Forschungskooperation mit Frankreich: Für die Energie von morgen
Wichtige europäische Projekte wie der Airbus oder das Satellitennavigationssystem Galileo, die heute zukunftsträchtige Arbeitsplätze bieten, sind gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Frankreich entstanden. An ihrer Entstehung hat die deutsch-französische Forschungskooperation einen wesentlichen Anteil. Die Helmholtz-Gemeinschaft will daher in Zukunft enger mit der französischen Forschungsorganisation CEA (Commissariat à l'Energie Atomique) im Bereich der Energieforschung zusammenarbeiten. Die Vereinbarung wurde 2007 von Vertretern beider Forschungsorganisationen in der Französischen Botschaft in Berlin unterzeichnet.
Energie ist eine Schlüsselfrage. Ob die Menschheit rechtzeitig effiziente und klimaneutrale Lösungen für die Energieversorgung entwickelt, wird über ihren Wohlstand - auch in Deutschland - entscheiden. Um in diesen Fragen einen schnelleren Fortschritt zu erzielen, haben Mlynek und Alain Bugat, Generaldirektor des CEA, 2007 eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist in Deutschland eine der wichtigsten Forschungsorganisationen im Bereich der Energieforschung und damit ein starker Partner für die CEA, die sich in Frankreich unter anderem auf Energieforschung konzentriert.
Durch Kooperationen sollen neue Energietechnologien schneller entwickelt werden, zum Beispiel erneuerbare Energiequellen, Brennstoffzellen oder Wasserstoff-Technologien. Dabei ist auch die Speicherung von Energie ein wichtiges Thema. Beide Organisationen werden auch in der nuklearen Sicherheitsforschung stärker zusammenarbeiten und Kooperationen in der Umwelt- und Klimaforschung ausbauen.
Die Vereinbarung gibt einen Rahmen vor, den die Forschungszentren beider Organisationen mit konkreten Vorhaben ausfüllen können. Arbeitsaufenthalte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Zentren der Partnerorganisation, die gegenseitige Nutzung von Großgeräten und Unterstützung in vielfältiger Form sollen die Forschung beschleunigen. Beginnen wird die konkrete Zusammenarbeit mit gemeinsamen Workshops zu Beginn 2008, um geeignete Projekte zu identifizieren. Am 29. Februar 2008 sollen die ersten bilateralen Partnerschaftsabkommen anlässlich des dritten Deutsch-Französischen Forschungsforums in Paris unterzeichnet werden.

