Neues Informationssystem für den Hochwasserschutz in Bitterfeld
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Ein internetgestütztes Entscheidungshilfesystem ermöglicht jetzt bessere Vorhersagen, wie hoch das Wasser nach einem Deichbruch steht. Zusätzlich gibt das System Auskunft über mögliche Schadstoffbelastungen durch das Hochwasser.
Entwickelt wurde das Schadstoffausbreitungsmodell im Forschungsvorhaben SARISK von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Magdeburg, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, dem Institut für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück und dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden. Dazu nutzten sie ein verbessertes digitales Höhenmodell der Region und berechneten für verschiedene mögliche Hochwasser Strömungsgeschwindigkeiten, Wasserstände und Schadstoffkonzentrationen. So lässt sich auf dem Bildschirm durchspielen, wie sich Wasser- und Sedimentbewegungen bei Hochwasser-Ereignissen verändern. Die Forscher haben dabei verschiedene Szenarien simuliert. Darunter sind auch solche, in denen das Muldegebiet noch deutlich größere Wassermassen zu verkraften hätte, als bei der Katastrophenflut im August 2002.
Weitere Informationen:
Pressekontakt
Doris Böhme/ Tilo Arnhold
Pressestelle
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ
+49 341 235 -1269 oder -1635
presse (at) ufz.de
http://www.ufz.de
Flächenversiegelung & Grundwasser
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Der Flächenverbrauch in Deutschland hat dramatische Konsequenzen für den Grundwasserspiegel. Durch die zunehmende Versiegelung gelangt immer weniger Regenwasser in den Boden und das Hochwasserrisiko steigt. In Leipzig verdreifachte sich seit 1940 fast die Menge des abfließenden Wassers – dagegen sank die Menge des versickerten Wasser beinahe um ein Fünftel. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in einer Fallstudie.
Dazu werteten sie Daten über Landnutzung, Klima, Wasserhaushalt, Relief, Vegetation und Boden in Leipzig aus den Jahren 1870, 1940, 1985, 1997 und 2003 aus.
Für ihre Untersuchung werteten die UFZ-Wissenschaftler historisches und aktuelles Kartenmaterial aus. Diese Daten ergänzten sie mit Satellitenbildern und eigenen Kartierungen. So entstand eine einzigartige Langzeitstudie über die Landnutzung im Stadtgebiet von Leipzig. Dabei zeigte sich, dass Änderungen in der Flächennutzung zwangsläufig auch zu Änderungen im Wasserhaushalt führen. Entsiegelungsmaßnahmen und eine möglichst naturnahe Gestaltung der Bodenoberfläche in städtischen Bereichen können die Situation dagegen erheblich verbessern. Die von den UFZ-Wissenschaftlern erarbeiteten Daten werden durch das Amt für Umweltschutz der Stadt Leipzig bei der Erstellung eines neuen Landschaftsplanes genutzt.
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Doris Böhme/ Tilo Arnhold
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Hochwasserschadensdatenbank HOWAS 21 online
Mit der Hochwasserschadensdatenbank HOWAS 21 wurde von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum eine fundierte Datengrundlage für Hochwasserschäden geschaffen. Diese Daten dienen zum besseren Verständnis der Entstehung von Hochwasserschäden und zur Beurteilung von Vorsorgemaßnahmen. Die Abschätzung ökonomischer Schäden ist eine wichtige Komponente bei Entscheidungen über Hochwasserschutzmaßnahmen auf der Basis von Kosten-Nutzen-Analysen.
HOWAS 21 ist online verfügbar unter:
Pressekontakt
Franz Ossing
Pressstelle
Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
+49 331 288 1040
ossing (at) gfz-potsdam.de
http://www.gfz-potsdam.de

