Helmholtz-Gemeinschaft

Forschungsbereich Schlüsseltechnologien

Die Aufgabe

Die wissenschaftlichen Arbeiten des Forschungsbereiches Schlüsseltechnologien zielen auf die Entwicklung generischer Technologien zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Neue Methoden werden entwickelt, um nachhaltige Lösungen für die großen Herausforderungen einer globalen und zukunftsfähigen Entwicklung zu erarbeiten.

Der Forschungsbereich schöpft seine Leistungsfähigkeit aus dem multidisziplinären Zusammenwirken umfassend angelegter Programme, die eine Vielzahl von technologischen Bereichen berühren, auf eine herausragende großforschungsspezifische Infrastruktur zurückgreifen können und die volle Bandbreite von der Grundlagenforschung bis hin in die Anwendung abdecken.

In den Programmen „Supercomputing“, „Grundlagen für zukünftige Informationstechnologien“, „NANOMIKRO: Wissenschaft, Technologie, Systeme“, „Funktionale Werkstoffsysteme“, „BioSoft“ und „BioInterfaces“ schlagen die Helmholtz-Wissenschaftler die Brücke zwischen den Life Sciences, den Natur- und Ingenieurwissenschaften ebenso wie von der Nanowissenschaft über die Mikrosystemtechnik in die Makrowelt. Als integrierende Elemente kommen dem „Supercomputing“ und der Innovations- und Risikoforschung im Programm „Technologie, Innovation und Gesellschaft“ besondere Bedeutung zu.

Technologische Neuerungen und wegbereitende Innovationen eröffnen sich durch Grundlagenforschung und erfinderische Tätigkeit. So hat der Nobelpreisträger Prof. Dr. Peter Grünberg mit dem von ihm entdeckten GMR-Effekt beispielhaft gezeigt, wie sich Ergebnisse aus der Forschung in zukünftige Schlüsseltechnologien überführen lassen, die innerhalb von zehn bis fünfzehn Jahren zu innovativen Produkten mit hoher wirtschaftlicher und industrieller Relevanz führen.

Die Helmholtz-Zentren in Geesthacht, Jülich und Karlsruhe bringen ihre breit gefächerte Expertise und ihr interdisziplinäres Potenzial ein, um die Grundlagen für die Schlüsseltechnologien der nächsten Generation zu schaffen. Besonderes Innovationspotenzial ergibt sich an der Schnittstelle von Disziplinen zwischen Physik, Chemie, Materialforschung, Lebenswissenschaften und Nanotechnologie über mehrere Skalen und mit starker Unterstützung durch Modellierung und Simulation. Helmholtzspezifische Technologie-Plattformen wirken dabei im engen Verbund mit ausgewählten Universitäten als Kristallisationspunkte für eine breite Nutzergemeinschaft aus Universitäten und Industrie.
Als Großgerät mit hoher Sichtbarkeit soll ein europäisches Supercomputing-Zentrum mit Multi-Petaflop-Performance in Jülich als Teil des deutschen Gauss-Centre for Supercomputing und als Architekt der europäischen Infrastruktur PRACE (Partnership for advanced computing in Europe) etabliert werden und für alle wissenschaftlichen Forschergemeinschaften in Europa zur Verfügung stehen.

Der Forschungsbereich unterstützt die Hightech-Strategie des Bundes, speziell in den Bereichen Bio- und Nanotechnologie, der Mikro- und Nanoelektronik, den Optischen Technologien, der Mikrosystem- und Werkstofftechnik sowie der Informations- und Kommunikationstechnologie. Er agiert dabei als Taktgeber für Innovation und als Entwickler für diese Zukunftsfelder, die die Spitzenstellung von Deutschland sichern und den Wirtschaftsstandort erhalten sollen. Der Forschungsbereich Schlüsseltechnologien orientiert sich ferner an den Empfehlungen der Forschungsunion bezüglich der definierten Zukunftsfelder, dem Votum des Nationalen Bioökonomierates sowie den strategischen Überlegungen der EU für die Schlüsseltechnologien.

Beteiligte Helmholtz-Zentren

Forschungszentrum Jülich

Karlsruher Institut für Technologie

Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Die Programme in der Förderperiode 2010-2014

Der Forschungsbereich Schlüsseltechnologien umfasst sechs Programme sowie das Programm Technologie, Innovation und Gesellschaft (gemeinsam mit dem Forschungsbereich Energie).

  • Supercomputing
  • Grundlagen für zukünftige Informationstechnologien
  • NANOMIKRO: Wissenschaft, Technologie und Systeme
  • Funktionale Werkstoffsysteme
  • BioSoft: Makromolekulare Systeme und biologische Informationsverarbeitung
  • BioGrenzflächen: Molekulare und zelluläre Interaktionen an funktionalen Grenzflächen
  • Technologie, Innovation und Gesellschaft

Charakteristisch sind die enge Zusammenarbeit mit der Industrie und die Koordination von Netzwerken, die Forschungseinrichtungen und Unternehmen verknüpfen. Der Forschungsbereich bündelt die gemeinsamen Interessen von Wissenschaft und Wirtschaft, um in der Europäischen Union und international konzertiert zu agieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Ansprechpartner für Unternehmen und Verbände und informieren politische Entscheidungsträger über Chancen und Risiken neuer Technologien. Dort, wo sich die vorhandenen Kompetenzen ergänzen, werden diese für programmübergreifende Kooperationen genutzt. Von den Arbeiten zu Schlüsseltechnologien profitieren darüber hinaus die Forschungsbereiche Energie, Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr, Gesundheit sowie Erde und Umwelt.

Forschungsprogramm

Supercomputing

Die Verarbeitung von großen Datenmengen oder die Modellierung komplexer Systeme sind wichtige Werkzeuge für die Forschung. Mit seinen Schwerpunkten Hochleistungsrechnen und Grid-Computing stellt das Programm unverzichtbare Infrastrukturen für die deutsche Wissenschaft bereit.

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Forschungsprogramm

Grundlagen für zukünftige Informationstechnologien

Nach dem Mooreschen Gesetz werden Bauelemente auf einem Chip weiter in rasantem Tempo schrumpfen. Doch wie klein kann ein Bauelement werden, ohne seine physikalische Funktion zu verlieren?

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Forschungsprogramm

NANOMIKRO: Wissenschaft, Technologie und Systeme

In diesem Programm werden neue, funktionale Mikrosystemstrukturen aus Kunststoffen, Metallen oder Keramiken entwickelt und Anwendungspotenziale von nanostrukturierten Materialien untersucht.

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Forschungsprogramm

Links: EBSD-Mapping (Electron Beam Secondary Diffraction) eines TiAl-Gefüges. Rechts: Flugturbinen-Verdichterschaufeln. Quelle: GKSS

Funktionale Werkstoffsysteme

In diesem Programm werden neuartige metallische und funktionale, polymerbasierte Werkstoffsysteme entwickelt, die beim Leichtbau in der Verkehrs- und Energietechnik, in der chemischen Prozesstechnik, in der zukünftigen Wasserstofftechnik sowie in der Medizintechnik eingesetzt werden können.

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Forschungsprogramm

BioSoft: Makromolekulare Systeme und biologische Informationsverarbeitung

An der Grenzfläche zwischen Physik, Chemie und Biologie entwickeln sich derzeit faszinierende Forschungsgebiete und neue technologische Ansätze. Im Bereich der Weichen Materie (Soft Matter) werden die Eigenschaften von Makromolekülen und ihr kooperatives Verhalten auf Längenskalen von Nano- bis Mikrometern untersucht.

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Forschungsprogramm

BioGrenzflächen: Molekulare und zelluläre Interaktionen an funktionellen Grenzflächen

Im Programm BioGrenzflächen verfolgen Biologen, Chemiker, Physiker, IT-Spezialisten, Ingenieure und Mathematiker das Ziel, lebende Systeme zu steuern.

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Forschungsprogramm

Technologie, Innovation und Gesellschaft

Ziel des forschungsbereichsübergreifenden Programms ist die Erforschung ökologischer, ökonomischer, politischer, ethischer und sozialer Aspekte neuer Technologien, um die Entscheidungsfindung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen.

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Aktuelle Einblicke

Schlüsseltechnologien

Unter dem Motto "Mit Energie in die Zukunft" stellen wir Ihnen aktuelle Projekte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Helmholtz-Zentren vor.

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22.05.2012

Kontakt

Prof. Dr. Achim Bachem

Forschungsbereichskoordinator Schlüsseltechnologien

Forschungszentrum Jülich

Wilhelm-Johnen-Straße
52425 Jülich

Postanschrift:
52425 Jülich

Telefon: +49 2461 61-3000
Fax: +49 2461 61-2525
a.bachem (at) fz-juelich.de

www.fz-juelich.de


Dr. Sören Wiesenfeldt

Forschungsbereichsbeauftragter Schlüsseltechnologien

Helmholtz-Gemeinschaft

Telefon: +49 30 206329-25
soeren.wiesenfeldt (at) helmholtz.de