Helmholtz-Gemeinschaft

Helmholtz-Institute

Das Instrument

Helmholtz-Institute geben strategischen Partnerschaften zwischen Helmholtz-Zentren und Universitäten eine besondere Intensität. Durch die Gründung einer Außenstelle eines Helmholtz-Zentrums auf dem Campus der Universität entsteht die Grundlage für eine dauerhafte enge Zusammenarbeit auf spezifischen Forschungsfeldern, die für beide Institutionen besonderes Gewicht haben. Helmholtz-Institute werden institutionell mit 3-5 Mio. Euro pro Jahr gefördert und berufen ihre leitenden Wissenschaftler gemeinsam mit der Partneruniversität. Über die Vernetzung der gemeinsamen Forschung mit weiteren einschlägigen Partnerinstitutionen vor Ort und überregional entwickeln sich die Helmholtz-Institute zu Schwerpunktzentren auf ihrem wissenschaftlichen Gebiet.

Das Verfahren

Auf Anregung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages wurden in 2009 drei Pilotinitiativen an den Standorten Mainz, Jena und Saarbrücken umgesetzt. Der Gründung der Institute ging jeweils ein call for ideas und eine von internationalen Fachwissenschaftlern durchgeführte Begutachtung der von Helmholtz-Zentren und Hochschulen gemeinsam vorgeschlagenen Konzepte voraus.

Helmholtz-Institut Freiberg

Das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie wurde am 29. August 2011 durch Bundesforschungsforschungsministerin Prof. Annette Schavan und den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich gegründet. Es wird gemeinsam durch das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und die TU Bergakademie Freiberg aufgebaut. Die Kooperation hat das Ziel, neue Wege zu den Rohstoffen für die technologiestarke deutsche Wirtschaft zu erschließen. Im Mittelpunkt stehen Hochtechnologiemetalle wie Gallium, Indium, Germanium oder die zur Gruppe der Seltenen Erden gehörenden Elemente. Sie bilden die Grundlage für Anwendungen in Zukunftsfeldern wie erneuerbare Energien und Elektromobilität oder in der Elektronikbranche.

"Die natürlichen Ressourcen sind begrenzt, der Bedarf steigt aber, deshalb wird es in Zukunft immer mehr darauf ankommen, die verfügbaren Rohstoffe material- und energieeffizient zu nutzen und zu recyceln. Das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie hat das Ziel, entsprechende Technologien unter den Kriterien der Wirtschaftlichkeit und Ökologie für die Wirtschaft bereitzustellen. Sie sollen die Erschließung neuer Rohstoffvorkommen ermöglichen, aber auch dazu dienen, komplex aufgebaute Lagerstätten sowie bisher ungenutzte sekundäre Ressourcen auszuschöpfen", so der Direktor des Helmholtz-Instituts Freiberg Prof. Jens Gutzmer.

Das Institut wird zu 90 Prozent durch den Bund und zu 10 Prozent durch den Freistaat Sachsen finanziert und soll in Zukunft etwa 100 Mitarbeiter beschäftigen. Es vereint die Kompetenzen und Infrastrukturen des Dresdner Helmholtz-Zentrums auf dem Gebiet der Materialwissenschaften und Geobiotechnologie mit der Expertise der TU Bergakademie Freiberg entlang der gesamten Rohstoff-Wertschöpfungskette. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausbildung von Fachkräften im Rohstoffsektor sowie die Förderung der Aus- und Weiterbildung ausländischer Fach- und Führungskräfte.

Mehr Informationen und Bilder zum Helmholtz-Institut Freiberg beim HZDR

Zur Presseinformation vom 29. August 2011: "Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie gegründet"

 

Helmholtz-Institut Jena

Im Helmholtz-Institut Jena vereinigen sich die hohen Kompetenzen der Friedrich-Schiller-Universität in Jena auf dem Gebiet der Hochleistungs­laser­phy­sik mit der Expertise in Beschleuniger-, Laser- und Röntgentechnologie der Helm­holtz-Zentren DESY und GSI. Letztere betreiben mit FLASH und PHELIX weltweit einzigartige Lichtquellen für die Forschung. Die gebün­delte Fachkompetenz der beteiligten Partner wird dem Helmholtz-Institut eine internationale Füh­rungs­posi­tion in diesem äußerst spannenden Forschungsfeld garantieren. Dies sichert die intensive Kooperation des GSI Helmholtz-Zentrums für Schwer­ionen­forschung (GSI) mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU), die zu­nächst mit den Instituten für Ange­wandte Physik, Optik und Quantenelektronik sowie der Theo­re­tischen Physik beteiligt ist, in Ko­operation mit dem Deutschen Elektronen-Synchro­tron (DESY). Später sollen weitere Partner hin­­zukommen. Das Ziel des Helmholtz-In­stituts Jena ist es, insbesondere die komplementären Kompetenzen der beteiligten Institutionen auf den Gebieten Laser-, Elektronen- und Schwerionenstrahlen zusammenzuführen, um da­raus neue Ansätze und Lösungen für künftige Spitzenforschung zur Struktur der Materie zu entwickeln.

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Helmholtz-Institut Mainz

In den Startlöchern für die Beschleunigeranlage FAIR: Das Helmholtz-Institut Mainz (HIM) wurde im Juni 2009 gegründet, um die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz weiter zu stärken und zu institutionalisieren. Im Helmholtz-Institut Mainz werden die Kompetenzen des Instituts für Physik, des Instituts für Kernphysik und des Instituts für Kernchemie an der Universität Mainz mit denen des GSI-Zentrums in Darmstadt zusammengeführt, um gemeinsam Fragen zur Struktur, Symmetrie und Stabilität von Materie und Antimaterie zu erforschen. Von der Bündelung dieser Kräfte erwarten die Partner einen signifikanten Schub für die gemeinsame Forschung, insbesondere im Hinblick auf die künftigen Experimente am internationalen FAIR-Zentrum in Darmstadt.

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Helmholtz-Institut Saarbrücken

Erste Forschungseinrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft mit Schwerpunkt Pharmazeutische Wissenschaften: Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig (HZI) und die Universität des Saarlandes haben auf dem Uni-Campus in Saarbrücken das gemeinsame Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) gegründet. Das neue Institut, das zu neunzig Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird, soll nicht nur dabei helfen, neue Wirkstoffe zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten zu identifizieren, sondern auch dafür sorgen, dass diese möglichst zügig für die pharmazeutische Anwendung weiterentwickelt und optimiert werden. Das HIPS ist der erste pharmazeutische Forschungsstandort der Helmholtz-Gemeinschaft und wird als dauerhafte Außenstelle des HZI aus drei Abteilungen und drei Nachwuchsgruppen bestehen.

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Helmholtz-Institut Ulm

22.05.2012

Kontakt

Dr. Korinna Strobel

(in Elternzeit)

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