Helmholtz-Gemeinschaft

Unterthema Szenarien für nachhaltige Energiesysteme

Die Entwicklung von Szenarien zur Transformation von Energiesystem (SES: Scenarios for Sustainable Energy Systems) stellt eine Hauptaufgabe von Thema 3 dar. Der Schwerpunkt liegt auf die Konsistenz der Projektionen zu Technologiepotenzialen, ökonomischen Wirkungen und Zielen zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Im Gegensatz zu anderen existierenden Szenarien wird der gesellschaftliche Kontext besonders berücksichtigt. 

Die Analyse fokussiert auf Deutschland in der EU. Die Szenarien sollen zur Strategiebildung für Transformationsprozesse beitragen. Das Ziel ist, unterschiedliche  Energiezukünfte für Deutschland darzulegen, die zur Dekarbonisierung von Energiesystemen beitragen, und deren Herausforderungen und Möglichkeiten heraus­zuarbeiten. Die Szenarien sollen allgemeinen Anforderungen wie Konsistenz, Reproduzierbarkeit und Transparenz genügen. Speziell sollen SES

  • Ergebnisse der Analyse technischer Optionen reflektieren, die methodisch hauptsächlich auf Technologiebewertung, Energiesystemmodellierung (z. B. IKARUS) und prozessbasierten Lebenszyklusansätzen (z. B. MFA, LCA) basieren;
  • die Erfordernisse, Perspektive und Optionen für eine deutsche Nachhaltigkeitspolitik im Kontext europäischer Positionen unter besonderer Berücksichtigung deutscher Positionen zu gesellschaftlicher Akzeptanz von Technologien und Strategien in Betracht ziehen;
  • (mikro-)ökonomische Mechanismen im Hinblick auf Innovationen und Investitionsverhalten und (makro-)ökonomische Wechselspiele zwischen Haushalten, Industrie und dem öffentlichen Sektor betrachten als auch Maßnahmen und notwendige Anreizsysteme, um die Transformation von Energiesystemen in Richtung Nachhaltigkeit zu induzieren;
  • charakterisiert werden durch einen einheitlichen Satz von Indikatoren und deren Bewertung; 
  • erstellt werden unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Entscheidungsfindung, um Lösungen zu bieten im Hinblick auf widersprüchliche und vielfältige gesellschaftliche Ziele.

Um für das TIG-Programm maximalen Nutzen zu erlangen, wird das Wissen und die Expertise der Themen 4 und 5 im Hinblick auf Erneuerbare Energie und Energieeffizienz genutzt. Die Zuverlässigkeit, Transparenz und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse sind von besonderer Bedeutung. Diesbezüglich ist die Darstellung aller Annahmen zur Entwicklung von Technologien und zum Verhalten von Akteuren, von Modellkonzepten als auch aller subjektiven Elemente zentrales Element der Szenarien.

 

11.06.2013

Kontakt

Sprecher

Dr. Wilhelm Kuckshinrichs

w.kuckshinrichs (at) fz-juelich.de

Beteiligte Institute/Arbeitsgruppen

FZJ, KIT