Helmholtz-Gemeinschaft

EATRIS – Brücke zwischen Forschung und Klinik

Damit das enorm gewachsene Potential der biomedizinischen Grundlagenforschung effizient für die Entwicklung neuer Therapien und Diagnoseverfahren eingesetzt werden kann, müssen neue Wege gefunden werden, um Forschung und klinische Praxis zusammenzuführen und Kräfte zu bündeln. Dieser Aufgabe ist das EATRIS-Projekt gewidmet.

Unter seinem Dach haben sich Forschungseinrichtungen und staatliche Institutionen aus neun europäischen Ländern zusammengefunden. „Wir wollen eine Brücke zwischen Forschung und Klinik schaffen, auf der Informationen in beiden Richtungen ausgetauscht werden“, sagt Professor Dr. Rudi Balling, der Koordinator von EATRIS.

Mit EATRIS soll eine europaweite Infrastruktur aufgebaut werden, die die Entwicklung klinischer Anwendungen unterstützt, angefangen beim Screening von Wirkstoffkandidaten über die Produktion nach den Standards der „Good Manufacturing Praxis“ (GMP) bis zur Durchführung klinischer Studien. „Wir wollen vorhandene Einrichtungen so ausstatten, dass externe Nutzer an ihnen Forschungs- und Entwicklungsaufgaben bearbeiten können, so wie das in der Physik zum Beispiel mit den Großgeräten praktiziert wird“, erklärt Projektmanagerin Dr. Rebecca Ludwig.

In der Vorbereitungsphase, die bis zum Jahr 2010 läuft, geht es darum, eine gemeinsame Strategie für den Aufbau der Infrastruktur zu entwickeln. Dazu gehören Konzepte zur Finanzierung, Ausbildung von Forschern und Koordination der Aktivitäten ebenso wie die Harmonisierung von Untersuchungsmethoden und Standards für die Datenaufbereitung.

11.06.2013