Helmholtz-Gemeinschaft

Der Portfolioprozess der Helmholtz-Gemeinschaft

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Antworten auf die großen und drängenden Fragen von Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft zu finden. Dieser Mission kann sie dauerhaft nur gerecht werden, wenn durch einen kontinuierlichen Prozess der strategischen Zukunftsplanung eine zielsichere Ausrichtung der Forschungsaktivitäten auf die entscheidenden Themen von morgen sichergestellt ist. 

ZoomATLAS, einer der Teilchendetektoren des Large Hadron Collider (LHC), CERN. Bild: CERN/ Maximilien Brice
ATLAS, einer der Teilchendetektoren des Large Hadron Collider (LHC), CERN. Bild: CERN/ Maximilien Brice

Etablierte Elemente in diesem Zusammenspiel sind die alle fünf Jahre neu ausgearbeiteten Programmentwürfe der Helmholtz-Gemeinschaft, die als Vorschläge der Wissenschaft zur Ausgestaltung der Forschungsaktivitäten ausgearbeitet werden. Diese Programmentwürfe werden durch unabhängige, internationale Expertengremien begutachtet und deren Finanzierung schließlich durch den Helmholtz-Senat verabschiedet. Eine deutliche Verstärkung der kontinuierlichen Strategieentwicklung wurde darüber hinaus durch den im Jahr 2010 angestoßenen Portfolioprozess erreicht. 

Im Rahmen des Portfolioprozesses und auf Grundlage der Programmbegutachtungen wird in den sechs Forschungsbereichen der Gemeinschaft auf der Grundlage der Ergebnisse der Programmbegutachtungen und unter Einbeziehung hochrangiger externer Experten eine Standortbestimmung vorgenommen und davon ausgehend  zukunftsrelevante Themen identifiziert. Dabei werden Rückmeldungen aus dem relevanten wissenschaftlichen Umfeld ebenso einbezogen wie die Diskussion in den Dialogplattformen mit den Vertretern der Zuwendungsgeber. 

Die Helmholtz-Gemeinschaft fühlt sich in besonderem Maße den im Pakt für Forschung und Innovation des Bundes vereinbarten Zielen verpflichtet. Das zeigt sich deutlich in den forschungsstrategischen Planungen im Kontext des bisherigen Portfolioprozesses. Ein wesentliches Ziel ist die signifikante Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems durch neue Strukturen der Zusammenarbeit mit universitären und außeruniversitären Partnern und durch Bündelung vorhandener Kompetenzen. So wird im Rahmen von Forschungsaktivitäten versucht, auf unterschiedlichen Forschungsgebieten über neue Strukturen der Zusammenarbeit mit externen Partnern das Wissenschaftssystem im Sinne einer effektiven Bündelung von Kompetenzen signifikant weiterzuentwickeln. Eine große Rolle spielen dabei nachhaltige Vernetzungen und Kooperationen mit den Universitäten, wie z.B. im Fall der Helmholtz-Institute, der Helmholtz-Allianzen, den Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung und der Nationalen Kohorte sowie zahlreichen strategischen Initiativen u.a. zur Energiespeicherung und zur Wasser- und Klimaforschung. Auch die internationale Zusammenarbeit (z.B. die geplante institutionelle Zusammenarbeit mit dem Kurtschatov-Institut in Russland oder die Helmholtz-Alberta-Initiative), sowie zahlreichen Partnerschaften mit der Wirtschaft wird weiter ausgebaut.   

31.10.2014

Kontakt

Janine Tychsen

Stellvertretende Leiterin Kommunikation und Medien

Helmholtz-Gemeinschaft

Telefon: +49 30 206329-24
janine.tychsen (at) helmholtz.de