Helmholtz-Gemeinschaft

Die Helmholtz-Allianz "Physik an der Teraskala"

Den Grundlagen der Materie auf der Spur

Was geschah beim Urknall? Woraus besteht das Universum? Woher kommt die Masse? Wo ist die Antimaterie, die beim Urknall entstanden sein muss? Dies sind einige der Fragen, die Physiker aus aller Welt mit Hilfe des weltweit leistungsstärksten Teilchenbeschleunigers Large Hadron Collider (LHC) am Forschungszentrum CERN in Genf beantworten wollen.

Mit dem geplanten International Linear Collider (ILC) sollen die Ergebnisse, die am LHC gewonnen wurden, weiter erforscht und verfeinert werden. Die Position von Teilchenphysikern deutscher Universitäten und Forschungszentren in diesem internationalen Umfeld des LHC und des ILC zu stärken, ist Ziel der Helmholtz-Allianz „Physik an der Teraskala“.

  • Laufzeit: Juli 2007 bis Dezember 2012
  • Fördersumme: 25 Mio. Euro
  • Federführer: Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY)
  • Sprecher: Dr. Ties Behnke (DESY) und Prof. Dr. Klaus Desch (Universität Bonn)
  • Beteiligte Helmholtz-Zentren: DESY, KIT
  • Partner-Institute: Max-Planck-Institut für Physik
  • Universitäten: Aachen, HU Berlin, Bonn, Dortmund, Dresden, Freiburg, Gießen, Göttingen, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mainz, LMU München, Regensburg, Rostock, Siegen, Würzburg, Wuppertal

Programm

Die vier Standbeine der Helmholtz-Allianz "Physik an der Teraskala" sind Physikanalyse, Grid Computing, Detektorentwicklung sowie Beschleunigerentwicklung. Ergänzend kommen gemeinsame Aktivitäten wie die Organisation von Young Investigator Groups, Fellowships und Outreach hinzu.

Der Helmholtz-Allianz ist es seit ihrer Gründung gelungen, einen international sichtbaren und aktiven Part bei den Forschungsprogrammen am LHC einzunehmen. Expertisen und Infrastrukturen wurden lokal weiterentwickelt, um sie allen Partnern zur Verfügung zu stellen. Beispiele sind die verteilte Computing-Infrastruktur, das Analyse-Zentrum und ein gemeinsames über Deutschland verteiltes Detektor-Labor.

Das DESY stellt im Rahmen der National Analysis Facility eine gemeinsame Analyseplattform für die LHC- und ILC Experimente zur Verfügung, unterstützt durch ein Analyse-Zentrum die Forschung an strategisch wichtigen Punkten sowie die Ausbildung junger Teilchenphysikerinnen, und stellt Kernkompetenz und Infrastruktur im Bereich Detektorentwicklung und Entwicklung von hochenergetischen Beschleunigern bereit.

Die Forschungsarbeiten zu den Grundlagen der Materie und deren Struktur finden am LHC am CERN und mit Blick auf den geplanten International Linear Collider ILC statt. Der LHC wird in den Teilchenkollisionen mit Energien von bis zu sieben Tera-Elektronenvolt (Tera bedeutet 1012) neue Einblicke in die Kräfte zwischen Elementarteilchen und in den Aufbau der Materie gewinnen. Bei diesen Energien, so die Erwartung der Physiker, sollte es möglich werden, Lücken des Standardmodells der Teilchenphysik aufzuklären und erstmals das Higgs-Boson nachzuweisen, das bislang nur theoretisch vorhergesagt wurde.

Koordination

Prof. Christian Zeitnitz

Wissenschaftlicher Manager der Helmholtz-Allianz "Physik an der Teraskala"

zeitnitz (at) physik.uni-wuppertal.de
http://www.terascale.de


24.11.2014

Koordination

Prof. Christian Zeitnitz

Wissenschaftlicher Manager der Helmholtz-Allianz "Physik an der Teraskala"

zeitnitz (at) physik.uni-wuppertal.de
http://www.terascale.de