Helmholtz-Gemeinschaft

Wissenschaftsjahr Berlin 2010

www.wissenschaftberlin2010.de

Im Jahre 2010 feiern fünf der ältesten und zugleich international bekanntesten Wissenschaftseinrichtungen Berlins Jubiläen. Unter dem Motto: „Berlin – Hauptstadt für die Wissenschaft“ aber sind - über die Jubilare hinaus - alle wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt eingeladen, sich auch mit eigenen Veranstaltungen an diesem Jahr zu beteiligen. Es geht nicht nur um eine Darstellung Berlins als Wissenschaftsstandort in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, es geht ebenso um die Schaffung eines Bewusstseins für die Bedeutung von Wissenschaft, Forschung, Freiheit des Denkens und der Neugier weit über den engen Wissenschaftsbetrieb hinaus. Unser tägliches Leben wie unser Wohlstand sind ohne Wissenschaft und Forschung nicht möglich.

Wissenschaftsjahr 2010 Berlin – Hauptstadt für die Wissenschaft: www.wissenschaftberlin2010.de

 

Helmholtz-Humboldt-Sonntagsvorlesung

In Kooperation mit der Berliner Zeitung: www.berliner-zeitung.de

Vier Vorlesungen – Acht Forscher zu aktuellen Themen aus Gesundheit und Energie: Im Berliner Wissenschaftsjahr 2010 laden die Helmholtz-Gemeinschaft und die Humboldt-Universität gemeinsam zu Sonntagsvorlesungen ein. In bester Berliner Tradition werden an vier Sonntagen aktuelle Themen aus den Forschungsbereichen Gesundheit und Energie aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Forschung vorgestellt und diskutiert.

Sie sind eingeladen, im Wissenschaftsjahr am Diskurs teilzunehmen um 11 Uhr im Senatssaal Hauptgebäude der Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, 10117 Berlin.

Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer zur Veranstaltung.

Sonntag 28. März , 11 Uhr

Die Energie der Zukunft: die neuen Dünnschicht-Solarzellen

Vorlesung: Prof. Dr. Bernd Rech, Leiter des Institut Silizium-Photovoltaik, Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie

Der andere Blick: Vorlesung von  Prof. Dr. Norbert Koch, Supramolekulare Systeme, Institut für Physik, Humboldt-Universität zu Berlin

Die These: Die Solarenergie besitzt das größte Potenzial aller erneuerbarer Energieträger. Jedes Jahr strahlt die Sonne 10.000 Mal mehr Energie auf die Erdoberfläche als die Welt derzeit an Primärenergie verbraucht. Ziel unserer Forschung ist es, dieses Sonnenlicht effektiv und kostengünstig in elektrischen Strom umzuwandeln. Dazu werden heute meist Halbleiterbauelemente aus Silizium eingesetzt. Dank kreativer Ideen sowie mittels moderner Dünnschicht- und Nanotechnik wird Silizium auch in Zukunft das führende Material der Photovoltaik sein. Die Vorlesung beschreibt den Stand der Photovoltaik heute und gibt einen Ausblick auf die Solarzellen von morgen. Im Mittelpunkt steht das zweithäufigste Element der Erdkruste: Silizium.

Sonntag, 28. Februar , 11 Uhr

Diabetes mellitus - eine neue Volkskrankheit

Vorlesung: Prof. Dr. Martin Hrabé de Angelis, Institutsleiter Institut für Experimentelle Genetik, Helmholtz Zentrum München, Deutsches  Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt sowie verantwortlicher Wissenschaftler für die Gründung des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung.

Der andere Blick: Vorlesung von Prof. Dr. Dr. Reinhard Ketelhut, Kardiologe und Sportmediziner am Institut für Sportwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin und an der Charité

Die These: Diabetes mellitus gehört zu den am weitest verbreiteten  „Volkskrankheiten“ in Deutschland. Der weltweite Anstieg – so schätzt die WHO – beträgt in den nächsten 15 Jahren 50%. Dabei sind komplexe Zusammenhänge, die für Diabetes mellitus die Ursache sind, nur mangelhaft verstanden. Neben großem menschlichen Leid stellt Diabetes mit seinen Folgeerkrankungen mittlerweile den kostenintensivsten Bereich in unserem Gesundheitssystem dar: Ein verstärktes Engagement in den Bereichen Grundlagenforschung, Präventionsforschung, translationale Forschung, klinische Forschung, Versorgungsforschung und auch gesundheitsökonomische Forschung ist unabdingbar. Von höchster Wichtigkeit sind auch eine lebenslange Vorbeugung, die Ausbildung und Wissen aller Bürgerinnen und Bürger zu den Gefahren der Krankheit sowie den Chancen durch Prävention. Der Mensch muss im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen.

Sonntag, 31. Januar , 11 Uhr

Die Schweinegrippe – Infektionen werden zu Pandemien

Vorlesung: Prof. Dr. Klaus Schughart, Abteilungsleiter Infektionsgenetik, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig

Der andere Blick: Vorlesung "Rechtsprobleme der Pandemiebekämpfung" Prof. Dr. Michael Kloepfer, Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, Europarecht, Umweltrecht, Finanz- und Wirtschaftsrecht, Humboldt-Universität

Die These: Die nächste Pandemie kommt bestimmt. Influenza-Viren stellen eine ständige Bedrohung dar, da das natürliche Reservoir sehr groß ist und immer wieder neue Varianten entstehen. Die derzeit vorhandenen Medikamente werden schnell wirkungslos. Impfungen aber bilden einen wirkungsvollen Schutz. Der Gefahr können wir nur wirkungsvoll begegnen, indem wir beobachten, forschen und neue Medikamente entwickeln. Neue Erkenntnisse aus der Forschung: Die Genetik des Wirts beeinflusst die Empfindlichkeit oder Resistenz gegenüber einer Virusinfektion. Eine Überreaktion des angeborenen Imunsystems kann bei einer Erstinfektion sehr schädlich sein.

Sonntag, 25. April, 11 Uhr

Die Zukunft des Menschen: Ernährung, Wasser und Energie im Klimawandel

Vorlesung: Prof. Dr. Dietrich Borchardt, Departmentleiter Aquatische Ökosystemanalyse und Management, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, Magdeburg

Der andere Blick: Vorlesung "Klimafolgen - global, regional und lokal" Prof. Dr. Wilfried Endlicher, Geographisches Institut, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät I, Humboldt-Universität.

Die These: Die Entwicklung der Menschheit im 21. Jahrhundert wird von zunehmender Ressourcenknappheit geprägt sein: insbesondere Nahrung, Energie, Wasser. Ausmaß und Geschwindigkeit von globalen Wandelprozessen (Klima, Bevölkerungswachstum, Landnutzungen) werden bisher nicht gekannte Größenordnungen erreichen. Weltweit betrachtet wird zudem die Verfügbarkeit, der Bedarf und die Nutzung dieser Ressourcen noch ungleicher verteilt sein, als dies bereits der Fall ist. Es stellt sich die Frage, ob und wie unter den Bindungen des „Globalen Wandels“ eine nachhaltige Balance zwischen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung von Zivilgesellschaften und der Ressourcennutzung erreicht werden kann. Die Wissenschaft ist in besonderer Weise gefordert: Wandelprozesse müssen in ihrer Komplexität analysiert und verstanden werden, Konsequenzen sind zu identifizieren und Lösungswege aufzuzeigen.

Weitere Veranstaltungen

5. Februar bis 1. April 2010 in Bonn, Wissenschaftszentrum Bonn und im Juli/August 2010 in Berlin-Mitte

Die Wanderausstellung „Wunderkammer Wissenschaft“ der Helmholtz-Gemeinschaft lädt mit rund 500 akustisch untermalten bewegten und bewegenden Bildern in die faszinierende Welt der Wissenschaften ein. Mit ihren Wissenschaftsbildern will die Ausstellung an den ursprünglichen Impuls des Erforschens anknüpfen – das Staunen über das Wunderbare unserer Welt, die Energie in unserer Umwelt und das Fragen nach ihrer Entstehung, Entwicklung und Zukunft.

www.wunderkammerwissenschaft.de

Annas Salon - Vorlesungen im Magnus-Haus Berlin

Teilnahme auf Einladung.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Mehr Veranstaltungen im 'Wissenschaftsjahr Berlin 2010'

Unter dem Motto: 'Berlin – Hauptstadt für die Wissenschaft' sind alle wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt eingeladen, sich auch mit eigenen Veranstaltungen an diesem Jahr zu beteiligen. Berlin will im Jahr 2010 von seinen Gästen wie von der eigenen Bevölkerung auf neue Weise entdeckt werden.

Zum Kalender 'Wissenschaftsjahr Berlin 2010'

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15.03.2010

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