Helmholtz-Gemeinschaft

24. Mai 2011 Helmholtz-Geschäftsstelle

Zum Auftakt des Deutsch-Russischen Wissenschaftsjahres 2011/12 hat gestern die Helmholtz-Gemeinschaft auf einer Abendveranstaltung in Moskau im Beisein der deutschen Forschungsministerin Annette Schavan und des russischen Forschungsministers Andrei Fursenko Forschungsthemen präsentiert, die in Zusammenarbeit mit russischen Forschungseinrichtungen voran getrieben werden sollen. Außerdem startet heute ein hochkarätig besetzter Workshop, an dem Spitzenforscherinnen und -forscher aus acht Helmholtz-Zentren und dem Kurchatov-Institut teilnehmen. Dort sollen weitere Kooperationsvorschläge erarbeitet werden.

Deutsch-Russisches Wissenschaftsjahr beginnt

Zum Auftakt des Deutsch-Russischen Wissenschaftsjahres 2011/12 hat gestern die Helmholtz-Gemeinschaft auf einer Abendveranstaltung in Moskau im Beisein der deutschen Forschungsministerin Annette Schavan und des russischen Forschungsministers Andrei Fursenko Forschungsthemen präsentiert, die in Zusammenarbeit mit russischen Forschungseinrichtungen voran getrieben werden sollen. Außerdem startet heute ein hochkarätig besetzter Workshop, an dem Spitzenforscherinnen und -forscher aus acht Helmholtz-Zentren und dem Kurchatov-Institut teilnehmen. Dort sollen weitere Kooperationsvorschläge erarbeitet werden.

„Russland ist für Deutschland ein wichtiger strategischer Partner in der Forschung, gerade auch für die Helmholtz-Gemeinschaft. Wir schätzen die Kompetenz und Verlässlichkeit der russischen Forschungseinrichtungen und arbeiten seit Jahren mit ihnen zusammen, zum Beispiel beim Aufbau von großen Infrastrukturen für die Forschung wie FAIR oder dem European XFEL. Ich freue mich daher, dass mit dem deutsch-russischen Wissenschaftsjahr die besondere Beziehung beider Länder in der Forschung, der Bildung und der Innovation in den Fokus rückt“, sagt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

Die Helmholtz-Gemeinschaft unterhält zahlreiche deutsch-russische Kooperationen. Zusammen mit dem Russischen Fonds für Grundlagenforschung fördert sie Helmholtz-Russia Joint Research Groups mit jährlich 130.000 Euro für einen Zeitraum von drei Jahren. Damit erhalten exzellente russische Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler eine Karriereperspektive, während die aktuellen Forschungsprogramme der Helmholtz-Gemeinschaft zusätzliche Ideen gewinnen.

Ein transnationales Forschungsprojekt ist FAIR - ein internationales Großprojekt, bei dem Russland und Deutschland führend beteiligt sind. FAIR steht für „Facility for Antiproton and Ion Research“. Mit Antiprotonen- und Ionenstrahlen von bisher unerreichter Intensität und Qualität soll FAIR neue Einblicke in den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums, vom Urknall bis heute, liefern. Auch am Aufbau des European XFEL am Helmholtz-Zentrum DESY sind russische Partner beteiligt. Ein anderer Forschungsschwerpunkt sind Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, die sich durch die heutige hohe Mobilität weltweit rasch ausbreiten können. Insgesamt sind deutsch-russische Kooperationen in allen sechs Forschungsbereichen der Helmholtz-Gemeinschaft zu finden, von der Energieforschung über Erde- und Umweltthemen, Gesundheit, Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr bis zu Schlüsseltechnologien (insbesondere Supercomputing) und Struktur der Materie.

Auf dem deutsch-russischen Workshop, der aktuell in Moskau stattfindet, unterzeichnen Vertreter des Helmholtz-Zentrums DESY und des Kurchatov-Instituts unter anderem auch eine Absichtserklärung zur Gründung eines gemeinsamen Instituts, das als Ioffe-Roentgen-Institut zu einer weltweit führenden Einrichtung für die Entwicklung und Nutzung großer Forschungsinfrastrukturen für die Materialforschung aufgebaut werden soll. 

Weitere Informationen:

www.helmholtz.de/aktuelles/veranstaltungen/deutsch_russisches_wissenschaftsjahr/

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12.01.2013

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