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Partner des Pakts für Forschung und Innovation

Mit der Einführung des Pakts für Forschung und Innovation in 2005 haben Bund und Länder eine wichtige Richtungsentscheidung getroffen, um Zukunftsthemen aufzugreifen, den Nachwuchs zu fördern und das Wissenschaftssystem in Deutschland noch leistungsfähiger zu machen.

Magnesiumlegierung
In der Forschung werden neue ultraleichte Magnesiumlegierungen für vielfältige Anwendungen entwickelt. Foto: HZG
Dichtungsmaterial Brennstoffzellen
Forschung schafft die Voraussetzung für Innovationen, zum Beispiel dur ch neuartige Dichtungsmaterialien für Brennstoffzellen. Foto: Forschungszentrum Jülich

In der bis 2015 angesetzten zweiten Förderperiode gewährt der Pakt einen jährlichen Zuwachs von fünf Prozent. Dadurch eröffnen sich für die Helmholtz-Gemeinschaft notwendige Handlungs- und Entwicklungsfreiräume, um strategische Maßnahmen und Instrumente auszubauen und neue zu etablieren. Als Partner dieser Innovationsoffensive hat sich die Gemeinschaft verpflichtet, ihren  Beitrag zu Wachstum und Wohlstand zu leisten, indem sie das Wissenschaftssystem dynamisch weiterentwickelt, Vernetzungen ausbaut und neue Formen der strategischen Partnerschaften etabliert, die internationale Zusammenarbeit stärkt, Wertschöpfung durch die Förderung von Wissenstransfer in Gesellschaft und Wirtschaft ermöglicht und schließlich – als eine der wichtigsten Aufgaben – exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Karrierestufen gewinnt und fördert, damit sie ihre Talente optimal entfalten können.

1. DYNAMISCHE ENTWICKLUNG DES WISSENSCHAFTSSYSTEMS

Im Kontext der nationalen und internationalen Forschungslandschaft entwickelt die Helmholtz-Gemeinschaft ihre Strukturen stetig weiter, um ihrer strategisch ausgerichteten Forschung optimale Bedingungen zu bieten. Durch ihre eigene Entwicklung leistet sie einen signifikanten Beitrag zur dynamischen und nachhaltigen Entwicklung für das deutsche Wissenschaftssystem. Globale Transformationsprozesse stellen die Gesellschaft vor große Herausforderungen und erfordern Lösungsansätze aus der Forschung: Der steigende Energiebedarf, die Klimaveränderungen und der demographische Wandel sind nur einige Beispiele. Die Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft folgen ihrer Mission, mit exzellenter Forschung zur Lösung dieser wichtigen Zukunftsfragen beizutragen,  dabei langfristig orientiert vorzugehen und Erkenntnisse zum Nutzen von Gesellschaft und Wirtschaft umzusetzen.

Strategische Erschließung neuer Forschungsfelder
Aus einem Teil des jährlichen Aufwuchses fördert die Helmholtz-Gemeinschaft eine Reihe von Portfoliothemen, die Expertinnen und Experten aus den 18 Helmholtz-Zentren in einem groß angelegten Prozess als besonders zukunftsträchtig identifiziert haben. Mit wichtigen Themen wie etwa Bioökonomie oder dem Helmholtz Wasser-Netzwerk setzt die Gemeinschaft ihren 2010 begonnenen Portfolioprozess fort. Dieser Strategieprozess umfasst auch die großen Forschungsinfrastrukturen, bei denen die Helmholtz-Gemeinschaft eine klare Architektenrolle innehat. In der „Helmholtz-Roadmap für Forschungsinfrastrukturen“ identifizierte die Organisation Strukturen und Großgeräte, die in den nächsten Jahren für die Umsetzung des wissenschaftlichen Portfolios notwendig und strategisch relevant sind, wie etwa große Beschleunigeranlagen, Großrechner oder geplante Infrastrukturen im Gesundheitsbereich.

Wettbewerb um Ressourcen
Für die Umsetzung der Forschungsthemen müssen umfangreiche Programme erstellt und finanzielle Mittel bereitgestellt werden, die u. a. im internen Wettbewerb der Helmholtz-Zentren im Rahmen der Programmorientierten Förderung vergeben werden. Bei diesem Verfahren, das Transparenz und Planungssicherheit verschafft, orientiert sich die Gemeinschaft an den forschungspolitischen Vorgaben der Zuwendungsgeber. Die Zuwendung ist für die Programmlaufzeit von jeweils fünf Jahren an die Ergebnisse strategisch-programmatischer Begutachtungen gekoppelt. Die bereits dritte Evaluierungsrunde seit Gründung der Helmholtz-Gemeinschaft in 2001 steht zwischen 2013 und 2014 an. In 2011 haben Senat und Zuwendungsgeber Eckpunkte für die Weiterentwicklung des Verfahrens beschlossen, die bereits in die dritte Begutachtungsrunde einfließen werden. Demnach sollen Verfahren gestrafft und die Verzahnung von Zentren und Programmen mit externen Partnern berücksichtigt werden. Zudem soll der Beitrag der Gemeinschaft zur Modernisierung der deutschen Forschungslandschaft gestärkt werden. Mit dem seit Jahren bewährten Impuls- und Vernetzungsfonds (IVF) des Präsidenten hat die Helmholtz-Gemeinschaft vielfältige Maßnahmen entwickelt, um die Paktziele zu erreichen. Aus den Mitteln des IVF werden strategisch wichtige Aktivitäten angestoßen und Kooperationen mit den Universitäten gestärkt. Mit Projekten wie den Helmholtz-Allianzen oder den W2-/W3-Stellen für exzellente Wissenschaftlerinnen trägt der IVF zur stärkeren Vernetzung mit Universitäten sowie zur Etablierung helmholtzweiter Qualitätsstandards zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit bei. Grundprinzip ist dabei die wettbewerbsorientierte Vergabe der Fördermittel. Die Aufstockung des IVF von 65 Mio. Euro im Jahr 2011 auf rund 68 Mio. Euro im Jahr 2012 ermöglicht die Weiterführung der begonnenen Maßnahmen und die Etablierung neuer Instrumente.

Spitzenclusterwettbewerb
Die starke Position Deutschlands im globalen Wettbewerb beruht nicht zuletzt auf der exzellenten Forschung und der Innovationsfähigkeit deutscher Unternehmen. Jedoch können die großen gesellschaftlichen und ökonomischen Herausforderungen nur gemeinsam von Wissenschaft und Wirtschaft angegangen werden – durch inhaltliche und regionale Partnerschaften, in denen Kräfte gebündelt und Stärken gestärkt werden. Das Potenzial solcher Cluster wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem Spitzenclusterwettbewerb gefördert, der in seiner Themenoffenheit alle Branchen und Forschungsgebiete der Zukunft anspricht. Im Rahmen der dritten Runde des Spitzenclusterwettbewerbs des BMBF konnten sich drei Helmholtz-Zentren behaupten. Die drei neuen Spitzencluster greifen die Themen Bioökonomie, Elektromobilität und Immuntherapie auf und werden vom BMBF über fünf Jahre mit bis zu 40 Mio. Euro für die Umsetzung ihrer Strategie gefördert. Mit den Gewinnern der dritten Runde werden inzwischen 15 Spitzencluster mit insgesamt 600 Mio. Euro gefördert. An neun dieser Spitzencluster sind Helmholtz-Zentren beteiligt. Dazu kommen Mittel der beteiligten Unternehmen in gleicher Höhe. Damit werden 1,2 Mrd. Euro zusätzlich in den Innovationsstandort Deutschland investiert. Die Helmholtz-Zentren sind auch im internationalen Wettbewerb besonders erfolgreich. So stieg beispielsweise im Berichtsjahr die Anzahl der Bewilligungen im Rahmen der ERC-Ausschreibungen erheblich. Besonders erfolgreich waren dabei die Zentren des Forschungsbereiches Gesundheit. Um ihre Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zusätzlich zu motivieren, sich für den ERC Starting Independent Researcher Grant zu bewerben, hat die Helmholtz-Gemeinschaft zudem eine Prämie von bis zu 250.000 Euro ausgelobt. Mit diesen Mitteln sollen erfolgreiche Helmholtz-Wissenschaftlerinnen und –Wissenschaftler etwa zusätzliche Promovierende finanzieren können. Darüber hinaus wurden Helmholtz-Forscher mit vielen renommierten internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Potamkin-Preis der American Academy of Neurology und zwei Mega-Grants der Russischen Regierung.

2. VERNETZUNG IM WISSENSCHAFTSSYSTEM

Strategische Partner
Ein Kernelement der Strategie der Helmholtz-Gemeinschaft ist die Vernetzung mit universitären Partnern und der Wirtschaft. Nur so können Wissen ausgetauscht, der Anwendungsbezug der Forschung sichergestellt und Ressourcen effizient genutzt werden. Eine privilegierte strategische Bedeutung für die Gemeinschaft haben dabei die Universitäten, wie etwa die Ergebnisse der Exzellenzinitiative II zeigen: Helmholtz-Zentren sind an neun Zukunftskonzepten, 16 Exzellenzclustern und zahlreichen Graduiertenschulen beteiligt und haben sich so auch in der letzten Runde der Exzellenzinitiative als wichtige Partner der Universitäten erwiesen. Aber auch mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Unternehmen und internationalen Partnern ist die Gemeinschaft intensiv vernetzt. Diese Kooperationsphilosophie gewährleistet den wissenschaftlichen Austausch auf Augenhöhe, mobilisiert vorhandene Synergien zwischen den Partnern und trägt somit zur Erfüllung der Paktziele und zur Stärkung des Wissenschaftssystems bei. In Verbünden und Projekten mit strategischen Partnern forschen die Helmholtz-Zentren an den drängenden Fragen von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Mit den Helmholtz Virtuellen Instituten und den Helmholtz-Allianzen werden die Kooperationen mit nationalen und internationalen Hochschulen und Forschungsinstituten unterstützt, mit denen die Helmholtz-Gemeinschaft innovative Themen aufgreift und bearbeitet. Mit den Helmholtz Virtuellen Instituten wird an vielen Stellen die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Helmholtz-Zentren ausgebaut und neu initiiert. Inzwischen stellen viele von ihnen den Kern größerer Kooperationsnetzwerke dar, beispielsweise das „Helmholtz Virtual Institute Molecular basis of glucose regulation and Type 2 Diabetes“. Einige haben zur Programminnovation beigetragen, wie das „Helmholtz Virtual Institute of neurodegeneration & ageing“ oder sind heute in der Anwendung von direktem Nutzen, wie das „Helmholtz Virtual Institute Translating hadron therapy from basic research to clinical application“ in der Strahlentherapie von Krebserkrankungen. Im Rahmen der bisherigen fünf Ausschreibungsrunden wurden bzw. werden mit insgesamt fast 100 Mio. Euro 99 Virtuelle-Institute gefördert, an denen 326 Hochschulpartner von 61 verschiedenen deutschen Hochschulen beteiligt sind. Davon flossen bzw. fließen rund 56 Mio. Euro an die Hochschulen. Der Mehrwert liegt vor allem darin, dass Grundlagen und angewandte Forschung verbunden werden und die internationale Sichtbarkeit der Partner erhöht werden können. Zudem werden der wissenschaftliche Nachwuchs systematisch gefördert und Infrastrukturen komplementär genutzt. Das erfolgreiche Konzept der Helmholtz-Allianzen ist darauf ausgerichtet, zukunftsfähige, neue und strategisch wichtige Themen aufzugreifen und innovativ zu bearbeiten. Gemeinsam mit universitären und anderen externen Partnern sollen in Verbünden mit erkennbar kritischer Masse international sichtbare „Leuchttürme“ auf- und ausgebaut werden, im Einklang mit dem Programmportfolio der Helmholtz-Forschungsbereiche. Die Gemeinschaft strebt an, bewährte Allianzen institutionell weiterzuführen, um die Nachhaltigkeit der Forschungsvorhaben zu gewährleisten. Helmholtz-Allianzen tragen auch zu strukturellen Innovationen bei, indem sie nationale und internationale Partner aus Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen zusammenbringen. Im Sommer 2012 wurden wieder vier neue Allianzen ausgewählt, die mit insgesamt 50 Mio. Euro aus dem Impuls- und Vernetzungsfond gefördert werden. Die Themen reichen von Diabetesforschung über Fernerkundung und Robotik bis zu Flüssigmetalltechnologien.

3. INTERNATIONALE ZUSAMMENARBEIT

Große Herausforderungen wie die zukünftige Energieversorgung, der Klimawandel oder die Bekämpfung von Volkskrankheiten lassen sich nur global, langfristig und durch einen koordinierten und systematischen Einsatz von Ressourcen adressieren. Daher kooperieren Helmholtz-Zentren mit den besten Forschungseinrichtungen der Welt, u. a. mit Russland, China, USA oder Kanada. Die weltweit einzigartigen Forschungsinfrastrukturen, ein Alleinstellungsmerkmal der Helmholtz-Gemeinschaft, dienen zudem als Plattformen für internationale Zusammenarbeit und für Forschung auf höchstem Niveau. Die Gemeinschaft stellt ihre Forschungsinfrastrukturen der europäischen wissenschaftlichen Community zur Verfügung und zieht so jährlich mehr als 6.200 Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler an. Mit der in 2010 verabschiedeten Internationalen Strategie sichert sich die Helmholtz-Gemeinschaft ihre Position im Wettbewerb um hochqualifizierte Köpfe im Ausland, schafft den Zugang zu Forschungsressourcen bei den Partnereinrichtungen und erweitert künftige Kooperationsmöglichkeiten durch den strategischen Aufbau von Partnernetzwerken. Die Strategie hilft der Gemeinschaft, ihre Verpflichtungen im Pakt für Forschung und Innovation zu erfüllen und ihre Position im internationalen Wissenschaftssystem weiter zu stärken. Die Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft unterhalten als strategische Partner langjährige erfolgreiche Kooperationen mit europäischen Forschungseinrichtungen und profitieren darüber hinaus stark von den Instrumenten der EU-Forschungsrahmenprogramme. Sie beteiligen sich aktiv an europäischen Verbundprojekten und sind auch im Rahmen der Ausschreibungen des Europäischen Forschungsrates besonders erfolgreich. Im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm beteiligen sich die Helmholtz-Zentren erfolgreich an 285 Projekten, bei 41 sogar in koordinierender Funktion. Als eine der größten Forschungsorganisationen Europas leistet die Helmholtz-Gemeinschaft zudem einen Beitrag zum Dialog über die Weiterentwicklung der EU Forschungsförderung über 2014 hinaus sowie zur Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums (ERA).

4. WISSENSCHAFT UND WIRTSCHAFT

Die Helmholtz-Gemeinschaft widmet sich anspruchsvoller Grundlagenforschung mit einer hohen Anwendungsorientierung. Forschungskooperationen, insbesondere strategische Partnerschaften mit der Wirtschaft, sind bedeutsame Kanäle für Technologietransfer. Im Rahmen von Wirtschaftskooperation des Wissenstransfers in die Gesellschaft sowie des Transfers und der Verwertung von Forschungsergebnissen finden zahlreiche Aktivitäten statt. Dabei trägt der Helmholtz- Technologietransfer Früchte und führte unter anderem zu mehreren prämierten Ausgründungen aus den Helmholtz-Zentren. Die erfolgreiche Etablierung des Validierungsfonds sowie die Einführung von „shared services“ zur effizienteren Nutzung der Kapazitäten im Technologietransfer innerhalb der Gemeinschaft stellten die Weichen für eine stärkere Entwicklung auf diesem Gebiet in den kommenden Jahren. Der Helmholtz-Validierungsfonds wird jährlich mit bis zu 7,5 Mio. Euro ausgestattet und soll die Finanzierungslücke zwischen Forschung und Anwendung schließen. Zugleich soll das Instrument einen Anreiz für Ideen und Erfindungen schaffen, um sie für die Wirtschaft interessant zu machen oder eine Ausgründung zu ermöglichen. Ausgründungen werden von der Helmholtz-Gemeinschaft seit Jahren durch das Instrument Helmholtz-Enterprise gefördert. Zwischen 2006 und 2011 sind 73 Ausgründungsvorhaben mit maximal 200.000 Euro – anteilig aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds und den betreffenden Zentren – unterstützt worden. Über die Hälfte dieser Projekte sind mittlerweile gegründet und erfolgreich am Markt. In der Gesamtbilanz der Forschungskooperationen mit der Wirtschaft im Sinne von gemeinsamen Forschungsprojekten und Auftragsforschung gab es 2011 in den Helmholtz-Zentren Erträge in Höhe von knapp 160 Mio. Euro. Dabei war das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit seinen anwendungsnahen Forschungsfeldern wieder besonders erfolgreich. Die Beiträge der Zentren zur wirtschaftlichen Wertschöpfung werden durch einen erfolgreichen Wissens- und Technologietransfer enorm verstärkt, sowohl durch die regionalen Arbeitsmarkteffekte von Ausgründungen als auch durch die Lizenzierung von Schutzrechten, die in der Mehrzahl an deutsche KMU vergeben werden.

5. DIE BESTEN KÖPFE GEWINNEN

Talentmanagement auf jeder Ebene und in jedem Bereich ist für die Helmholtz-Gemeinschaft ein besonderes Anliegen. Herausragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das wertvollste Kapital und können nur durch Förderung und Chancengleichheit gewonnen und gehalten werden. Die Gemeinschaft investiert daher in die Aus- und Weiterbildung ihres wissenschaftlichen und administrativ-technischen Personals. Die unternommenen Anstrengungen tragen bereits Früchte: Die Gemeinschaft wird jünger, weiblicher und internationaler auf höchstem Niveau mit der Folge weiterer preisgekrönter exzellenter Forschung.

Die Organisation setzt auf bewährte und neue Instrumente zur gezielten Rekrutierung, Förderung und Weiterqualifizierung ihrer Spitzenkräfte sowie ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Wissenschaft, Administration und im Infrastrukturbereich. Neben der kontinuierlich steigenden Zahl von Auszubildenden unterstützte die Gemeinschaft im Berichtsjahr über 5.800 Promovierende und 150 Helmholtz-Nachwuchsgruppen. Darüber hinaus etablierte die Gemeinschaft ein neues Instrument zur Förderung der frühen wissenschaftlichen Selbstständigkeit im Rahmen des Impuls- und Vernetzungsfonds. Durch das Helmholtz-Postdoc-Programm sollen in Zukunft insbesondere exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen die Möglichkeit erhalten, direkt nach Abschluss ihrer Promotion ein von ihnen definiertes Forschungsthema selbstständig weiter zu verfolgen und sich in diesem Forschungsgebiet zu etablieren. Somit leistet die Helmholtz-Gemeinschaft einen Beitrag zur Etablierung eines Kaskadenmodells im Sinne der Gleichstellungsorientierten Standards der DFG. Die Einführung von flexiblen Zielquoten zur Gewährleistung von Chancengleichheit auf allen Ebenen nimmt die Organisation ernst und wird ihre Gremien damit befassen. Effiziente und effektive Managementstrukturen sind für eine moderne Forschungsorganisation unerlässlich. Mit der Etablierung der Helmholtz-Akademie für Führungskräfte in 2007 und der Entwicklung eines differenzierten Weiterbildungsportfolios für ausgewählte Zielgruppen hat die Helmholtz-Gemeinschaft neue Maßstäbe für die Forschungsmanagement-Ausbildung in Deutschland gesetzt. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Qualifizierung von weiblichen Nachwuchsführungskräften gerichtet. Die Helmholtz-Gemeinschaft investiert schließlich erheblich in die Heranführung von Kindern und Jugendlichen an die Forschung und erfüllte dabei ihr erklärtes Ziel, den Wissenstransfer in die Gesellschaft und die Chancengleichheit zu stärken. Um die Begeisterung für Wissenschaft und Technik unter Kindern und Jugendlichen zu wecken, engagierten sich die Helmholtz-Zentren im Rahmen des Wissenschaftsjahres des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit zahlreichen Aktivitäten in ganz Deutschland. Angebote wie die Schülerlabore sowie das Projekt „Sechs- bis Zehnjährige“ der Initiative „Haus der kleinen Forscher“ richten sich an die zukünftige Generation von Forscherinnen und Forschern in diesem frühen und entscheidenden Alter.

Die Helmholtz-Gemeinschaft adressiert die Paktziele mit einem stimmigen und fokussierten Maßnahmenbündel. Mit ihrer vielseitigen Expertise und ihren Forschungsinfrastrukturen wird die Gemeinschaft auch in Zukunft konsequent das Ziel verfolgen, Antworten auf drängende Forschungsfragen von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu finden. Sie leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Forschungs- und Innovationsstandortes Deutschland.