Helmholtz-Gemeinschaft

Wer bleibt gesund?

Die Helmholtz-Kohorte wird die bislang größte bundesweite Bevölkerungsstudie mit über 200.000 Teilnehmern. Sie soll neue Erkenntnisse über die Ursachen von häufigen multifaktoriellen Erkrankungen wie beispielsweise Krebs, Diabetes, Demenz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bringen. Prof. Dr. Dr. H.-Erich Wichmann vom Helmholtz Zentrum München und Prof. Dr. Rudolf Kaaks vom Deutschen Krebsforschungszentrum koordinieren das Großprojekt.

Die Teilnehmer der Helmholtz-Kohorte müssen zu Beginn des Untersuchungszeitraums mindestens 20 Jahre alt und gesund sein. Über zehn bis zwanzig Jahre werden sie dann regelmäßig medizinisch untersucht und unter anderem zu ihren Lebensgewohnheiten befragt. Dazu dienen speziell ausgearbeitete Fragebögen zum Beispiel zum Thema Persönlichkeit, Lebensstil, Stress, Ernährung, körperliche Aktivität, Medikamentenkonsum und sozialökonomischer Status.

Weiterhin werden regelmäßig Blutproben entnommenen und in einer Bioprobenbank gelagert. Auch moderne bildgebende Verfahren sollen zum Einsatz kommen. Im Laufe des Untersuchungszeitraums werden einige Teilnehmer erkranken. Die zuvorgesammelten Daten werden dann von unschätzbarem Wert sein, um den Ursachen der Krankheitsentstehung auf die Spur zu kommen. „Mit der groß angelegten Kohorten-Studie wollen wir herausfinden, welche Risikofaktoren aus epidemiologischer Sicht für Erkrankungen verantwortlich sind und wie groß deren Einfluss tatsächlich ist. Mit diesem Wissen könnten für die Zukunft neue Wege für die Prävention und Früherkennung erschlossen werden“, so Rudolf Kaaks.

Anfang 2009 hat die dreijährige Planungs- und Pilotphase begonnen. Es werden Fragebögen entwickelt, Untersuchungskonzepte erstellt, Methoden zur Datenerhebung und Wege zur Rekrutierung der Probanden getestet sowie kooperierende Studienpartner gewonnen, um die Daten erheben und auswerten zu können. In drei Jahren soll dann die Rekrutierung der Helmholtz-Kohorte beginnen.

09.01.2013