Helmholtz-Gemeinschaft

Deutschlands Landschaften im Klimawandel

Wie sich der Klimawandel regional auf Vegetation, Niederschlagsmuster und die möglichen Landnutzungen in Deutschland auswirken wird, untersuchen Helmholtz-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler mit dem Großvorhaben TERENO (TERrestrial ENvironmental Observatories). Die Helmholtz- Gemeinschaft richtet in ausgewählten Landschaftsräumen vom Alpenvorland bis zum Nordostdeutschen Tiefland vier Observatorien ein, um 15 Jahre lang Beobachtungen zur Wasser- und Bodenqualität, zur Vegetation und zur biologischen Vielfalt aufzuzeichnen und die Veränderungen zu erfassen. Prof. Dr. Harry Vereecken vom Forschungszentrum Jülich koordiniert das Projekt, an dem auch die Helmholtz-Zentren DLR, GFZ, HMGU, KIT und UFZ beteiligt sind.

Gerade installieren Jülicher Forscher im Teilprojekt „SoilCan“ rund 120 Lysimeter in den Böden der Observatorien, um dort Stoff- und Wasserflüsse zu untersuchen. „Was in den tieferen Bodenschichten geschieht, ist bislang erst wenig untersucht worden“, sagt Vereecken. Die Böden wirken jedoch selbst wieder auf das Klima zurück, denn sie speichern einen Großteil des Kohlenstoffs und geben ihn mit der Zeit als CO2 wieder an die Atmosphäre ab. „Wir wollen zum Beispiel herausfinden, wie Temperaturanstiege oder Veränderungen im Wasserhaushalt diesen Prozess beeinflussen“, erklärt Vereecken. Dafür sollen die Lysimeter nach ihrem Einsatz von regenreichen Gebieten zu Gebieten mit geringerem Niederschlag oder von kühleren in wärmere Regionen versetzt werden. „Dann können wir beobachten, was geschieht, wenn Böden zum Beispiel größerer Trockenheit ausgesetzt werden, wie das für den Osten Deutschlands bereits vorhergesagt wird.“

Mit TERENO will die Helmholtz-Gemeinschaft eine Wissensbasis schaffen, die konkrete Empfehlungen ermöglichen soll, wie Land- und Forstwirtschaft sowie Kommunen ihre Bewirtschaftung des Landes an die veränderten Bedingungen anpassen können.

11.06.2013

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