Talente für die Zukunft
Die Helmholtz-Gemeinschaft legt großen Wert auf eine exzellente Nachwuchsförderung. Sie hat deshalb eine Strategie entwickelt, die den Nachwuchs auf allen Ausbildungsstufen unterstützt.
Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler werden die führenden Köpfe von morgen sein und leisten darüber hinaus schon heute einen bedeutenden Beitrag zu den Forschungsergebnissen der Helmholtz-Zentren. Deshalb hat die Helmholtz- Gemeinschaft eine Strategie zur Nachwuchsförderung entwickelt und unter anderem mithilfe des Impuls- und Vernetzungsfonds umgesetzt. Das Programm unterstützt die Zentren darin, in der Aus- und Weiterbildung neue Akzente zu setzen und Standards auf hohem Niveau zu etablieren.
Nachwuchsgruppen
Ein zentrales Element ist die Förderung von Nachwuchsgruppen. Sie richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Promotion zwei bis sechs Jahre zurückliegt. Erfolgreiche Bewerber leiten eigene Arbeitsgruppen und qualifizieren sich gleichzeitig für eine Universitätskarriere. Die Helmholtz-Gemeinschaft bietet ihnen für Deutschland einmalige Bedingungen: eine frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit und die Option auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis (Tenure) nach erfolgreicher Evaluation. Gefördert werden derzeit 116 Helmholtz- Nachwuchsgruppen mit insgesamt über 65 Millionen Euro.
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Graduiertenschulen und Helmholtz-Kollegs
In der Promotionsphase qualifizieren Graduiertenschulen und Helmholtz-Kollegs Doktoranden in einem wissenschaftlich anspruchsvollen Umfeld für eine Karriere in Wissenschaft oder Wirtschaft. Die Graduiertenschulen bieten eine Dachstruktur für alle Doktoranden eines Zentrums. Sie stellen eine strukturierte Ausbildung und eine interdisziplinäre Weiterbildung sicher, die über das Promotionsgebiet hinaus reicht und wichtige Schlüsselqualifikationen vermittelt. Die Helmholtz-Kollegs sind kleinere Einheiten, die zusammen mit den Universitäten eingerichtet werden und sich an hoch begabte Doktorandinnen und Doktoranden richten. In den Kollegs forschen sie gemeinsam in einem Kooperationsprojekt zwischen Helmholtz-Zentren und Universitäten in thematisch fokussierten Gruppen. Der Wettbewerb, in dem die Kollegs ausgewählt werden, sichert besonders hohe Qualitätsstandards.
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Helmholtz-Akademie für Führungskräfte
Die Nachwuchsförderung der Helmholtz-Gemeinschaft geht über die üblichen Zielgruppen der Graduierten und Promovierten hinaus. Um Führungskräfte für die besonderen Anforderungen im Forschungsmanagement vorzubereiten, hat die Helmholtz-Gemeinschaft im Frühjahr 2007 eine Akademie für Führungskräfte gegründet. Das Programm umfasst Angebote für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler und Nachwuchskräfte aus der Administration, aber auch für die obere Führungsebene der Helmholtz-Gemeinschaft, für Vorstände, Geschäftsführer, Programmsprecher und Leiter von Instituten. Die inhaltliche und methodische Durchführung übernimmt ein externer Partner mit hervorragenden Referenzen, das Malik Management Zentrum St. Gallen.
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Förderung von Frauen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Nachwuchsförderung muss auch im Auge behalten, dass die Zahl von Frauen in Spitzenpositionen steigt und dass wissenschaftliche Karrieren vereinbar mit dem Familienleben sind. Die Helmholtz-Gemeinschaft hat deshalb unter anderem ein Netzwerk-Mentoring-Programm für junge Wissenschaftlerinnen und für Nachwuchskräfte in der Administration aufgelegt: Seit 2005 werden pro Jahr bis zu 20 Teilnehmerinnen für ein Jahr von Führungskräften aus anderen Zentren in der Karriereplanung unterstützt. Um den Wiedereinstieg in die Wissenschaft nach einer familienbedingten Unterbrechung zu erleichtern, hat sich die Helmholtz-Gemeinschaft verpflichtet, systematisch Wiedereinstiegsstellen zu schaffen und Maßnahmen zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung für Frauen und Männer zu ergreifen.
Engagement in der Berufsausbildung
Außer den Programmen, die sich an Wissenschaftler in bestimmten Ausbildungsstufen richten, engagiert sich die Helmholtz- Gemeinschaft auch in der Berufsausbildung. Im Jahr 2006 lernten 1.613 Auszubildende an den Helmholtz-Zentren. Die Quote liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.
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