Helmholtz-Gemeinschaft

WISDOM-Projekt: Karten für das Mekong-Delta, Vietnam

Der Mekong ist einer der größten Flüsse der Erde, und sein Delta erstreckt sich über rund 40.000 Quadratkilometer im Südwesten Vietnams. Touristen erleben das Mekong-Delta als fruchtbares Land, von unzähligen Wasserstraßen durchzogen, auf denen die Menschen in Booten ihren alltäglichen Geschäften nachgehen. Die Märkte quellen über von tropischen Früchten, drei Reisernten pro Jahr und Aquakulturen für Garnelen und Pangasius sichern einen bescheidenen Wohlstand. Doch das Idyll ist gefährdet, jährlich gibt es starke Überschwemmungen, die Mangrovenwälder verschwinden, die biologische Vielfalt nimmt rapide ab, die Böden versalzen, und Trinkwasser wird knapper. Mit dem Informationssystem WISDOM (Water related Information System for the Sustainable Development of the Mekong Delta Vietnam) sollen vietnamesische Behörden diese Entwicklungen besser überblicken und nachhaltige Lösungen für das Management knapper Ressourcen entwickeln können. Dr. Claudia Künzer vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) koordiniert das große Projekt, an dem 60 Wissenschaftler und 15 Doktoranden aus 18 deutschen und vietnamesischen Forschungszentren und Universitäten arbeiten.

Die komplexe Dateninfrastruktur hinter dem WISDOM-Projekt integriert ständig neue Informationen in die vorhandenen Karten und Daten. Für den Endnutzer ist die Bedienung ähnlich intuitiv wie bei „Google Earth“: Per Mausklick lassen sich für die ausgewählten Gebiete Karten mit unterschiedlichen Daten übereinanderlegen, dazu können zusätzliche Informationen und Fotos der Testgebiete abgerufen werden – Wissen à la Carte. In einer möglichen Folgephase des Projekts (2010 bis 2013) soll das WISDOM-Informationssystem an die vietnamesischen Partner übergeben und in Vietnam implementiert werden, schon jetzt interessieren sich andere Länder für das System, das leicht übertragen werden kann.

Weitere Informationen:

www.wisdom.caf.dlr.de

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Weitere Informationen für Medienvertreter:

Nils Sparwasser

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum, Wissenschaftskommunikation und Visualisierung
Oberpfaffenhofen-Wessling

Tel.: +49 8153 28-1316

nils.sparwasser (at) dlr.de

 

Nachhaltige Wasserversorgung für Brasília

Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben das deutsch-brasilianische Projekt  IWAS Àgua DF gestartet. IWAS steht für die Internationale WasserforschungsAllianz Sachsen.

Àgua ist das portugiesische Wort für Wasser. DF heißt Distrito Federal und gemeint ist der Bundesdistrikt Brasília, die Hauptstadt Brasiliens. Mit IWAS wollen das UFZ und die Technische Universität Dresden unter Einbindung regionaler und internationaler Forschungs- und Industriepartner angepasste Systemlösungen für die jeweiligen Wasserprobleme in fünf Modellregionen der Welt - Lateinamerika, Osteuropa, Zentralasien, Südostasien und dem Mittleren Osten - entwickeln.

IWAS Àgua DF soll ein Wassermanagementkonzept für Brasília entwickeln. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert; den Projektpartnern stehen zunächst bis Ende 2010 knapp eine Millionen Euro zur Verfügung.

IWAS ist ein Beispiel dafür, wie die regional und thematisch punktuell zwar starken, jedoch auch sehr fragmentierten Kompetenzen der deutschen Wasserforschung gebündelt werden können, um Fragen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu beantworten. Ein weiteres Beispiel ist die Wasser-Allianz Metropolregion Stuttgart (WAMS) - ein Kompetenzverbund zwischen UFZ und Wasserexperten des Kompetenzzentrums "Environmental Science and Technology" (Universitäten Stuttgart, Tübingen und Hohenheim). Sie hat das Ziel, das Prozessverständnis von Stoffströmen im Wasserkreislauf zu verbessern sowie Monitoring-, Modellierungs- und Managementstrategien zu entwickeln.

Weitere Informationen:

www.iwas-initiative.de

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Doris Böhme/ Tilo Arnhold

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Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Telefon: +49 341 235 -1269 oder -1635
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Projekt: Wasser 2050 - Chancen für die deutsche Wasserwirtschaft

Ein Konsortium aus Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) und Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) untersucht, wie moderne Wassertechnologie hilft und welchen Beitrag die deutsche Wirtschaft leisten kann.

Mit dem Projekt "Wasser 2050" möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Beitrag zur nachhaltigen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern leisten und zugleich die Wettbewerbsposition der deutschen Hersteller von Wasser- und Abwasserinfrastruktur auf dem Weltmarkt stärken. In den letzten Jahren sind die deutschen Wasserversorger und Abwasserentsorger sowie die Hersteller von Wassertechnologien trotz hoher technologischer Kompetenz auf ausländischen Märkten ins Hintertreffen geraten. Gründe für die schwache Wettbewerbsposition sind unter anderem die traditionell eher regionale Ausrichtung der Unternehmen sowie die mittelständische Struktur der Hersteller - im Gegensatz etwa zu Frankreich mit seinen wenigen großen Unternehmen, die erfolgreich vor allem konventionelle, zentralistische Wasser- und Abwasserinfrastrukturen weltweit in die Regionen wirtschaftlicher Entwicklung exportieren. Aber diese Technologie ist an die dortigen Gegebenheiten häufig schlecht angepasst. Durch Bündelung des technologischen und organisatorischen Know-hows deutscher Anbieter sehen die Projektpartner eine Chance für die deutsche Wasserwirtschaft, nachhaltige und an die spezifischen Anforderungen angepasste Systemlösungen zu entwickeln und anzubieten.

Mit Methoden der Zukunftsforschung untersuchen die Projektpartner bis Mitte 2009, wie Systemlösungen für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Entwicklungsländern aussehen müssen und welche Technologien noch fehlen, um mittel- bis langfristig die Nachhaltigkeitsziele zu realisieren. Dazu werden möglichst viele Unternehmen, von den Wasserversorgern und Abwasserentsorgern über Anlagenbauer und Ingenieurbüros bis hin zu Banken, eingebunden. Mit ihrer Beteiligung erhalten die beteiligten Unternehmen frühzeitig Einblick in die Analysen, und können sich in ein Netzwerk von Partnern zur gezielten Technologieentwicklung und zur Integration von ganzheitlichen Systemlösungen einbringen.

Weitere Informationen:

http://www.isoe.de/projekte/wasservis.htm

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Knappes Wasser effizient nutzen

Experten des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung – UFZ entwickeln ein nachhaltiges Wassermanagement für extrem trockene Regionen im Grenzgebiet zwischen Jordanien, Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten, um die Trinkwasserversorgung zu sichern.

Im Grenzgebiet zwischen Jordanien, Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten sind die Grundwasservorkommen übernutzt, der Wasserspiegel des Toten Meeres sinkt, und der See Genezareth ist von Versalzung bedroht. Manche Siedlungen müssen durch Lastwagen mit Trinkwasser versorgt werden.

In dieser Krisenregion suchen Experten des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung – UFZ nach der Lösung: ein nachhaltiges Wassermanagement für die Zukunft. Gemeinsam mit Forschungspartnern aus Deutschland und dem Nahen Osten sowie Entscheidungsträgern auf regionaler Ebene haben sie das Projekt „Sustainable Management of Available Water Resources with Innovative Technologies” oder kurz SMART aufgebaut. Dr. Stefan Geyer und Dr. Christian Siebert vom UFZ erfassen mit hydrogeologischen Methoden, wie sich die unterirdischen Wasservorkommen bilden und im Lauf der Zeit entwickeln. Ein Problem dabei: Ein großer Teil des Niederschlags versickert nicht, sondern fließt auf den kargen Böden in den stark verschmutzten Jordan oder das Tote Meer. „Auf Testflächen“, erklärt Siebert, „untersuchen wir Möglichkeiten, diesen Oberflächenabfluss zu retten, indem wir die Böden zum Beispiel durch Bepflanzung wasserdurchlässiger machen.“

Zurzeit braucht die Landwirtschaft den Großteil der hochwertigen Grundwasserressourcen. Dabei könnten die Felder auch mit gereinigtem Abwasser bewässert werden. Hier setzt ein weiterer Teil von SMART an: Dr. Roland Müller vom UFZ testet mit drei deutschen Industriepartnern Methoden zur preiswerten Aufbereitung von Brauchwässern. Und Siebert und seine Kollegen wollen prüfen, wie dieses aufbereitete Brauchwasser versickert und durch das Gestein auf natürlichem Weg kostenlos weiter gereinigt wird, so dass es einige Zeit später zur Bewässerung oder sogar als Trinkwasser wieder entnommen werden kann. „Wenn wir für diese Krisenregion gute Lösungsansätze finden, dann werden einige dieser Ideen auch auf andere Regionen übertragbar sein“, sagt Siebert.

Weitere Informationen:

www.iwrm-smart.org

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GOODWATER ITN: Kompetente Fachkräfte für ein umweltverträgliches Grundwassermanagement

In dem neuen EU-Programm ‚Goodwater Initial Training Network’ (ITN) werden qualifizierte Fachkräfte auf dem Gebiet der Grundwasserforschung und –verwaltung als Teil einer EU Forschungsförderung ausgebildet. Das Helmholtz Zentrum München ist mit seinem Institut für Grundwasserökologie federführend an diesem Projekt beteiligt.

Denn derzeit herrscht europaweit Mangel an Wissenschaftlern und Umweltingenieuren, die mit biologischem Fachwissen nachhaltiges Grundwassermanagement und umweltverträgliche Sanierungsmethoden umsetzen können. Um diesem Zustand entgegen zu wirken, ist nun eine neue Initiative mit dem Ziel angelaufen, Nachwuchswissenschaftler/innen zu fördern und einen Europäischen „Arbeitsmarkt für Forscher“ zu etablieren.

Grundwasser ist die wichtigste Trinkwasserressource der Menschheit, es wird jedoch laufend durch Schadstoffeinträge gefährdet. Biologische Abbauprozesse durch Mikroorganismen von Schadstoffen leisten dabei den wichtigsten Beitrag zur Reinigung des Grundwassers. Organische Schadstoffe stellen wegen ihrer Persistenz, Toxizität und schnellen Verbreitung eine besondere Belastung für die Umwelt dar. Schon ein sehr geringer Eintrag von organischen Schadstoffen reicht aus, um große Mengen Wasser für den Menschen unbrauchbar zu machen. In Europa sind über 750 000 Standorte bekannt, an denen das Grundwasser von eingetragenen organischen Schadstoffen belastet ist.

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Sonja Opitz

Leiterin der Abteilung Kommunikation, Pressesprecherin (komm.)

Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

Ingolstädter Landstraße 1
85764 Neuherberg

Telefon: +49 89 3187 2986
sonja.opitz (at) helmholtz-muenchen.de
www.helmholtz-muenchen.de


Wasser in Zentralasien – Von Klimawandel bis Wassermanagement

Das Forschungsnetzwerk „Water in Central Asia“ (CAWa) hat es sich zur Aufgabe gemacht, wissenschaftliche und technische Grundlagen für ein nachhaltiges grenzüberschreitendes Wasserressourcenmanagement in den fünf zentralasiatischen Staaten Tadzhikistan, Kirgistan, Usbekistan, Turkmenistan und Kasachstan zu erarbeiten.

Dazu sollen Fragestellungen aus den Bereichen Monitoring, Klimamodellierung, Hydrologie, Hydrogeologie und Geoinformatik mit Hilfe modernster wissenschaftlicher Methoden bearbeitet werden. Die in CAWa entwickelten Methoden, Modelle und Empfehlungen werden in Form von Trainingskursen an zentralasiatische Fachkräfte weitergegeben und sollen außerdem in die Entwicklung von Lehrplänen tertiärer Bildungseinrichtungen einfließen. Am CAWA-Konsortium sind die Helmholtz-Zentren AWI und DLR beteiligt, die Federführung hat das Helmhotz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ.

Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland fördert das Projekt als Teil der deutschen Wasserinitiative Zentralasien, des sogenannten „Berlin Prozesses“, für die Dauer von 3 Jahren (2008-2011).

Weitere Informationen:

www.cawa-project.net

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Franz Ossing

Leiter der Öffentlichkeitsarbeit

Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

Telefon: +49 331 288 1040
ossing (at) gfz-potsdam.de
http://www.gfz-potsdam.de


12.06.2013