Helmholtz-Gemeinschaft

Das Wissenschaftsjahr 2011 – Forschung für unsere Gesundheit

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Wissenschaftsjahr 2011 unter das Motto „Forschung für unsere Gesundheit“ gestellt. Ein Ziel ist es, der Öffentlichkeit Einblicke in die Gesundheitsforschung zu geben.

In der Helmholtz-Gemeinschaft spielt die Gesundheitsforschung eine ganz entscheidende Rolle. Die Mission ist es, neue Möglichkeiten zur Prävention, Diagnose und Therapie der großen Volkskrankheiten, aber auch seltener Erkrankungen zu finden. Ein besonderer Schwerpunkt ist die translationale Medizin – Ergebnisse aus der Grundlagenforschung sollen durch enge Zusammenarbeit mit klinischen Einrichtungen schnellstmöglich in die Anwendung gelangen und so dem Patienten helfen.

Hier finden Sie Informationen zu aktuellen Gesundheitsthemen aus den Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft.

Aktuelles Thema

Neuer Erklärungsansatz für Entstehung von Metastasen und geistiger Behinderung

Forscher des Helmholtz Zentrums München haben entdeckt, dass ein Gen bei Säugetieren evolutionär neue Funktionen erhalten hat. Während das Tumorsuppressor-Gen „Dlg“ bei Fruchtfliegen nur einmal vorhanden ist und die Entwicklung sowie die Ausrichtung der Zellen steuert, besitzen Säugetiere vier Kopien dieses Gens. Im Laufe der Evolution haben sich diese Kopien unterschiedlich entwickelt und erfüllen dadurch auch verschiedene Funktionen. Bei Fruchtfliegen führen Mutationen im Dlg-Gen zur Metastasenbildung. Dagegen verursachen Mutationen in der Kopie „Dlg3“ bei Säugetieren geistige Behinderung. Der Grund dafür liegt in der veränderten Funktion der dritten Kopie des Gens: Es steuert die Stabilisierung von Nähten, sogenannten „Tight Junctions“, die benachbarte Zellen zusammenhalten und gleichzeitig eine Diffusionsbarriere bilden. Eine Mutation dieser Gen-Kopie kann die Gewebestruktur bereits im Embryo verändern und so auch die korrekte Entwicklung des Gehirns stören.

Zur Pressemeldung des Helmholtz-Zentrums München

Forschungsbereich und Programme

Der Forschungsbereich "Gesundheit"

Chronische Volks- und Alterserkrankungen wie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, Krebs, Diabetes, Lungenerkrankungen, degenerative Erkrankungen des Nervensystems oder chronisch entzündliche Erkrankungen sowie deren Beeinflussung durch Umweltfaktoren und Lebensstil gewinnen zunehmend an Bedeutung und stehen neben der Erforschung von Infektionskrankheiten im Zentrum der Helmholtz-Gesundheitsforschung. Wissenschaftler an den im Forschungsbereich Gesundheit beteiligten Helmholtz-Zentren erforschen Ursachen und Entstehung dieser oft komplexen Krankheiten und entwickeln auf dieser Grundlage neue Strategien für Früherkennung, Prävention, Diagnose und Therapie.

Die Forschungsprogramme:

Krebsforschung

Herz-, Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen

Funktion und Dysfunktion des Nervensystems

Infektion und Immunität

Umweltbedingte Störungen der Gesundheit

Systemische Analyse von multifaktoriellen Erkrankungen

Strategische, programmübergreifende Initiativen

Einblicke in den Forschungsbereich Gesundheit

Aktuelle Forschungsprojekte im Bereich Gesundheit

Hier stellen wir Ihnen aktuelle Forschungsprojekte der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Forschungsbereich Gesundheit vor zu Themen wie Krebs, Schlaganfall, Asthma oder Neurodegenerative Erkrankungen:

Was Strukturbiologie und Wundheilung verbindet

Mit Salmonellen gegen Krebs

Auf dem Weg zu einer individualisierten Krebstherapie

Wie das Schicksal von Blutstammzellen gesteuert wird

Metabolomics erobert Diabetes-Forschung

Braunes Fettgewebe als Schlankmacher

Maus steht Modell für Schlaganfallpatienten

Ultrafeine Partikel verschlimmern Asthma

Altern im Zeitraffer

Frühwarnsystem für neurodegenerative Erkrankungen

15.05.2012

Wissenschaftsjahr 2011

Kontakt

20110906 Janine Tychsen 100x100

Janine Tychsen

Pressereferentin Marketing

Helmholtz-Gemeinschaft

Geschäftsstelle Berlin
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
10178 Berlin

Telefon: +49 30 206329-24
Fax: +49 30 206329-60
janine.tychsen (at) helmholtz.de


Vernetzen Sie sich mit uns


Facebook Twitter