Regionaler Klimaatlas für Deutschland

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- Bis Ende des 21. Jahrhunderts (2071-2100) wird eine Zunahme von heißen Sommertagen mit mehr als 25 Grad Celsius erwartet. Foto: www.regionaler-klimaatlas.de
Wie sich der Klimawandel in den verschiedenen Regionen Deutschlands in den nächsten Dekaden bis zum Jahr 2100 auswirken könnte, zeigt der regionale Klimaatlas Deutschland, den die vier Regionalen Klimabüros der Helmholtz-Gemeinschaft nach dem Vorbild des Norddeutschen Klimaatlas entwickelt haben. In Baden-Württemberg wird es im Sommer besonders heiß und trocken, auch im Jahresdurchschnitt könnte bis 2100 die Temperatur um 2,2 bis 6,3°C steigen. „Bereits jetzt nehmen wärmeliebende Arten zu, darunter auch Krankheitsüberträger wie Zecken“, so Dr. Hans Schipper vom Süddeutschen Klimabüro am Karlsruher Institut für Technologie. In Schleswig-Holstein fällt die Erwärmung bis 2100 zwar etwas schwächer aus, allerdings können dort die Niederschläge zunehmen und Stürme heftiger werden.
„Ein Sturmtief wie Daisy, welches Anfang 2010 an der deutschen Ostseeküste schwere Sturmfluten hervorgerufen hat, könnte bis Ende des Jahrhunderts noch um 10 bis 15 Stundenkilometer stärker ausfallen“, so Dr. Insa Meinke, Leiterin des Norddeutschen Klimabüros am Helmholtz-Zentrum Geesthacht. Die mitteldeutschen Bundesländer Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt müssen mit Trockenheit im Sommer rechnen. „Dies könnte die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen stellen“, so Dr. Andreas Marx, Leiter des Mitteldeutschen Klimabüros am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ. Auch das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung ist am Regionalen Klimaatlas beteiligt. Der Regionale Klimaatlas Deutschland wird fortlaufend weiterentwickelt und bindet stets den aktuellen Wissensstand ein. Dadurch bietet er eine wissenschaftlich fundierte Basis für die Bürger, für die Wirtschaft und die Politik, um Anpassungsstrategien an den Klimawandel zu erarbeiten.






