Helmholtz-Gemeinschaft

Sonderseite zur Internationalen Klimakonferenz in Durban 2011

Die Internationale Klimakonferenz COP 17 in Durban, Südafrika, musste sogar verlängert werden. Doch die Rekordverhandlungen haben dann doch etwas bewegt, lautet das verhalten optimistische Fazit von Reimund Schwarze, der als wissenschaftlicher Beobachter gemeinsam mit Kollegen dabei war und über Twitter und den Klimawandel-Blog des UFZ berichtete. 

In seinem letzten Beitrag vom 11. Dezember schreibt er:

  • „Brasilien und Südafrika sind auf die EU-Position umgeschwenkt. Die Zeit, als die Schwellenländer Klimaschutz als alleinige Aufgaben der Industriestaaten des Nordens abtun konnten, scheint vorbei zu sein. Daran war vor Durban nicht zu denken.“
  • Auch der Grüne Klimafonds wurde beschlossen, in dem Industrieländer Mittel für Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungsländern zur Verfügung stellen.
  • Und das Kyoto-Protokoll wird um mindestens fünf Jahre verlängert. Ein neues verbindliches Klimaabkommen soll folgen.

Allerdings gibt Schwarze auch zu bedenken: „Eine drastische Reduktion der Treibhausgase weltweit ist noch nicht in Sicht – auch wenn in Südafrika vielleicht der diplomatische Grundstein dafür gelegt wurde. Nach wie vor steuert die Menschheit auf eine heiße Zukunft zu.“

Die Helmholtz-Gemeinschaft bedankt sich bei allen Beteiligten und Partnern für die Berichterstattung, insbesondere bei Prof. Dr. Reimund Schwarze (UFZ und CSC), Tilo Arnhold (UFZ), Johannes Förster (UFZ) und Rüdiger Braun (CSC).

 

 

Prof. Dr. Reimund Schwarze und Johannes Förster vom UFZ.
Prof. Dr. Reimund Schwarze und Johannes Förster vom UFZ.

Während der UN-Klimakonferenz sind der Klimaökonom Prof. Reimund Schwarze und Johannes Förster vom UFZ vor Ort und berichten regelmäßig von der Konferenz in ihrem Blog. Reimund Schwarze ist außerdem noch Leiter der Abteilung "Ökonomie und Politik" am Climate Service Center (CSC), einer Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. http://www.climate-service-center.de/cms01/mw/climate_durban/index.html.de

Medienanfragen für Interviews mit den Helmholtz-Experten vor Ort bitte an Tilo Arnhold, mobil unter 0160-90568173

Zum Blog: http://blog.ufz.de/klimawandel

CSC zu Durban: Durban Spezial des CSC

Fakten und Argumente zum Klimawandel

Fakten zum Klimawandel und wissenschaftlich solide Antworten auf falsche Behauptungen wie "der Klimawandel findet gar nicht statt" oder "die Sonne verursacht den Klimawandel" finden Sie auf einer Seite, die die European Climate Foundation betreibt. Im wissenschaftlichen Beirat sind zahlreiche Helmholtz-Experten vertreten.

www.klimafakten.de

Foto: André Künzelmann/UFZ
Foto: André Künzelmann/UFZ

Helmholtz-Forschung zu sozialwissenschaftlichen Fragestellungen

Welche ökonomischen oder sozialen Auswirkungen wird der Klimawandel haben? Wie müssten Maßnahmen zur Emissionsverringerung gestaltet werden, damit ausreichend viele Staaten zustimmen? Sozialwissenschaftliche Studien tragen dazu bei, eine Wissensbasis zu schaffen, die Entscheidungen leiten könnte. Beispiele sind Studien zum Wert von Ökosystemleistungen (TEEB), Expertisen zur Verringerung von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung der Wälder (REDD) oder zur globalen Erfassung von Landnutzungsdynamik, Treibhausgasemissionen und Ökosystem-Dienstleistungen (GLUES).

Experten zu diesen Fragen arbeiten vor allem am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ.  Den Kontakt sowie ausgewählte Veröffentlichungen und Standpunkte dieser Experten finden Sie auf folgenden Seiten:

Experten zu Ökonomie: TEEB, REDD, GLUES

Experten zu Landnutzung (GLUES)

Experten zu Politikforschung

 

www.regionaler-klimaatlas.de
www.regionaler-klimaatlas.de

Überblick und Informationen zum Klimawandel

Auf welche Veränderungen müssen wir uns für die nächsten Jahrzehnte in Deutschland einstellen? Wie können Kommunen und Regionen, Land- und Forstwirte und andere Unternehmer ihre Planung am künftigen Klima ausrichten?

Im Climate Service Center, einer Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Forschungsdaten auf und informieren Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das CSC betreibt während der COP17 in Durban eine eigene Sonderseite, die auch mit journalistischen Hintergrundberichten bereichert wird.

Im CSC-News-Scan fassen  Experten wichtige Forschungspublikationen kurz zusammen.

Der Klimanavigator, den das CSC betreibt, bietet Medien, Bildungseinrichtungen und interessierten Laien einen Wegweiser durch die Klimaforschung. Dazu gibt es Hintergrunddossiers zu extremen Ereignissen, globalen Klimamodellen und Emissionsszenarien sowie weiteren Themen.

Die vier regionalen Klimabüros der Helmholtz-Gemeinschaft entwerfen konkrete Szenarien für die verschiedenen Regionen und Landschaftstypen in Deutschland und haben einen Klimaatlas für Deutschland erarbeitet.

Experten zu verschiedenen Aspekten der Klimaforschung finden Sie auf der KIT-Expertenseite des Karlsruher Instituts für Technologie.

 

 

Naturwissenschaftliche Forschung

Von den Polargebieten über die Ozeane und Küsten, vom Permafrost in Sibirien bis zu den Wüsten in Afrika, von Meeresboden bis in die höchsten Schichten der Startosphäre arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Helmholtz-Zentren an fast allen Aspekten der Klimaforschung.

Dabei nutzen sie Foschungsflugzeuge, Meßsonden, Satellitendaten und Bodenstationen, um ein umfassendes Bild des gegenwärtgigen und vergangenen Klimageschehens zu erhalten.So starten Helmholtz-Forscher aus Jülich und dem KIT ab 6. Dezember 2011 in Kiruna, Schweden, eine Messkampagne, um in der Atmosphäre klimarelevante Gase noch genauer als bisher möglich zu vermessen. Die Daten werden in Klimamodelle einfließen.

Informationen über die Messkampagne des KIT und FZJ mit dem Instrument Gloria

Vom globalen Wandel bis zu seinen konkreten regional sehr unterschiedlichen Auswirkungen untersuchen sie verschiedene Skalen und Zeiträume, um die Prognosen für die Zukunft genauer einzugrenzen.

Die Klimainitiative REKLIM

Die Helmholtz-Klimainitiative REKLIM (Regionale Klimaänderungen) ist ein Verbund von acht Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft. REKLIM nutzt die gebündelte Kompetenz für regionale Beobachtungs- und Prozessstudien in Kombination mit Modellsimulationen zur Verbesserung von regionalen und globalen Klimamodellen, die eine solide Basis für klimabezogene Entscheidungshilfen bieten sollen.

Darüber hinaus werden  globale Klimasimulationen genutzt, um die Auswirkungen von Klimavariabilität und Klimaänderungen auf regionaler Skala mit verbesserten Modellierungsystemen für Zuordnungs- und Auswirkungsstudien zu untersuchen.

Die aktuelle Broschüre über REKLIM finden Sie hier.


Kontakt für Anfragen:

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft
Bussestraße 24, 27570 Bremerhaven
Dr. Klaus Grosfeld
Tel.: 0471-4831-1765

info (at) reklim.de


Weitere Links:

Interviews mit führenden Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung zum Thema Klimawandel finden Sie unter

http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/hintergrund/klimawandel/

Auf Küstenforschung spezialisiert hat sich das Helmholtz-Zentrum Geesthacht für Material- und Küstenforschung (HZG).

Forschung zum Paläoklima findet sowohl am Alfred-Wegener-Institut als auch am Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ statt.

Wassermanagment und Biodiversität sind Forschungsgebiete, die eng mit dem Klimawandel zusammenhängen. Am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ werden diese Fragen untersucht.

 

10.01.2013