Helmholtz-Gemeinschaft

Informationsabend „Biotechnologie – Gesundheitsforschung für übermorgen“

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 06. Juli von 18:00 bis 20:00 Uhr im Spreepalais am Dom in der
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2, 10178 Berlin statt.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Helmholtz-Gemeinschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft www.fraunhofer.de, der Leibniz-Gemeinschaft www.leibniz-gemeinschaft.de und der Max-Planck-Gesellschaft www.mpg.de.

Seit der erfolgreichen Behandlung von Diabetikern durch rekombinantes Insulin spielt die Biotechnologie eine immer größere Rolle in der Gesundheitsforschung. Durchbrüche der biomedizinischen Grundlagenforschung resultierten in neuen pharmazeutischen Produkten und klinischen Anwendungen. Aber Herausforderungen bleiben: Die demografische Entwicklung in den Industrieländern hat eine immer älter werdende Bevölkerung zur Folge. Volkskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder neuropsychiatrische Erkrankungen nehmen zu und stellen die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems auf eine harte Probe.

Gerade bei chronischen Krankheiten ist häufig eine symptomatische Behandlung möglich, aber keine Heilung. Doch die biomedizinische Grundlagenforschung hat seit der Entschlüsselung des menschlichen Genoms bedeutende Fortschritte gemacht. Aus diesen Erkenntnissen werden nun innovative Diagnose- und Therapieansätze entwickelt. In den Ideenschmieden der Forschungsorganisationen entsteht derzeit die nächste Generation der Biotechnologie – mit faszinierenden Möglichkeiten für neuartige medizinische Ansätze. Kann eine „genomische Schere“ in Zukunft das Erbgut des AIDS-Erregers aus den infizierten Zellen herausschneiden? Können Syntheseroboter komplexe Zucker zur Erzeugung neuer Impfstoffe produzieren?  Wie wird man komplexe Wirkstoff-Moleküle auf biologischem Wege herstellen? Können spezifische Antikörper in zellfreien Systemen entwickelt und anschließend in diesen Systemen kostengünstig produziert werden? Ist es möglich, pharmakologisch relevante Membranproteine zellfrei auf Chip-Oberflächen zu synthetisieren und können neue Wirkstoffe in zellfreien Systemen entwickelt werden?

Die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Leibniz-Gemeinschaft und die Max-Planck-Gesellschaft haben sich bereits 2010 zusammengefunden, um gemeinsam die Biotechnologie in Deutschland weiter voranzubringen. Welche vielversprechenden Wege in der Biomedizin derzeit ausgelotet und vorangetrieben werden, möchten wir bei unserem Informationsabend darstellen und mit Ihnen gemeinsam diskutieren. 

 

Programm

17:30 Uhr      Einlass

18:00 Uhr      Ausstellung

Zellfreie Proteinsynthese: Neue Wege vom Gen zum Protein – Fraunhofer Gesellschaft

Enzym-Toolboxen liefern bioaktive Moleküle als Wirkstoffe für die Medizin – Helmholtz-Gemeinschaft

Protein-Evolution im Reagenzglas: Grundstein für neuartige Therapien – Max-Planck-Gesellschaft

Bio/Synthetische Mikro-Produktionseinheiten: der Weg zu neuen Wirkstoffen – Leibniz-Gemeinschaft

19:00 Uhr      Podiumsdiskussion

Prof. Dr. Axel Brakhage - Direktor - Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI), Jena

Prof. Dr. Dr. Mathias Gutmann - Professor für Technikphilosophie an der Universität Karlsruhe

Dr. Stefan Kubick - Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik, Potsdam

Prof. Dr. Peter Seeberger - Direktor am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam

Prof. Dr. Wolfgang Wiechert - Direktor Institut für Bio- und Geo-Wissenschaften, IBG-1: Biotechnologie am Forschungszentrum Jülich

20:00 Uhr      Ende der Veranstaltung

 

Bitte melden Sie sich bis zum 1. Juli an bei: mpgberlin (at) gv.mpg.de.

12.06.2013

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