Unterthema Informations- und Kommunikationstechnologien

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- Humanoider Roboter Armar, KIT
Die Informatisierung der Gesellschaft ist aktuell durch drei parallele Entwicklungen gekennzeichnet: erstens durch den Aufbau einer IKT-Infrastruktur, die zugleich omnipräsent, unauffällig und situationsgerecht sein soll, zweitens durch den Ausbau und die Zunahme komplexer, autonomer technischer Systeme (z. B. Produktionssysteme, Verkehrssysteme, Waffensysteme) und drittens durch die zunehmende Verbreitung von so genannten „intelligenten Artefakten“ in der Alltagswelt und speziell auch in der Arbeitswelt, die z. B. als humanoide Roboter und Softwareagenten auf Interaktion und Kooperation mit Menschen angelegt sind. Die Reflexion der Folgen dieser Technisierungsprozesse kann auf der Mikroebene sozialer Beziehungen, auf der Organisations- und sektoralen Ebene sowie der gesellschaftlichen Ebene moderner Gesellschaften ansetzen. Technikfolgenabschätzung in diesem Feld analysiert darüber hinaus den politischen Handlungsbedarf, der aus den Chancen, Risiken und nicht intendierten Folgen dieser Technikentwicklungen und ihres Einsatzes erwachsen kann. Schwerpunkte der Forschung liegen bei der Entwicklung des Internet und digitaler Medien, dem Potenzial des Internet, politische Prozesse zu verändern und der Analyse von Leitbildern, die Forschungsförderung und Medienwahrnehmung orientieren, wie z. B. „convergence“, „enhancement“ oder „artificial artefacts“.

