Helmholtz-Gemeinschaft

Unterthema Technologiefallstudien

Carbon Capture and Storage (CCS)

CCS gilt als attraktive Option im Rahmen der Dekarbonisierung des Energieangebots und des Klimaschutzes, welche die weitergehende Nutzung fossiler Brennstoffe erlaubt. Kritisch wird betrachtet, dass die Kosten der Technologie hoch sind, mögliche Umwelteinwirkungen massiv sind und dass die Nutzung von CCS den schnellen Umstieg auf erneuerbare Energien verhindert.        

Die CCS-Fallstudie zielt darauf ab, das technische, ökonomische und gesellschaftliche Potenzial der Technologie als wichtiges Element einer deutschen Transformationsstrategie zu bewerten. Entsprechend liegt der Fokus auf den Wechselwirkungen und Auswirkungen auf das Energiesystem, z.B. Ressourcennachfrage, Emissionen und Kosten wie auch Versorgungssicherheit. Zusätzlich wird durch Akzeptanzanalysen den gesellschaftlichen Aspekten besonders Rechnung getragen.

Refuse Derived Fuels (RDF)

Umwandlungsprozesse auf der Basis von Sekundärbrennstoffen sind derzeit noch nicht konstituierender Teil des Energiesystems. Das hier betrachtete Kraftwerkskonzept zielt auf eine Kraft-Wärme-Anlage mittlerer Größe (20 - 50 MW) ab, basierend auf der alleinigen Nutzung von RDF oder einer gemeinsamen Nutzung mit anderen Energieträgern wie Geothermie. Das Haupthindernis für die Technologie besteht darin, dass entsprechende Energieträger über das Jahr fluktuierend, regional divergierend und ggf. in unterschiedlicher Qualität anfallen. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Analyse der ökonomischen Wirkungen, der Material- und Energieflüsse, der Umwelt­wirkungen und der Ressourcenverfügbarkeit verschiedener Varianten des Konzepts in verschiedenen Regionen unter besonderer Berücksichtigung konkurrierender nicht-energetischer Nutzungen der Inputs.

Für die Zukunft können andere (technische) Optionen wie z.B. Elektromobilität in Betracht gezogen werden.   

 

09.01.2013

Kontakt

Sprecher

Dr. Wilhelm Kuckshinrichs

w.kuckshinrichs (at) fz-juelich.de

 

Beteiligte Institute/Arbeitsgruppen

FZJ, KIT