Helmholtz-Gemeinschaft

Gemeinsam stärker - Helmholtz und Hochschulen

Das Potenzial exzellenter Forschung an Hochschulen mit dem der Helmholtz-Zentren zu kritischer Masse zusammenzuführen - dies ist ein wichtiges Anliegen der Helmholtz-Gemeinschaft. Von besonderer Bedeutung für die Gemeinschaft ist es zudem, den wissenschaftlichen Nachwuchs an den Hochschulen in die Helmholtz-Forschung einzubeziehen und auf diese Weise das Potenzial der kreativen jungen Köpfe für den Forschungsstandort Deutschland noch besser zu nutzen. Denn die gemeinsame Kraftanstrengung unterschiedlicher Akteure, so die Überzeugung der Gemeinschaft, ist heute notwendige Voraussetzung, um signifikanten und international konkurrenzfähigen Erkenntnisfortschritt zu erzielen. Zumal dann, wenn es um die großen und drängenden Fragen von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft geht.

Helmholtz ist aus mehreren Gründen ein guter Partner für die Hochschulen: Helmholtz-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler beteiligen sich an der Lehre und tragen auf diese Weise Erkenntnisse der außeruniversitären Forschung in die Hochschulen. Die Gemeinschaft betreibt teilweise weltweit einzigartige Großgeräte, und in den Helmholtz-Forschungszentren arbeiten vergleichsweise große Wissenschaftlerteams disziplinenübergreifend zusammen. Nicht zuletzt verfügen Helmholtz-Zentren über Managementkompetenz und -kapazitäten für große Projekte.

Deshalb ist die personelle Verflechtung der Zentren mit den Hochschulen bereits in den vergangenen Jahren immer enger geworden. Schon seit langem wird das Modell der gemeinsamen Berufung von Professoren erfolgreich praktiziert, die verantwortungsvolle Forschungs- und Führungsaufgaben innerhalb der Helmholtz Gemeinschaft übernehmen. Als Bindeglied zwischen Universität und Forschungsgemeinschaft treiben sie wissenschaftliche Projekte gezielt voran und fördern den weiteren Prozess der Vernetzung.

Die Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft sind wichtige Partner in beiden Ausschreibungen der Exzellenzinitiative: In der ersten zusammen mit der Universität Karlsruhe bewilligt. In der Vorauswahl zur zweiten Runde sind sechs Graduiertenschulen, vier Exzellenzcluster und zwei Zukunftskonzepte eingereicht worden, eines zusammen mit der Universität Heidelberg und eines zusammen mit der RWTH Aachen. Mit dem bewilligten Zukunftskonzept des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) werden gegenwärtig im Rahmen der Exzellenzinitiative die Forschungskapazitäten der beteiligten Institutionen – Exzellenzuniversität und nationales Helmholtz-Zentrum – in thematisch fokussierten Zentren und Schwerpunkten gebündelt. In den Bereichen Energieforschung, Optik und Nanowissenschaften will das KIT neben der Spitzenforschung und der exzellenten akademischen Ausbildung eine herausragende Stätte für lebenslanges Lernen, umfassende Weiterbildung und Wissensaustausch bieten. Jetzt wird die Verschränkung der Aufsichts- und Leitungsgremien vorbereitet, um als Basis für die strategische Partnerschaft zu dienen, insbesondere für eine abgestimmte Berufungspolitik und eine umfassende Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Neue Modelle für engere Zusammenarbeit

Ein wichtiges Instrument der Helmholtz-Gemeinschaft, um mit Hilfe neuer Kooperationsformen eine neue Qualität der Zusammenarbeit zu erreichen, ist der Impuls- und Vernetzungsfonds des Präsidenten.

Er bietet insbesondere die Chance, Förderung für verschiedene Modelle von Helmholtz-Hochschul-Kooperationen in Anspruch zu nehmen. Dies sind derzeit:

  • "Virtuelle Institute": Helmholtz-Institute und Hochschulen führen hier Forschungs- und Management-Kapazitäten zusammen, um auf wichtigen Forschungsgebieten Kompetenz-Zentren von internationaler Bedeutung zu schaffen.
  • Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppen: Solche Forschungsgruppen werden auf Themengebieten eingerichtet, die für die jeweils beteiligten Partner aus den Hochschulen und Helmholtz-Zentren besonders wichtig sind. Die Gruppen können zum Beispiel im Rahmen eines "virtuellen Instituts" aufgebaut werden.

In harten Begutachtungen ausgewählte 87 Virtuelle Institute und 84 Nachwuchsgruppen zeugen vom großen  Engagement der Helmholtz-Zentren für die engere Kooperation mit Hochschulen und von der wissenschaftlichen Spitzenleistung, die dadurch erreicht wird.

 

 

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30.07.2010

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