Helmholtz-Gemeinschaft

Helgoland Reede-Langzeitreihe

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
Forschungskutter Aade

Mit dem Forschungskutter Aade können die AWI-Wissenschaftler auch auf offenem Meer Proben nehmen. Foto: Solvin Zanklmehr lesen

Plankton

In der Nordsee gibt es viele Arten von Plankton, beispielsweise Kieselalgen und Dinoflagellaten. Fotos: Leonie Vogt/AWI, Alexandra Kraberg/AWI

Plankton

In der Nordsee gibt es viele Arten von Plankton, beispielsweise Kieselalgen und Dinoflagellaten. Fotos: Leonie Vogt/AWI, Alexandra Kraberg/AWI

Plankton

In der Nordsee gibt es viele Arten von Plankton, beispielsweise Kieselalgen und Dinoflagellaten. Fotos: Leonie Vogt/AWI, Alexandra Kraberg/AWI

Plankton

In der Nordsee gibt es viele Arten von Plankton, beispielsweise Kieselalgen und Dinoflagellaten. Fotos: Leonie Vogt/AWI, Alexandra Kraberg/AWI

Plankton

In der Nordsee gibt es viele Arten von Plankton, beispielsweise Kieselalgen und Dinoflagellaten. Fotos: Leonie Vogt/AWI, Alexandra Kraberg/AWI

Plankton

In der Nordsee gibt es viele Arten von Plankton, beispielsweise Kieselalgen und Dinoflagellaten. Fotos: Leonie Vogt/AWI, Alexandra Kraberg/AWI

Nicht jeder warme Sommer oder jede starke Algenblüte sind bereits Anzeichen für einen langfristigen Trend. Viele Naturphänomene treten auch zufällig auf oder hängen mit zyklischen Erscheinungen wie der Sonnenaktivität zusammen. Um langfristige Veränderungen von kurzfristigen Schwankungen unterscheiden zu können, sind daher Langzeitmessungen unersetzlich.

Eine der wichtigsten Langzeitreihen führt das Alfred-Wegener-Institut (AWI) auf der Nordseeinsel Helgoland durch: Seit 1962 nimmt ein AWI-Team vor Helgoland an der Helgoland Reede täglich Wasserproben, misst Temperatur, Salzgehalt und Sichttiefe und untersucht den Gehalt an Nährstoffen und Plankton, das als Nahrungsgrundlage für die marine Fauna dient. „Mit diesen langfristigen Messungen können wir heute fundiert nachweisen, dass sich die Durchschnittstemperatur in der Nordsee um Helgoland um 1,7 Grad Celsius im Vergleich zu den 1960er Jahren erhöht hat“, sagt Dr. Alexandra Kraberg, die die Messreihe zusammen mit Prof. Dr. Karen Wiltshire betreut. Gleichzeitig ist das Wasser klarer und salziger geworden. Die Biologen haben außerdem im Laufe der Zeit viele neue Arten im Plankton beobachtet. Einige dieser Arten gelten als wärmeliebend und es ist verlockend, sie als Indikator der voranschreitenden Klimaerwärmung anzusehen. Ob eine neue Art Bestandteil der lokalen Artengemeinschaft wird und wenn ja, ob dies in Zukunft Auswirkungen auf das Nahrungsgefüge haben könnte, untersuchen sie anhand der Helgoland Reede-Zeitreihe sowie in Labor- und Mesokosmenexperimenten. Die Helgoland-Daten werden aber nicht nur am AWI, sondern weltweit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern genutzt, insbesondere liefern sie auch eine verlässliche Grundlage für Behörden, die wissensbasiert Anpassungsstrategien erarbeiten wollen.

Mediensammlung zum Thema

Verweise

AWI



23.07.2014

Kontakt

Dr. Cathrin Brüchmann

Forschungsbereichsbeauftragte Erde und Umwelt

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cathrin.bruechmann (at) helmholtz.de


Abteilung Kommunikation und Medien

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