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Helmholtz Perspektiven November 2015

23 Helmholtz Perspektiven November – Dezember 2015 ForScHungSPolitiK Die Helmholtz-Gemeinschaft sah sich mit dem Positionspapier „Helmholtz 2020“ Kritik aus den Reihen der Uni- versitäten ausgesetzt, die Rede war von einer Helmholtzifizierung des Wissen- schaftssystems. Wie ist es aktuell um das Verhältnis zwischen Universitäten und Helmholtz bestellt? Das Papier haben die Universitäten so verstanden, dass die Helmholtz- Gemeinschaft das größte Budget hat und deswegen im Führerhaus sitzen will. Das ist im Sinne des Gesamtsystems nicht zu akzeptieren. Wichtig ist deshalb, dass die Universitäten in die Lage versetzt werden, ihrer zentralen Rolle im Wissenschafts- system mit Forschung auf allen Ebenen, mit Nachwuchsbildung und Lehre dau- erhaft gerecht zu werden. Es kann nicht sein, dass sich die Schere zwischen der Finanzierung der Außeruniversitären und der Universitäten immer weiter öffnet. Da muss etwas passieren, zumal die Neueste Forschungsergebnisse, neue Entwicklungen in der Forschungspolitik und Hintergrundinformationen – mit den monatlichen Ausgaben des Newsletters „Helmholtz Update“ erhalten Sie wichtige Nachrichten aus Wissenschaft, Politik und der Helmholtz-Gemeinschaft. www.helmholtz.de/update BEricHtE und HintErgründE auS WiSSEnScHaFt und ForScHungSPolitiK Bleiben Sie informiert – der newsletter der Helmholtz-gemeinschaft anmeldung unter www.helmholtz.de/update UPDATE Außeruniversitären auf die Qualität der Universitäten bei der Heranbildung des Nachwuchses angewiesen sind. Wo gibt es aus Ihrer Sicht noch Rede- bedarf? Zum Beispiel müssen wir bei der Nutzung von Großgeräten stärker kooperieren, das sollte eine gemeinsame Anstrengung werden und nicht nur in den Händen der Helmholtz-Gemeinschaft liegen. Wir soll- ten in der Allianz der Wissenschaftsorga- nisationen diskutieren, wie wir da künftig koordiniert vorgehen können. Wie sehen Sie die Zusammenarbeit in Zukunft? Wir sollten nicht darüber streiten, wer wo sitzt, sondern uns auf unsere Aufgaben konzentrieren. Eine partnerschaftliche Kooperation wird auch funktionieren, wenn sich beide auf Augenhöhe befinden. Wenn einer Dienstleister des anderen wäre, hätten wir ein Problem. Welche Impulse erhoffen Sie sich vom neuen Helmholtz-Präsidenten Otmar Wiestler? Herrn Wiestler kenne ich aus der Zeit, als er in Heidelberg am Deutschen Krebsfor- schungszentrum und ich an der Univer- sität Karlsruhe war. Jetzt wird er nicht nur den Bereich Gesundheit, sondern die gesamte Wissenschaft im Blick haben müssen. Ich hoffe, er wird sich in diesem Sinne mit uns für die Stärkung der Hochschulen einsetzen – weil sie eben auch im Interesse der außeruniversitären Forschung wäre.  Interview: Benjamin Haerdle

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