianzen „Physik an der Teraskala“, „Extreme Dichten und Temperaturen – Kosmische Materie im Labor“ und „Astroteilchenphysik“ kommen die Kompetenzen aus Helmholtz-Zentren, Universitäten und Max-Planck-Instituten zusammen. Die Vernetzung mit Universitäten und Forschungszentren aus dem In- und Ausland wird über Forschungsplattformen wie CFEL, HIC for FAIR, KNMF, NanoLab, EMSC und CSSB weiter verstärkt.
Ausblick
Der Forschungsbereich bereitet gegenwärtig eine Neustrukturierung vor, die ab 2015 implementiert werden soll. Künftig wird es nur drei Programme geben: Im Programm „Materie und Universum“ werden alle grundlagen-orientierten Disziplinen – Teilchen- und Astroteilchenphysik, Physik der Hadronen und Kerne sowie Atom- und Plasmaphysik – zusammengeführt. Im zweiten Programm „Von Materie zu Materialien und Leben“ arbeiten die Betreiber von modernen Strahlungsquellen mit einer Nutzerschaft aus Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie der Medizin zusammen, um neue Materialien und Wirkstoffe zu entwickeln sowie Phänomene in kondensierter Materie, elektromagnetischen Plasmen und in biologischen Systemen zu untersuchen. Das dritte Programm „Materie und Technologien“ wird sich mit neuen technologischen Konzepten u. a. auf den Gebieten Teilchenbeschleunigung, Detektorsysteme und der Weiterentwicklung von High Performance Computing- und Datenspeicherung beschäftigen. Mit der Neuordnung sollen Synergieeffekte verstärkt und Befähigungstechnologien für die Welt von morgen entwickelt werden.
Forschungsprogramme
In diesem Programm werden die kleinsten Bausteine der Materie und die Kräfte zwischen ihnen untersucht. Die Erkenntnisse haben unmittelbare Auswirkungen auf unser Bild von der Evolution des frühen Universums.
Die Astroteilchenphysik verbindet die Untersuchung der kleinsten Bausteine mit der Erforschung der größten Strukturen des Universums.
In diesem Programm wird erforscht, wie die Quarkmaterie am Anfang des Universums in unsere Welt, die aus Hadronen, Atomkernen und Atomen besteht, übergegangen ist und wie sich daraus im Inneren von Sternen die chemischen Elemente gebildet haben.
Großgeräte zur Forschung mit Photonen, Neutronen und Ionen
Die Forschung konzentriert sich auf die effektive Nutzung vorhandener Photonen-, Neutronen- und Ionen-Quellen und deren permanente Anpassung an die Bedürfnisse der Nutzerschaft.
Mehr zum Forschungsprogramm Großgeräte zur Forschung mit Photonen, Neutronen und Ionen
Die Programmstruktur in der Förderperiode 2010-2014
Im Forschungsbereich Struktur der Materie wirken sieben Helmholtz-Zentren zusammen: das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY, das Forschungszentrum Jülich, die GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB), das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), das Helmholtz-Zentrum Geesthacht für Material- und Küstenforschung (HZG) sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten in vier Programmen:
Forschungsprogramme
In diesem Programm werden die kleinsten Bausteine der Materie und die Kräfte zwischen ihnen untersucht. Die Erkenntnisse haben unmittelbare Auswirkungen auf unser Bild von der Evolution des frühen Universums.
Die Astroteilchenphysik verbindet die Untersuchung der kleinsten Bausteine mit der Erforschung der größten Strukturen des Universums.
In diesem Programm wird erforscht, wie die Quarkmaterie am Anfang des Universums in unsere Welt, die aus Hadronen, Atomkernen und Atomen besteht, übergegangen ist und wie sich daraus im Inneren von Sternen die chemischen Elemente gebildet haben.
Forschung mit Photonen, Neutronen und Ionen (PNI)
Die Forschung konzentriert sich auf die effektive Nutzung vorhandener Photonen-, Neutronen- und Ionen-Quellen und deren permanente Anpassung an die Bedürfnisse der Nutzerschaft.
Mehr zum Forschungsprogramm Forschung mit Photonen, Neutronen und Ionen (PNI)
Einblicke in den Forschungsbereich Struktur der Materie
Hier stellen wir Ihnen aktuelle Projekte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Helmholtz-Zentren vor.
Zu den Einblicken in den Forschungsbereich Struktur der Materie
Kontakt
Prof. Dr. Horst Stöcker
Forschungsbereichskoordinator Struktur der Materie
GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
Planckstraße1
64291 Darmstadt
+49 6159 71 2648
+49 6159 71 2991
h.stoecker (at) gsi.de
http://www.gsi.de
Dr. Ilja Bohnet
Forschungsbereichsbeauftragter Struktur der Materie
Helmholtz-Gemeinschaft
+49 30 206329-68
ilja.bohnet (at) helmholtz.de






