Ultrafeine Partikel verschlimmern Asthma

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- Dr. Francesca Alessandrini untersucht, wie Feinstaub allergische Reaktionen beinflussen kann. Foto: Helmholtz Zentrum München
Eine Belastung durch Feinstaub führt häufig zu einer Verschlimmerung von allergischem Asthma. Dieser Zusammenhang ist aus epidemiologischen Studien bereits recht gut bekannt. Welche Rolle dabei ultrafeine Partikel spielen, wollten Dr. Francesca Alessandrini und ihre Kollegen vom Helmholtz Zentrum München und vom ZAUM Zentrum Allergie und Umwelt der Technischen Universität München genauer untersuchen. In ihrer Studie arbeiteten sie mit allergisch sensibilisierten Mäusen, die zunächst ultrafeine Kohlenstoffpartikel inhalierten, wie sie im Dieselruß enthalten sind. Dann wurden die Tiere spezifischen Allergenen ausgesetzt. Die Forscher untersuchten die allergischen Reaktionen wie Schleimproduktion der Atemwege und die Entzündungsreaktionen der Tiere. Die Mäuse, die dem Feinstaub ausgesetzt waren, reagierten dabei weitaus stärker als eine Gruppe von Kontrolltieren, die ebenfalls den Allergenen, nicht aber dem Feinstaub ausgesetzt waren.
Dieser Effekt war umso größer, je höher die Feinstaubbelastung war und je rascher die Mäuse nach der Feinstaubbelastung zusätzlich den Allergenen ausgesetzt wurden. Eine verstärkte allergische Reaktion im Vergleich zu den Kontroll-Tieren konnten die Forscher sogar dann noch nachweisen, wenn zwischen der Inhalation des Feinstaubs und der Allergenexposition vier Tage lagen. „Unsere Ergebnisse unterstützten die Vermutung, dass allergisch sensibilisierte Menschen möglicherweise empfindlicher als andere auf ultrafeine Partikel reagieren“, erklärt Francesca Alessandrini.









